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Die "Perspektive Oderberg" lädt am Sonnabend zum "Tischlein deck’ dich". Speisen aus der ganzen Welt warten auf Gäste.

Integrationsprojekt
Kulinarische Weltreise lädt zum Kennenlernen in Oderberg ein

Jörn Kerckhoff / 10.10.2019, 07:15 Uhr
Oderberg (MOZ) Eine kulinarische Weltreise bietet die "Perspektive Oderberg" allen, die Interesse und Appetit haben, am Sonnabend zwischen 13 und 18 Uhr auf dem Marktplatz in Oderberg. "Tischlein deck’ dich" lautet der Titel des Herbstmarktes, zu dem Heike Fröhlich, Vorsitzende der Initiative, und ihre Mitstreiter zum zweiten Mal einladen. "Es soll eine Begegnung der Kulturen werden", erklärt Fröhlich. "Wenn sich an diesem Tag nur zwei Menschen treffen und zu Freunden werden, ist die Veranstaltung gelungen", erläutert sie den Sinn, der hinter dem Herbstmarkt steckt. Klingt erst mal gar nicht großartig, ist aber doch ein hoher Anspruch dieser integrativen Veranstaltung.

Elf Kulturen in Oderberg daheim

Menschen aus mindestens elf Nationen leben derzeit in Oderberg. Zum einen sind durch das Übergangswohnheim Menschen anderer Nationalitäten in die Stadt gekommen, aber auch Polen, Tschechen, Amerikaner, Briten, Franzosen, Italiener, Spanier und auch Schwaben haben sich in Oderberg niedergelassen und sorgen für einen kulturellen Mix. Und eben auch für einen kulinarischen, der am Sonnabend der Öffentlichkeit präsentiert wird. So wird es unter anderem das polnische Nationalgericht Bigos geben. Pakistanische Teigröllchen, nepalesisches Curry, Kürbissuppe, Pfannengemüse und auch regionale Leckereien werden angeboten. Etwa die Ketwurst, der Hot Dog der DDR. An einer langen Tafel auf dem Marktplatz sollen sich die Menschen zum Essen niederlassen und dabei ins Gespräch kommen.

Eine Pflanzentauschbörse und eine Marmeladenverkostung gehören ebenfalls zum Angebot. Heike Fröhlich und Beata Karna treten mit ihrem Figurentheater Okno (Fenster) im ehemaligen Rathaus auf und zeigen das russische Märchen "Das Rübchen" als Schattenspiel.

Oderberg habe großes Potenzial, ist Heike Fröhlich überzeugt. Auch Künstler und Kulturschaffende hätten die Stadt für sich entdeckt. "Seit zwei bis drei Jahren gerät etwas in Bewegung", schildert Fröhlich ihre Eindrücke von der Entwicklung Oderbergs. Und auch die Mitmachmärkte  – vier Märkte pro Jahr stellt die Perspektive Oderberg auf die Beine – tragen ihren Teil dazu bei, so Heike Fröhlich.

Der Aufruf zum mitmachen richtet sich an alle Oderberger.Während des Marktes am Sonnabend wird auch eine so genannte Wunschbox aufgestellt, in der die Besucher der Veranstaltung ausgefüllte Fragebögen einwerfen können. Auf den Bögen sollen die Menschen ihre Einschätzung der aktuellen Situation sowie ihre Wünsche für die Zukunft, Ängste, Sorgen, Nöte, aber auch Lob  notieren – ganz anonym. Die Box gehe nach dem Fest an die Stadtverordneten, die die Einsendungen auswerten werden.

Die Veranstalter des Tischlein deck’ dich freuen sich übrigens über jeden kleinen selbstgebackenen Kuchen für die Stände. "Im vergangenen Jahr hatten wir eine überraschend gute Resonanz bei der Veranstaltung", blickt Heike Fröhlich zurück und hofft natürlich, dass sich der Markt herumgesprochen hat und diesmal noch mehr Besucher kommen.

Die Speisen sind übrigens kostenlos, es stehen aber Spendenboxen bereit, in die jeder so viel zahlen kann, wie ihm das Essen wert ist oder was er sich leisten kann. Das Geld wird für die Finanzierung des Vereinsheims sowie für das Kulturleben in Oderberg verwendet.

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