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56 Exemplare an der Straßenfront wurden bereits gewechselt, bis zum Ferienende folgt noch der Sonnenschutz.

Bauarbeiten
Großer Fenstertausch in der Bürgel-Schule

Viola Petersson / 12.07.2019, 10:15 Uhr
Eberswalde (MOZ) Genau 150 Fenster muss die Tischlerei Wrensch in diesem Jahr in der Grundschule Bruno H. Bürgel wechseln. Und das ist erst der Anfang, der erste von insgesamt drei Bauabschnitten des Projektes Fenster/Sonnenschutz. "56 haben wir bereits erneuert", so Firmeninhaber Mario Wrensch. Straßenseitig sei man fertig. Mit Ausnahme des Kellers. Der folge in den Herbstferien.

Ab kommender Woche werde dann der Sonnenschutz außen installiert. Dafür müssten einige Mitarbeiter zwar die Betriebsferien unterbrechen. Aber: "Unser Ziel ist es, das Gerüst zum Ende der Schulferien abbauen zu können und mit Start des neuen Schuljahres komplett durch zu sein mit dieser ersten Teiletappe", so der Golzower Wrensch.

Der Fenster-Tausch ist gewissermaßen der Einstieg in die Komplettsanierung der Bürgel-Schule, erklärt Baudezernentin Anne Fellner beim Vor-Ort-Termin. Allein dafür, inklusive Sonnenschutz, investiere die Stadt 1,3 Millionen Euro. Wobei das Projekt gefördert wird. Knapp 1,17 Millionen Euro schießt der Bund zu.

Straßenseite hat Vorrang

Da die Arbeiten fast ausschließlich in den Ferien realisiert werden können, erstrecke sich das Vorhaben über drei Jahre. In diesem Jahr sei, wegen der Ausrichtung in Richtung Südwesten, die vordringliche Straßenfront dran, 2020 folge die Hofseite, und 2021 ginge es abschließend an die Giebel. "Während sich Lehrer und Schüler erholen, klotzen die Firmen hier ran", so Fellner.

Zum Einsatz kämen Holzfenster mit einer Teilung nach historischem Vorbild, so Wrensch. Bekanntlich steht die Schule unter Denkmalschutz. In Abstimmung mit der Behörde habe man sich in puncto äußerer Sonnenschutz auf eine Rollo-Variante verständigt, ergänzt Bert Bessel, Leiter des städtischen Hochbauamtes. Sowohl die inneren wie die äußeren Rollos könnten elektrisch einzeln vom Lehrer bedient werden.

Im August und September werden dann die Fenster der Turnhalle gewechselt. In der Zeit könnten Schüler und Vereine noch  die Außenanlagen für Sport nutzen, so Wrensch. Nach den Herbstferien stehe die Turnhalle wieder für Sportunterricht und Training zur Verfügung.

Mit dem Tausch der Fenster allein sowie der Installation der Rollos sei es freilich nicht getan, fügt Anne Fellner hinzu. Der Ein- und Ausbau ziehe Maurer-, Putz, Klempner- und Malerarbeiten nach sich.

Aufzug, Heizung und mehr

Parallel arbeiten Planungsbüros an der Vorbereitung der nächsten Teilprojekte, vor allem an dem Abschnitt, der den Titel "Inklusion" trägt, sowie an der Modernisierung der Heizungsanlage. Die Kostenschätzungen belaufen sich auf jeweils um die 1,5 Millionen Euro. Beide Vorhaben sollen, ebenfalls mit Hilfe von Fördermitteln, 2020 umgesetzt werden. Dies mit dem Ziel, einerseits den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren, andererseits die Schule barrierefrei und behindertenfreundlich zu gestalten. Dazu gehöre auch, so Fellner, der Einbau eines Aufzugs sowie der Anbau zweier giebelseitiger Treppenhäuser.

Die Bürgel-Schule war zuletzt unmittelbar in der Wendezeit saniert worden. Also vor knapp 30 Jahren. Schulleitung wie auch Elternschaft hatten in den vergangenen Jahren immer wieder auf Missstände, Mängel und akuten Handlungsbedarf hingewiesen.  Im vergangenen Jahr hat die Stadt die Weitsprunganlage auf dem Hof saniert. Dank der Finanzspritze des Bundes konnte der Schulträger nun zum großen Sprung ansetzen. Wegen der neuen Wohngebiete in Ostende und Südend rechnet die Schule mit wachsenden Kinderzahlen.

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Fenstertausch Bruno H . Bürgel Sonnenschutz Anne Fellner Straßenfront

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