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Basketball
Den Turbo zu spät gezündet

Wieder bei Lok dabei: Der Bernauer Lorenz Brenneke machte in Itzehoe 15 Punkte.
Wieder bei Lok dabei: Der Bernauer Lorenz Brenneke machte in Itzehoe 15 Punkte. © Foto: Ricardo Steinicke
Ricardo Steinicke / 10.02.2020, 11:00 Uhr - Aktualisiert 11.02.2020, 18:44
Bernau Vor allem die starke Trefferquote der Gastgeber aus der Distanz machte den Bernauern zu schaffen. Das späte Aufbäumen brachte den Itzehoer Sieg nicht mehr in Gefahr. Dan Oppland war auf Bernauer Seite mit 16 Punkten bester Werfer.

Nach zwei Ausfällen in der Vorwoche, waren beim Auswärtsspiel am Samstagabend wieder alle Mann an Bord der Lok. Sowohl Lorenz Brenneke wie auch Ben Lingk waren wieder dabei. Und auch die Itzehoe Eagles meldeten nicht nur ihr Team in Bestbesetzung. Auch die Halle war im ersten Heimspiel der Hausherren als Tabellenführer in der ProB mit über 700 Zuschauern restlos ausverkauft. Bernau überraschte mit einer großen Formation zu Beginn: Malte Delow, Till Hornscheidt, Lorenz Brenneke, Till Isemann und Kresimir Nikic wurden von Lok-Coach René Schilling aufs Feld geschickt. Delow eröffnete direkt mit den ersten Punkten. Anschließend entwickelte sich aber das erwartet enge Duell – zumindest bis die Eagles nach drei Dreiern von Chaed Wellian und Flavio Stückemann heiß liefen (25:15, 9. Minute). Die Bernauer kämpften verbissen, konnten den Rückstand im Verlauf des zweiten Viertels aber nicht verkleinern. Die starken Wurfquoten der Itzehoer aus der Distanz mit jenseits der 40 Prozent verhinderten in dieser Phase eine Aufholjagd. Beim 32:43 ging es in die Halbzeitpause.

Der Gastgeber legt vor

Den besseren Start im zweiten Durchgang erwischte auch wieder der Tabellenführer. Marko Boksic mit fünf Punkten und Flavio Stückemann per Dreier erhöhten direkt den Vorsprung. Dan Oppland hielt für Lok den Anschluss zum 35:51. Dennoch kontrollierten die Eagles weiter die Offensive der Brandenburger Gäste und machten die Aufholjagd schwer. Zudem häuften sich nun wieder Fehler im Angriff. Einen zwischenzeitlichen 6:0-Lauf von Itzehoe beantwortete dann Till Isemann per Alley Oop Dunk (41:59, 17. Minute). Aus der Distanz lief zudem bei Bernau auch nicht viel zusammen, so dass der Rückstand deutlich wurde. Bis zum Schlussviertel verkürzte Lok noch mit Freiwürfen von Konstantin Kovalev und einem erfolgreichen Dreier von Lorenz Brenneke.

Mit 51:66 – also 15 Zählern Rückstand – ging es in das entscheidende Spielviertel. Bernau zeigte eine energiegeladene und engagierte Leistung. Die deutlich größere Erfahrung der Itzehoer war aber erkennbar und zahlte sich am Ende aus. Auch als Malte Delow vier Minuten vor Schluss mit einem Dreier verkürzte, konterten die Eagles direkt das Bernauer Aufbäumen. Eagles-Topscorer Christopher Hooper (22 Punkte) war auch in dieser Phase wieder überragend. Konstantin Kovalev, Malte Delow und Dan Oppland zündeten dann in den letzten Minuten noch den Bernauer Turbo. Allerdings zu spät, um den Itzehoer Sieg noch zu verhindern. Am Ende verlieren die Brandenburger 80:87 bei den Itzehoe Eagles.

Die Tabellensituation in der ProB und der Kampf um die Play-offs bleibt unverändert spannend. Drei Spiele stehen nun in der Hauptrunde noch aus. Bernau (10 Siege) verliert mit dieser Niederlage weiter Boden auf den Neuntplatzierten Oldenburg (9 Siege) und benötigt nun in den verbleibenden Spielen dringend Siege.

Die Trainerstimme

Lok-Coach René Schilling: "Itzehoe hat wie erwartet körperlich mit viel Intensität gespielt, dazu innen wie aussen selbstbewusst gescort. Das hat uns phasenweise den Mut genommen und gleichzeitig Fehler produziert. Hinten raus haben wir uns dann aber doch ins Spiel zurückgekämpft, die richtige Aggressivität gefunden und aufgeholt. Schlussendlich waren wir aber nicht konstant genug. Die Art und Weise wie wir aber am Ende gespielt haben, war gut. Das müssen wir mit ins nächste Spiel nehmen."

Das nächste Heimspiel von Lok Bernau steht bereits am Freitag an. Zur Premiere eines Freitagsspiels in der Erich-Wünsch-Halle gastieren die Dresden Titans zum Ostderby. Das Heimspiel beginnt um 20 Uhr. Tickets für dieses wie auch alle anderen Heimspiele von Lok Bernau sind online im Ticketshop unter www.ssv-lok-bernau.de/tickets erhältlich.

Lok Bernau: Dan Oppland (16 P., 7 Reb), Malte Delow (15 P), Lorenz Brenneke (15 P), Kresimir Nikic (12 P, 10 Reb), Konstantin Kovalev (9 P), Evans Rapieque (5 P, 4 Ass), Till Isemann (4 P), Abi Kameric (4 P), Till Hornscheidt, Nolan Adekunle, Ben Lingk

Viertelstände: 17:27, 32:43, 51:66, 80:87

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