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Fußball
Der FSV Bernau hofft auf die Rückrunde

Dreikampf: Marcus da Silva Freitas (FSV), Robert Wiesner und Moussa Doumbia  (v. l.)
Dreikampf: Marcus da Silva Freitas (FSV), Robert Wiesner und Moussa Doumbia  (v. l.) © Foto: Dirk Schaal
Dirk Schaal / 16.12.2019, 06:00 Uhr
Bernau (MOZ) Wegen des aufgeweichten Hauptplatzes mussten beide Mannschaften auf den Kunstrasen ausweichen. Da war nach dem Anpfiff Abtasten angesagt. Eine Einzelaktion sollte den Bann brechen. Der ehemalige Bernauer Justin Pehl behauptete sich etwa 30 Meter vorm Tor gegen drei Gegenspieler, sah wie Andor Müller in Stellung lief, steckte den Ball zum Torjäger durch in den Strafraum, der frei­stehend aus zehn Metern FSV-Tormann Danny Kemper keine Abwehrchance bot (5.).

Auch danach blieb Sachsenhausen am Drücker. Ähnlich wie beim Handball spielten sie sich den Ball in Höhe der Mittellinie zu, um Lücken in der Bernauer Defensive zu finden. Die taten den Gästen nur sehr selten diesen Gefallen.  In der 25. Minute flankte Dennis Wulff von links zum freistehenden Pehl vorm FSV-Tor, der netzte unbedrängt ein. Doch Schiedsrichter Nico Dreschkowski pfiff Abseits. Bis zur Halbzeit tat sich nichts Entscheidendes mehr.

Der Gastgeber wird bissiger

Nach dem Wechsel wirkte Bernau engagierter, griff früher und konsequenter den ballführenden Sachsenhausener an. So konnten die Gäste nicht so dominant auftreten wie in der ersten Hälfte. FSV-Torwarttrainer Thorsten Wiese, der aufgrund Personalmangels in der Innenverteidigung aushelfen musste, versuchte immer wieder mit langen Bällen Schwung in den Bernauer Angriff zu bekommen, nicht ohne Erfolg. Doch zu echten Tormöglichkeiten reichte es trotz vieler Bemühungen nicht. Die Sachsenhausener nutzten die Situation der aufgerückten Gastgeber mit schnellen Gegenstößen aus. Doch Müller hatte nicht seinen besten Tag erwischt und verfehlte aus guter Position Ball (71.) und Tor (83.), ebenso wie Wulff (73.). Als der FSV in der Schlussphase auf den Ausgleich drängte, nutzte Müller einen Fehlpass im Mittelfeld und ließ vier Bernauer in seinem Drang zum Tor stehen. Seine Flanke quer zum Tor verwertete Erik Beutke am langen Pfosten zum 2:0-Siegtreffer (92.).

Die Enttäuschung bei den Gastgebern war danach groß. Nicht am Siegeswillen hat es gefehlt, die spielerische Qualität ist nach den vielen Ausfällen nicht gegeben. Wie sogar einige FSV-Anhänger befürchteten, könnte der Weg so in Richtung Landesliga führen.

"Am Schluss waren wir nochmal dran, kassieren aber das zweite Tor, so war das Spiel entschieden", resümierte der Sportliche Leiter der Bernauer, Moussa Doumbia, der noch die Offensive verstärkte. Sein Blick geht in die Rückrunde, da will er mit wieder genesenen Stammspieler und "einigen Ergänzungen" die Tabellenposition maßgeblich verbessern. FSV-Trainer Matthias Schönknecht war der Frust über die Niederlage anzumerken: "Mit den ganzen Ausfällen ist einfach nicht mehr drin. Sachsenhausen hat verdient gewonnen. Jetzt müssen wir im letzten Spiel vor der Winterpause gegen Werder alles mobilisieren und in der Rückrunde schauen wir weiter."

Tabellenplatz 2 feierte Sachsenhausen ausgiebig: "Es war eng auf dem kleinen Platz, viel zugestellt, so konnten wir unsere schnellen Spitzen nicht richtig in Szene setzen. Ich denke aber, dass der Sieg in Ordnung geht. Wir wollten zwölf Punkte aus den letzten vier Spielen vor der Winterpause holen, das ist uns gelungen", sagte TuS-Trainer Silvio Koos. Für den Ex-Bernauer Justin Pehl war es kein Spiel wie jedes andere: "Klar, ist es was Besonderes, wenn man gegen seinen ehemaligen Verein spielt. Da ist man besonders motiviert. Ich bin mit meiner Leistung ganz zufrieden, eine Torvorlage konnte ich geben, gern hätte ich auch ein Tor geschossen. Überrascht war ich, wie herzlich ich hier empfangen wurde."

Aufstellungund Statistik

FSV Bernau: Danny Kempter - Tassilo Mahnke, Thorsten Wiese, Leonnel Noukimou, Philipp Marcel Schmid - Lucas König (63. Max Schulz), Paul Petermann, Marinko Becke - Marcus Vinicius da Silva Freitas, Andy Keugne Madjouka (84. Moussa Doumbia) - Antrew Lubega (75. Alex Kilias)Schiedsrichter: Nico DreschkowskiZuschauer: 50

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