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Fußball
Ahrensfelder A-Junioren scheitern an Energie Cottbus

Steffen Kretschmer / 14.03.2020, 11:30 Uhr
Ahrensfelde (MOZ) Die A-Junioren des SV Grün-Weiß Ahrensfelde sind selbstbewusst. Davon zeugt die Aussage von Trainer Marco Fiedler, der vor allem die erste Halbzeit seiner Jungs im Landespokal-Viertelfinale kritisierte – ein Pflichtspiel gegen einen Junioren-Bundesligisten. Auch gegen den FC Energie Cottbus sprach der Coach klar an, was nicht passte.

"Warum auch nicht?", so Fiedler. "Die ersten 45 Minuten waren erschreckend." Aber: "Die zweite Halbzeit dagegen super. Die Art und Weise wie wir aufgetreten sind, hat mir anfangs einfach nicht gefallen. Ich hatte schon gehofft, dass wir ein wenig mutiger agieren können."

Allein sechs Treffer resultierten beim 2:10 der Ahrensfelder Youngster gegen Cottbus aus der ersten Hälfte. Danach lief es wesentlich besser. Und das nicht, weil der Vertreter der Junioren-Bundesliga zwei Gänge zurückschaltete, sondern der Kreisligist aus dem Fußballkreis Oberhavel/Barnim sportlich zulegte. "Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, dass wir überhaupt nichts zu verlieren haben", so Trainer Marco Fiedler. "Sie sollten einfach die Zuschauer und sich selbst belohnen. Das hat dann alle noch einmal gepusht." Was dann passierte, sei ein geniales Erlebnis gewesen.

Ahrensfelde bot Energie plötzlich nicht nur läuferisch, sondern auch spielerisch die Stirn und verdiente sich die beiden von 506 Fans enthusiastisch gefeierten Tore. "Das hat richtig Laune gemacht", freute sich Nils Schreiber nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:7. Zuvor hatte schon Marcel Schlee getroffen. Dieser ordnete sein Erfolgserlebnis in die Kategorie "Tor wie jedes andere ein. Das Gefühl ist aber natürlich super, gegen den Bundesliga-Nachwuchs von Cottbus getroffen zu haben".

Marcel Schlee war einfach nur glücklich dabei gewesen zu sein. Auf einen Einsatz im Pokal gehofft hatte er schon, selbstverständlich war dieser jedoch nicht. Denn der Ahrensfelder Kicker ist gerade erst von den B-Junioren eine Altersklasse hochgerückt. "Ich habe schon die Vorbereitung bei der A-Jugend mitgemacht und in der vergangenen Woche durchgespielt. Dass das gegen Energie nicht so war, ist völlig in Ordnung. Die anderen Jungs sind viel länger dabei und haben einiges mehr erreicht. Deshalb war es klar, dass ich nicht von Beginn an spiele", sagt Marcel Schlee.

In diesem Pokalviertelfinale trafen zwei starke Mannschaften aufeinander. Doch warum war der Favorit am Ende doch acht Tore besser? "An den Wochenenden sind wir in der Liga die Mannschaft, die den Raum hat. Cottbus hat es trotzdem geschafft, obwohl wir sehr eng standen und angelaufen sind, Platz zu haben. Die Außenverteidiger waren auch schneller als ich, obwohl ich eigentlich ein relativ hohes Tempo habe", sagt Marcel Schlee. "Das sind einfach schon fast Profis, die den Fußball leben und zweimal am Tag Training haben. Dieses Pensum haben wir in einer Woche."

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