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Tempelfelde liegt beim Amtsfeuerwehrtag erneut vorn. In den Biesenthal-Barnimer Jugendfeuerwehren engagieren sich 115 bis 130 junge Leute.

Amtsausscheid
Wettkampf der Feuerwehren

Olav Schröder / 13.08.2019, 09:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Bereits im Zeichen der 20-jährigen Partnerschaft zwischen dem Amt Biesenthal-Barnim und Novy Tomysl stand der Amtsfeuerwehrtag in Rüdnitz. Die Feuerwehrleute aus der polnischen Partnerstadt stellten sich in einer parallelen Wertung auf dem Wettkampfplatz und kamen beim Löschangriff vor der polnischen Gastwehr aus dem Dorf Ryman ins Ziel. Doch damit nicht genug. Unter den Gästen befanden sich auch die Rüdnitzer Partnerwehr aus Krzecnica sowie die Zepernicker Feuerwehr, die mit Ruhlsdorf befreundet ist.

Den Wettbewerb gewann die erste Mannschaft aus Tempelfelde. Nachdem sie 2018 den Wanderpokal nach drei ersten Plätzen dauerhaft behalten konnte, erhielt sie diesmal neue Trophäe. Platz 1 der Frauen nimmt Breydin ein. In der Altersklasse II liegen die Mädchen aus Tempelfelde auf Platz eins. Bei den Jungen ist es in der Altersklasse I die zweite Mannschaft von Marienwerder.

"In der Jugendarbeit läuft es sehr gut", stellte Amtswehrführer Roman Wieloch fest. Der Stamm der Mitglieder liege im Amtsbereich zwischen 115 und 130 jungen Feuerwehr-Enthusiasten. Aus ihnen rücken ständig Feuerwehrleute in den aktiven Dienst nach. Das erkläre auch die Schwankung, die sich allerdings auf stabilem Niveau bewege. Dies sei der aktiven Jugendarbeit in den einzelnen Feuerwehren zu verdanken.

Die große Zahl von Feuerwehrleuten zeige, dass die großen Investitionen des Amtes "ankommen", hielt Amtsdirektor André Nedlin fest. Auch seien alle Bürgermeister vertreten, einige würden als Feuerwehrmitglied selbst teilnehmen.

"Wenn man an Photovoltaik­anlagen oder die beim Hausbau eingesetzten Dämmstoffe denkt, dann ist ein Eigenheim heute eine einzige Chemieanlage", beschrieb Landrat Daniel Kurth die zunehmenden Herausforderungen bei einem Brand, auf die sich die Feuerwehrleute einstellen. Ähnliches gilt auch bei Verkehrsunfällen, in die zum Beispiel Elektrofahrzeuge verwickelt sind. Und die Einsätze – auch außerhalb des Barnim – nehmen nicht ab. Im Gegenteil. Das Löschen der Waldbrände zum Beispiel in der Lieberoser Heide unterstützten auch Kräfte aus dem Barnim. Kurth kündigte an, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass die Feuerwehren von anderen Aufgaben entlastet werden, insbesondere bei der Beseitigung von Ölspuren. Das Anliegen wurde mit viel Beifall aufgenommen. Kurth erinnerte daran, wie wichtig auch das Verständnis von Arbeitgebern, vor allem aber von Familienangehörigen für die Einsätze der Rettungskräfte sei.

Positiv sind die Erfahrungen mit der Entscheidung, dass Feuerwehrmitglieder sich zum Beispiel in der Führerscheinstelle nicht mehr in Warteschlangen einreihen müssen. Erfreulich sei hierfür die Rückendeckung von Kreistagsabgeordneten sowie das große Verständnis der Bevölkerung für diese Maßnahme, so Daniel Kurth. Schließlich erinnerte der Landrat auch an die Einkaufsgemeinschaft für den Bedarf der Feuerwehren. Von der Bündelung der Aufträge profitierten letzten Endes auch die einzelnen Kommunen.

Die Wettkampfergebnisse:

Bei den Männern folgen auf den Erstplazierten Tempelfelde 1 die Mannschaften aus Trampe, Ruhlsdorf 1, Tuchen-Klobbicke, Schönholz, Biesenthal, Danewitz, Grüntal, Tempelfelde 2, Ruhlsdorf 2 Melchow Rüdnitz 1 und Rüdnitz 2.

Bei den Jungen folgen auf Marienwerder 2 Tempelfelde, Tuchen-Klobbicke, Melchow, Biesenthal 2, Marienwerder 1, Grüntal und Biesenthal 1.

Bei den Junioren traten Tuchen-Klobbicke, Tempelfelde und Biesenthal an.⇥fos

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