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Werneuchener Stadtverordnete distanzieren sich vom AfD-Abgeordneten Andy Habermann

AfD-Abgeordneter
Facebook-Post scharf kritisiert

Christian Heinig / 08.11.2019, 20:21 Uhr - Aktualisiert 10.11.2019, 10:37
Werneuchen (MOZ) Nach dem Terror-Anschlag am 9. Oktober auf eine Synagoge in Halle war die Betroffenheit deutschlandweit riesig.

Zwei Menschen kostete die Tat eines mutmaßlich rechtsextremen Täters das Leben. Am gleichen Tag postete der Werneuchener AfD-Abgeordnete Andy Habermann auf Facebook ein Bild mit dunklem Untergrund, auf dem in weißer Schrift steht: "Das Wetter ist nicht so dolle... oder? Gibt’s sonst was Neues außer Tote im Amoklauf?"

Das Posting stieß bei den  Stadtverordneten auf scharfe Kritik. "Das ist eine Verhöhnung der Opfer und bereitet den Nährboden für solche Taten", sagte Sebastian Gellert (Wählerinitiative Werneuchen) bei der Sitzung am Donnerstagabend, der die Abgeordnetenfragestunde nutzte, um auf das Thema hinzuweisen. "Ich will mich davon deutlich distanzieren."

Das taten daraufhin auch Vertreter anderer Fraktionen. Dazu zählte neben dem zukünftigen Bürgermeister Frank Kulicke (Unabhängige Wählergruppe Werneuchen), der sein Amt am 1. Januar antreten wird, auch Noch-Amtsinhaber Burkhard Horn  (Die Linke). Er sagte: "Mir waren die Veröffentlichungen nicht bekannt, aber ich schließe mich der Stellungnahme von Herrn Gellert an."

AfD-Politiker verteidigt sich

Habermann ergriff ebenfalls das Wort und verteidigte seinen Facebook-Post, den er inzwischen gelöscht hat, als Satire. "Das war eine Satire darauf, dass Gewalt und Terror zur Normalität geworden sind." Zu Gellert meinte er: "Das, was Sie da rausfiltern wollen, hat nicht stattgefunden."

Thomas Gill (SPD) sagte anschließend an Habermann gerichtet: "Es wurde in Halle versucht, die jüdische Gemeinde auszulöschen, und alles, was Ihnen einfällt, ist, übers Wetter zu reden. Aber jetzt hier hinzugehen und sich nicht einmal zu entschuldigen, das ist der eigentliche Skandal."

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