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Judo
"Und dann schauen wir mal..."

Die erfolgreichen Schützlinge unter seinen Fittichen: Trainer Hartmut Ott mit Maximilian Grumblat, Hannes Katzorke, Paulina Katzorke und Celina Stelter (von links)
Die erfolgreichen Schützlinge unter seinen Fittichen: Trainer Hartmut Ott mit Maximilian Grumblat, Hannes Katzorke, Paulina Katzorke und Celina Stelter (von links) © Foto: Verein
Dirk Schaal / 08.02.2020, 05:30 Uhr
Bernau (MOZ) Die Vorbereitungen auf die Norddeutsche Einzelmeisterschaft der U 18 und U 21 gehen derzeit bei den Judoka des PSV Bernau in die heiße Phase. "Natürlich wird jetzt speziell auf die Meisterschaft hin trainiert. Da wird speziell auf die vier Athleten, ihre Stärken und Schwächen eingegangen", erklärte Trainer Hartmut Ott. Dreimal bittet er noch in der nächsten Woche auf die Matte, bevor sich seine vier Starter im niedersächsischen Lutten mit den besten Judokas des Nordens messen.

"Man darf nicht vergessen, dass alle vier der jüngere Jahrgang 2004/2005 sind. Das kann schon eine ganze Menge ausmachen, speziell in den Kraftwerten", sagte Trainer Hartmut Ott, der eigentlich nur Otti gerufen wird. Trainer ist eigentlich nur die halbe Wahrheit, denn auch der Sozialpädagoge, der Tröster und der Eltern- und Jugendversteher in ihm ist fast genauso oft gefragt. "Man muss da auch sehr behutsam sein. In diesem Alter locken viele andere Dinge außerhalb des Sports. Wenn man zu viel Druck aufbaut und Erfolge ausbleiben, dann verabschieden sie sich schon mal vom Judo. Da ist es wichtig, zusammen mit den Eltern eine echte Stütze zu sein", weiß Otti, der mit seinen Schützlingen schon etliche Erfolge feiern konnte.

Titel vorab verteidigt

Qualifiziert hatten sich die vier Bernauer  im Landeswettkampf unter 120 Judoka aus 30 Vereinen in Strausberg. Aus Bernauer Sicht, sind Sportler und Trainer mit gemischten Gefühlen zu den Meisterschaften gefahren. Einerseits wollte der Landesmeister des letzten Jahres Maximilian Grumblat seinen Titel verteidigen und andererseits war abzuwarten, wie sich die jüngsten Bernauer Teilnehmer, Paulina Katzorke und Celina Stelter, sich in der Altersklasse U 18 erstmals schlagen würden.

Den Anfang machten auch genau die beiden Youngsters im internen Bernauer Vereinsduell in der Gewichtsklasse bis 44 kg, den Paulina Katzorke für sich entschied. Diesen erfolgreichen Auftakt nutzte sie und ließ weitere zwei eindrucksvolle Siege gegen Hoffmann und Kaiser von Ippon Finsterwalde folgen. Sehr zur Freude des Trainers setzte die junge Bernauerin im Kampf Dinge um, die kurz vorher im Training besprochen und geübt wurden. Für Celina Stelter lief es nicht an diesem Tag nicht ganz so optimal, denn die Aufregung und Anspannung konnte sie im Turnierverlauf nie komplett ablegen. Wenn ihr das Gelingen sollte, dann ist beim nächsten Mal die eine oder andere Überraschung möglich. Sie konnte sich am Ende des Tages über die Bronzemedaille freuen.

Hannes Katzorke (-46 kg) erging es fast genauso, auch er war in den ersten Begegnungen Opfer seiner Nervosität, so dass er erst einmal Lehrgeld zahlen musste und erste Kämpfe verlor. Aber im entscheidenden Kampf gegen Wendland vom PSV Frankfurt, gegen den er im letzten Jahr noch knapp verloren hatte, konnte er mit einem schönen O-Uchi-Gari (Innensichel) den Kampf siegreich für sich entscheiden und den dritten Platz belegen.

Sehr souverän in seinen drei Kämpfen gegen Amoah (Lauchhammer), Baranowska und Stange (RSV Eintracht) präsentierte sich der alte und neue Landesmeister Maximilian Grumblat in der Gewichtsklasse über 90 kg. In all seinen Begegnungen konnte er seinen Griff gut durchsetzen und eindrucksvoll für seine Techniken anwenden. Wenn es nicht gleich zum direkten Punkt (Ippon) reichte, so erkannte Max gedankenschnell die Situation am Boden und hielt seine Kontrahenten im Haltegriff bis zum Sieg fest.

Vier Bernauer Teilnehmer, zwei Landesmeister und zwei Bronzemedaillen, das war ein tolles und nicht zu erwartendes, aber ein sehr schönes Ergebnis für die kleine Bernauer Judo Delegation gewesen.

Medaillen sind drin

Für die Norddeutsche Meisterschaft ist Hartmut Ott auch recht zuversichtlich. "Ich denke, Medaillen sind möglich. In der Statistik der letzten Jahre ist ersichtlich, dass ein Landesmeister immer unter die ersten Vier gekommen ist", erklärte Otti, der aber keinen Druck aufbauen möchte: "Wichtig ist, dass jeder sein Leistungsvermögen abrufen kann und dann schauen wir mal..."

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