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Fußball
Punkteteilung im Barnim-Duell

Hatte die beste Möglichkeit in Halbzeit 1: Preussens Kim Schwager, hier  verfolgt vom Teamkollegen Ceif Ben-Abdallah und Einheits Tom Schneider.
Hatte die beste Möglichkeit in Halbzeit 1: Preussens Kim Schwager, hier  verfolgt vom Teamkollegen Ceif Ben-Abdallah und Einheits Tom Schneider. © Foto: Britta Gallrein
Britta Gallrein / 16.12.2019, 11:00 Uhr
Bernau (MOZ) Wenn nach dem Spiel beide Teams zufrieden sind und die Trainer sich auf die Schultern klopfen, dann kann Weihnachten doch wirklich kommen. Geschenke gab es auch im Barnim-Duell der Brandenburgliga zwischen Gastgeber TSG Einheit Bernau und Preussen Eberswalde, nämlich für jede Mannschaften einen Punkt. Viel mehr Spannendes gab es dann aber auch nicht.

Denn die Eberswalder zeichneten sich vor allem durch ihre bombensichere Verteidigung aus. Die Reihe um den erfahrenen Abwehrchef Christian Amuri ließ sich von den agilen Bernauern, die mehr Druck nach vorne entwickelten, nicht den Schneid abkaufen und verhinderte sicher alle Chancen, unter anderem durch Max Walter und Luca Radecke.

Dann ein Schreckmoment in der 41. Minute. Im Gewühl vor dem Bernauer Strafraum touchierte Preussens Thorben Schöffel Gegner Fritz Söllner. Der verdrehte sich unglücklich das Knie, klappte zusammen. Für Söllner war die Partie danach vorbei, er musste mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht werden. Genau ein Jahr, nachdem er sich in der vorherigen Saison auch verletzt hatte. "Ich darf den einfach im letzten Spiel der Rückrunde nicht mehr einsetzen", so Einheit-Trainer Nico Thomaschewski später lakonisch. "Für den Jungen tut mir das so leid. Der hat sich so gut durch die Reha gekämpft."

Die größte Chance für die Preussen war ein Geschenk der Bernauer. Einheit-Innenverteidiger Martin Lange rutschte auf dem Kunstrasen aus und versuchte, den Ball im Fallen zurück zum eigenen Keeper zu spielen. Preussen-Stürmer Kim Schwager grätschte dazwischen, hatte nur noch Niklaas Seifarth vor sich. Aber Schwagers Schuss zischte haarscharf am Gehäuse vorbei. Eine Chance, die sich der Routinier sonst nicht so leicht entgehen lässt.

In Hälfte 2 hatten die Gastgeber die klareren Chancen, unter anderem der Neuzugang aus der A-Jugend des BFC Dynamo, Luca Radecke.

Preussen spielte ab der 62. nur noch zu zehnt. Steven Zimmermann musste nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb/Rot vom Platz. Doch die Hausherren konnten die Überzahl nicht zu ihrem Vorteil nutzen. Einen gut platzierten Schwager-Freistoß über die Mauer konnte Einheit-Keeper Niklaas Seifarth über die Latte lenken, auf der anderen Seite entschärfte Pawel Kosarzecki eine gute Möglichkeit von Florian Klose. Das war es dann aber auch.

Trainer loben ihre Teams

"Es war eine riesige Leistung von meinen Jungs, die haben ein hervorragendes Spiel gemacht. Wir haben gegen eine Mannschaft, die dreimal hintereinander gewonnen und 40 Tore geschossen hat, zu Null gespielt und hatten sechs 100-prozentige Chancen. Bei Situationen in Überzahl fehlt uns noch die Cleverness und die Erfahrung mit vier, fünf 18- und 19-Jährigen im Zentrum, das nehme ich denen aber nicht übel. Ich bin super zufrieden mit der Mannschaft, die wir jetzt auf dem Platz haben."

Auch sein Gegenüber, Preussen-Coach Frank Schwager zollte seinem Team Respekt. "Aufgrund der kämpferischen Einstellung, vor allem nach der  Gelb/Roten Karte, ist der Punkt für uns nicht unverdient. Bernau hatte keine klaren, 100-prozentigen Chancen. Insgesamt ist Einheit fußballerisch schon ein bisschen stärker hier auf diesem Boden, das hat man gemerkt, aber ich denke, wir haben uns teuer verkauft."

Bernau: Niklaas Seifarth – Marvin Dumke, Martin Lange, Julian Graf, Tom Schneider - Florian Klose, Fritz Söllner (41. Dennis Kamin), Timm Gromelski, Max Gerhard - Maximilian Walter, Luca Radecke

Eberswalde: Pawel Kosarzecki – Eric Krause, Tobias Koepnick, Christian Amurim Nick Lange - Kohei Suzuki, Steven Zimmermann, Thorben Schöffel, Jean-Pierre Dellerue - Ceif Ben-Abdallah, Kim Schwager

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