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Aktionswoche
Bernau will im Dunkeln funkeln

Eine Lampe ist zu wenig: "Funkeln im Dunkeln" heißt die Devise.
Eine Lampe ist zu wenig: "Funkeln im Dunkeln" heißt die Devise. © Foto: Tobias Hase
Sabine Rakitin / 09.10.2019, 23:00 Uhr
Bernau (MOZ) Als Familienvater kennt Marcel Kerlikowsky die Situation nur allzu gut: Die Kinder brauchen neue Winterjacken. Die sollen gut aussehen, möglichst von der einen, gerade angesagten Markenfirma und vorzugsweise auch noch schwarz oder dunkelblau sein. Die Eltern schauen auf den Preis und sind froh, wenn sie beim Kauf nicht auch noch die Ersparnisse angreifen müssen. Da achtet kaum jemand darauf, ob das begehrte Stück beispielsweise mir Reflektoren ausgestattet ist, damit der Sprössling in der dunklen Jahreszeit auf der Straße gut zu sehen ist.

"Wir wollen nicht belehrende Vorträge halten, sondern für das Thema sensibilisieren", begründet der Leiter der Barnimer Straßenverkehrsbehörde und der Unfallkommission des Landkreises, warum seine Mitarbeiter und er in der Woche vom 22. bis 25. Oktober bei den landesweiten Tagen der Sicherheit im Barnim unterwegs sind. "Unfallschwerpunkte und Schulwege werden vor allem in den Blick genommen. Wir als Landkreis koordinieren in erster Linie und unterstützen die Kommunen an den Schwerpunktstellen", erklärt er.

Zum zweiten Mal hat das Netzwerks Verkehrssicherheit Brandenburg zu diesen Sicherheitstagen aufgerufen. Die Stadt Bernau stellt ein ganzes Programm auf die Beine und hat sich dafür Mitstreiter geholt. Neben der Straßenbehörde des Landkreises sind die Kreisverkehrswacht, die Polizei, die freiwillige Feuerwehr, aber auch städtische Gesellschaften wie die Wobau und die Stadtwerke dabei.

"Die Sichtbarkeit und damit auch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer sind uns wichtig", betont RorySchönfelder, der Leiter des Bernauer Ordnungsamtes. Leider würden viele das Thema auf die leichte Schulter nehmen. "Deshalb wollen wir umfangreich auf Gefahren hinweisen und zeigen, wie man sich ganz leicht sichtbar machen kann", sagt er. Fußgänger und Radfahrer seien im Herbst und Winter besonders gefährdet.

Unter dem Motto "Funkeln im Dunkeln" schwärmen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes aus, um mit Passanten und Radfahrern auf der Straße ins Gespräch zu kommen. Fast alle Kitas und Schulen der Stadt werden sich in der Oktoberwoche zudem verstärkt mit dem Thema beschäftigen. Die Grundschule Schönow sucht beispielsweise die "funkelndsten" Schüler. In der Kita "Kleiner Bär" experimentieren Erzieher und  Kinder zur Sichtbarkeit, und in der Kita Angergang gibt es Aktionen zur richtigen Kleidung sowie Nebelexperimente. Bei den "Friedenstaler Spatzen ist die Kreisverkehrswacht am 22. Oktober mit einem Rollerparcours zu Gast und bringt den Kitakindern gleich auch noch Speichenreflektoren mit.

Kitas und Schulen sind dabei

Am 23. Oktober, in der Zeit von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr, dreht sich dann bei einem Aktionstag auf dem Bernauer Marktplatz alles um die Themen Verkehrssicherheit und Sichtbarkeit. Die Freiwillige Feuerwehr wird mit Einsatzfahrzeugen vor Ort sein und vor allem zum Toten Winkel informieren. Die  Kreisverkehrswacht ist mit einem Verkehrsparcours dabei. Die Verkehrsbehörde des Landkreises will anhand praktischer Beispiele zum Thema sicherer Schulweg informieren, und die  Polizei ist mit ein Infostand vor Ort und bietet Fahrradcodierungen an. Am selben Tag lädt die Stadtbibliothek vormittags zum Bilderbuchkino "Verkehrssicherheit" ein.

Die Stadt selbst hat Reflektoren in fast allen Varianten anfertigen lassen. Die sollen an allen Tagen der Sicherheit, aber auch am Aktionstag selbst, an Kinder und Erwachsene verteilt werden.

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