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Basketball
Am Ende flattern die Nerven

Loks Till Hornscheidt erzielte im Spiel gegen die Iserlohn Kangaroos 16 Punkte und war der beste Werfer.
Loks Till Hornscheidt erzielte im Spiel gegen die Iserlohn Kangaroos 16 Punkte und war der beste Werfer. © Foto: Ricardo Steinicke
Ricardo Steinicke / 13.01.2020, 11:00 Uhr
Bernau Trotz guter Vorzeichen mit einem kompletten Trainingskader unter der Woche, schlug bei den Bernauern pünktlich zum Spieltag das Verletzungspech zu. Gleich drei Akteure aus dem Team von Lok-Trainer René Schilling konnten die Reise am Samstag nach Iserlohn nicht mit antreten. Konstantin Kovalev und Abi Kameric verletzten sich im Training. Mit Alexander Blessig (Rückenprobleme) meldete sich dann auch noch ein zweiter Aufbauspieler ab.

Entsprechend holprig kamen die Brandenburger bei den Iserlohn Kangaroos in die Gänge. Dan Oppland und Kresimir Nikic übernahmen in der Anfangsphase die Verantwortung und erzielten die ersten Bernauer Punkte. Bereits hier deutete sich an, dass man trotz dezimierter Formation mit den Hausherren mithalten kann. Nach einem Dreier von Evans Rapieque lag Bernau erstmals mit fünf Zählern vorn (14:9, 6. Minute). Iserlohn fand aber schnell die passende Antwort. Überhaupt zeigten sich die Bernauer im Vergleich zur Vorwoche deutlich treffsicherer aus der Distanz. Am Ende fanden elf Würfe ihr Ziel.

Vor allem die jungen Bernauer zeigten eine starke Leistung. Malte Delow, Till Hornscheidt und Evans Rapieque teilten sich die Aufgabe im Spielaufbau und führten das Team zu einer 51:42-Führung kurz vor Halbzeit. Das war zugleich die höchste Führung dieses durchweg engen Spiels. Die Kangaroos weckten die Halle aber mit einem 7:0-Lauf bis zur Halbzeitsirene auf. Lok ging dadurch nur mit einem knappen 51:49-Vorsprung in die Kabine.

Aber auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel umkämpft. Beide Teams zogen in der Defensive an. Jeder kleine Run wurde prompt auf der anderen Seite beantwortet. Erst zur Mitte des Schlussviertels gelang es Bernau, sich wieder ein kleines Polster zu erkämpfen. Nach Punkten von Dan Oppland, Till Hornscheidt und Kresimir Nikic stand es 74:81.

Gäste zeigen plötzlich Nerven

Noch vier Minuten Restspielzeit. Iserlohn konnte in den folgenden Angriffen nicht verkürzen. Malte Delow erhöhte sogar noch per Korbleger, ehe der für Iserlohn eingewechselte Chris Frazier per Dreier verkürzte. Lorenz Brenneke legte per Korbleger nach. Joshua Dahmen verkürzte für Iserlohn per Dreier zum 85:80. Weniger als zwei Minuten waren da noch zu spielen. Und die Bernauer zeigten vor der lautstarken Kulisse in der Matthias-Grothe-Halle nun doch Nerven. Nach einem Anschlusstreffer von Elijah Allen von der Freiwurflinie, traf auch Bernaus Routinier Dan Oppland nur einen Wurf von der Linie. Im folgenden Angriff traf Frazier für die Kangaroos einen weiteren Dreier. Der Bernauer Vorsprung schmolz drei Sekunden vor Schluss auf 86:84 zusammen. Oppland wurde direkt gefoult und vergab dann sogar beide Versuche. In den verbleibenden Sekunden verfehlte der letzte Wurf der Kangaroos dann aber das Ziel.

Till Hornscheidt zeigte mit seinen 16 Punkten sein bisher bestes Spiel und beschenkte sich damit selbst zu seinem Geburtstag.

Gut für das Selbstbewusstsein

Lok-Coach René Schilling: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. In Anbetracht der Situation und drei fehlender Spieler haben wir als Team das Maximum aus dem Spiel herausgeholt. Das dürfte gut fürs Selbstbewusstsein sein, zumal der nächste schwere Gegner auf uns wartet. Es gilt jetzt, den Fokus auf Oldenburg zu legen und möglichst alle Spieler wieder fit zu bekommen."

Am nächsten Sonntag um 17 Uhr trifft Lok-Bernau im Heimspiel auf die Baskets Juniors Oldenburg.

Bernau: Till Hornscheidt (16 P), Dan Oppland (15), Malte Delow (13), Lorenz Brenneke (13), Kresimir Nikic (11), Nolan Adekunle (6), Evans Rapieque (5), Till Isemann (4 P), Ben Lingk (3)

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