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Hohe Sanierungskosten
Das Kantorhaus ist den Bernauern lieb – und teuer

Übernahme für einen Euro: 2011 kaufte die Stadt das Kantorhaus vom Landkreis. Jetzt wird es grundhaft saniert.
Übernahme für einen Euro: 2011 kaufte die Stadt das Kantorhaus vom Landkreis. Jetzt wird es grundhaft saniert. © Foto: Wolfgang Rakitin
Sabine Rakitin / 12.02.2020, 18:35 Uhr
Bernau (MOZ) "Eine Liebesheirat war das nicht", sagt Bernaus Baudezernent Jürgen Jankowiak. Er meint damit die Übernahme des Kantorhauses vor acht Jahren. Damals hatte der Kreis das älteste Haus Bernaus an die Stadt verkauft. Seitdem steht es leer, denn Ideen zur Nachnutzung des Fachwerkgebäudes aus dem Jahre 1583, beispielsweise als Trauzimmer, liefen ins Leere.

Der Zustand des zuletzt 1986 grundsanierten Hauses ist nicht besser geworden. Im Sockelbereich und an den Außenwänden gab es starke Feuchtigkeitsschäden. Die Schwellenhölzer mussten erneuert werden. Beim Herausreißen der Fußböden im Inneren vor einem Monat wurde weiterer Handlungsbedarf sichtbar. Die Fundamente waren marode. Rund 590 000 Euro hatte die Stadt für die Grundsanierung des Kantorhauses eingeplant, als die Schäden im Inneren noch nicht bekannt waren, bemerkt Dezernent Jankowiak. Wie hoch die Kosten letztendlich sein werden, wagt er noch nicht zu sagen. "Im Spätsommer sollten wir mit der Sanierung durch sein", hofft er. Angedacht ist, den Kostümfundus aus dem Stadtgärtnerhaus im Kantorhaus unterzubringen.

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