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An der B 273 entsteht zwischen Wensickendorf und Wandlitz in den kommenden fünfzehn Monaten ein Radweg. 3,8 Millionen Euro werden dafür investiert.

Bauvorhaben
Erster Spatenstich für neuen Radweg

Mit vereinten Kräften: Die Staatssekretärin im Infrastrukturministerium, Ines Jesse (3.v.l.), sowie Vertreter der beiden Kreisverwaltungen und anliegender Kommunen vollzogen den ersten Spatenstich an der  Bundesstraße 273.
Mit vereinten Kräften: Die Staatssekretärin im Infrastrukturministerium, Ines Jesse (3.v.l.), sowie Vertreter der beiden Kreisverwaltungen und anliegender Kommunen vollzogen den ersten Spatenstich an der Bundesstraße 273. © Foto: Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 09.10.2019, 09:15 Uhr
Wandlitz/Wensickendorf (MOZ) Der Himmel zeigte sich verhangen und es regnete leicht. Für viele Bürger dürfte der Dienstag aber trotzdem ein "Sonnentag" gewesen sein: Nach jahrelangen Mühen erfolgte am späten Vormittag der erste Spatenstich für den Radweg entlang der Bundesstraße 273 zwischen Wandlitz und Wensickendorf (Oberhavel). Der Vorsitzende des Vorstands des Landesbetriebes Straßenwesen, Edgar Gaffry, konnte zu diesem denkwürdigen Ereignis nicht nur die Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ines Jesse (SPD), und Vertreter von Kommunen und den beiden Kreisverwaltungen begrüßen, sondern auch zahlreiche Mitglieder der Bürgerinitiative Wensickendorf. "Sie haben lange für das Projekt geworben und gekämpft", bescheinigte Gaffry den Anwohnern der Bundesstraße 273.

Staatssekretärin Jesse verwies in ihrer kurzen Rede darauf, dass es das erklärte Ziel der Landesregierung sei, die Mobilität in Brandenburg zu stärken. Da sei man "gut unterwegs", so die SPD-Politikerin. Nach ihren Angaben wurden im vergangenen Jahr im Straßenbau insgesamt 485 Millionen Euro umgesetzt. Dafür wurden unter anderem Brücken errichtet und Radwege gebaut. "In den letzten fünf Jahren haben wir allein dafür 45 Millionen Euro ausgegeben", betonte die Staatssekretärin. Die Städte und Gemeinden hätten für diesen Bereich aus dem Wirtschaftsministerium weitere 40 Millionen Euro erhalten. Auch Jesse dankte der Bürgerinitiative – für "ihre Ausdauer und Hartnäckigkeit".

Zügiges Bauen angemahnt

Der Ortsvorsteher von Wensickendorf, Heinz Ließke, erinnerte an den langen Weg, der nun ein vorläufiges Ende gefunden hat. Es habe Demonstrationen gegeben, zahlreiche  Schreiben an die zuständigen Verwaltungen und schließlich auch eine Online-Petition. "Es darf einfach nicht sein, dass dieser Prozess so lange dauert", sagte Ließke. Der Landesbetrieb Straßenwesen müsse deshalb mit genügend Personal ausgestattet werden, forderte der Ortsvorsteher. Zugleich bat Ließke das beauftragte Unternehmen "zügig" zu bauen und  den Fertigstellungstermin vorzuziehen. "Wir sollten noch vor der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens auf dem Radweg fahren können".

Die Länge des Abschnitts zwischen Wensickendorf und Wandlitz beträgt fünf Kilometer. Im Zusammenhang mit dem Bau ist auch die Errichtung einer Radwegbrücke  über die Briese erforderlich. Darüber hinaus entstehen auch neue Durchlässe und es wird die Fahrbahndecke der Bundesstraße vom Knotenpunkt B 273/Basdorfer Straße bis zum Bahnübergang in Wensickendorf  saniert. Alle betroffenen Grundstückszufahrten müssen zudem baulich angepasst werden. In den Ortslagen Wensickendorf, Stolzenhagen und Rahmersee installiert man im Auftrag der Stadt Oranienburg und der Gemeinde Wandlitz eine Straßenbeleuchtung.

Das Vorhaben wird vom Bund, der Gemeinde Wandlitz sowie der Stadt Oranienburg mit 3,8 Millionen Euro finanziert. Während der Bauarbeiten wird die Straße halbseitig gesperrt. Außerdem gibt es eine zweimonatige Vollsperrung. Die Arbeiten sollen im Dezember 2020 beendet sein.

Mobilitätsstrategie in Brandenburg

Die "Mobilitätsstrategie 2030" ist von der brandenburgischen Landesregierung im Februar 2017 beschlossen worden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Stärkung des umweltfreundlichen Verkehrs, insbesondere des Schienennahverkehrs. An der Erarbeitung des Papiers hatten sich Bürger, Kommunen, Interessenverbände und Verkehrsunternehmen beteiligt. Sie hatten bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen ihre Ideen zur Mobilitätspolitik im Land eingebracht. Die Strategie setzt konkrete Ziele. Dazu gehören beispielsweise ein einheitlicher Takt im Nahverkehr auf der Schiene sowie eine Stärkung des Rad- und Fußverkehrs gegenüber dem motorisierten Individualverkehr.  ⇥au

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