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Seit 15 Jahren fordern Stolzenhagener und Wensickendorfer einen Radweg zwischen ihren Orten. Nun scheint es, als wäre der Baubeginn greifbar nahe.

Infrastruktur
16 Jahre Wartezeit für einen Radweg

Symbolbild
Symbolbild © Foto: dpa
Hans Still / 17.07.2019, 10:45 Uhr
Stolzenhagen (MOZ) Nach der Kritik an der schleppenden Vorbereitung des geplanten Radwegebaus zwischen Stolzenhagen und Wensickendorf reagiert Hans-Jürgen Otte vom zuständigen Landesbetrieb. Demnach werde das Bauvorhaben bis zum Jahresende 2020 fertiggestellt, wenngleich die angekündigte Ausschreibung derzeit noch in der Endfassung erarbeitet werde. "Wir werden mit dem Vorhaben 2020 fertig, das ist versprochen", bestätigte der für Bauüberwachungen zuständige Sachgebietsleiter. Zugleich sprach er über den Umfang der Arbeiten, der über den normalen Radwegbau weit hinausreichen werde. "Die Ausschreibung befindet sich in der Endphase, erfordert aber noch viel Gehirnschmalz. Es gibt weitere Untersuchungen und Abstimmungen mit Grundstückseigentümern, all das muss in die Ausschreibung einfließen, um keine Nachträge zu riskieren." Wurde die Ausschreibung veröffentlicht, bekommen die Firmen drei Monate Zeit zum Reagieren. "Anfang März erfolgt die Submission, weitere drei Wochen später sollten die Bauarbeiten beginnen", so die Prognose.

Da die Hauptarbeiten ins kommende Jahr fallen werden, erwartet Otte keine Probleme mit den Bewerbungen der Baubetriebe. "Unsere Ausschreibung kommt recht früh auf den Markt, damit treffen wir sicher auf Interesse der Betriebe, die ihre Vorhaben für 2020 zeitig festlegen wollen", kommentiert Otte und spricht über Details.

Kreuzung wird entschärft

Demnach falle das Vorhaben deutlich größer aus, als das womöglich in der Region erwartet wurde. Beispielsweise werde unter Vollsperrung die Verbindungsstraße von Stolzenhagen nach Wensickendorf erneuert. Zudem verändern die Baufachleute die Kreuzungssituation an der Ecke Stolzenhagen/B273. Aus dem gegenwärtigen Dreieck  basteln die Straßenbauer dann eine T-Kreuzung, was für die Sicherheit ganz gewiss zuträglich sein sollte. "Das ist gegenwärtig eine gefährliche Ecke, diese soll entschärft werden", begründet der in Eberswalde ansässige Baufachmann.

Über die Höhe der Baukosten will Otte nicht spekulieren, Baufirmen könnten sich sonst mit ihren Angeboten an seinen Aussagen orientieren. Nur so viel: "Es wird teuer, weil nicht nur der Radweg gebaut wird. Wir benötigen eine Radwegebrücke in diesem Bereich und erneuern zwei Durchlässe. Außerdem drehen wir an der Straße am Rahmersee das Gefälle und bauen eine Sedimentationsanlage. Das Regenwasser soll von der Straße nicht ungefiltert in die freie Natur fließen." Während der Vollsperrung werde dann die komplette Decke von der Stolzenhagener Kreuzung an erneuert.

Sicherheit der Bauleute geht vor

Schon vor der ersten Kritik an dieser Sperrung verteidigt Otte die Maßnahme. "In der Presse wurde ja einmal behauptet, mein Hobby seien die Vollsperrungen. Das stimmt aber nicht, denn es geht uns um die Sicherheit der Bauleute." Die so genannte Arbeitsstätte-Richtlinie fordert 3,15 Meter lichten Raum sowie Sicherheitsabstände für Warnbaken und deren Füße. Zudem müsse es für die Gräben freie Streifen geben. "Bei Straßen ab einer Breite von acht Metern können wir frühestens über eine halbseitige Sperrung nachdenken, die haben wir dort aber nicht", so Ottes Urteil. Einige Arbeiten fallen auch ins aktuelle Jahr. So werde der Brückenbau begonnen und die schon geschobenen Teile des Radweges sollen den notwendigen Unterbau erhalten. Diese Arbeiten seien dann bei einseitiger Sperrung mit einer Baustellenampel erledigt.

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