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Tiefbau
Basdorfer Rosenstraße wird nach langem Warten endlich saniert

Hans Still / 23.03.2020, 20:01 Uhr
Basdorf (MOZ) Wenn es wieder länger dauert, empfiehlt eine bestimmte TV-Werbung einen kalorienhaltigen Nußriegel. Den Anwohnern der Basdorfer Rosenstraße dürfte, sofern sie diesem Rat gefolgt sind, längst ein Zuckerschock diagnostiziert worden sein.

Tatsächlich gehen die ersten Forderungen zur Sanierung der Rosenstraße schon ins Jahr 2013 zurück. Gerade in den trockenen Monaten leiden die Basdorfer Anlieger unter dem permanenten Staub, der selbst durch Fahrzeuge im Schritttempo aufgewirbelt wird.

Zur Wahrheit gehört allerdings, dass die Wenigsten im Schrittempo auf dieser Piste unterwegs waren. So entstand schon vor Jahren die Forderung, im Sommer die Straße zu wässern oder gar für den Durchgangsverkehr zu sperren.

Doch nun geschieht das fast Unfassbare: Seit einer Woche laufen in der Basdorfer Siedlung Waldfrieden die Arbeiten zum Ausbau der Rosenstraße. Bis auf einen bereits ausgebauten kurzen Abschnitt zwischen Rosengarten und Fliederstraße  soll der rumpligen Sandpiste zu Leibe gerückt werden. Jahrelang, so die Wandlitzer Verwaltung, konnte der Bitte nach einem grundhaften Straßenausbau nicht entsprochen werden, weil die Verlegung von Schmutzwasserleitungen nicht abgeschlossen war. Erst im Zusammenhang mit der schrittweisen Entwicklung des ehemaligen Polizeischulareals wurde auch die Erschließung des Siedlungsgebietes Waldfrieden fertiggestellt, so dass nun die Voraussetzungen für den grundhaften Straßenausbau der Rosenstraße vorliegen.

Davon war zum Ende der vergangenen Woche schon Einiges zu sehen. Bevor mit den eigentlichen Arbeiten zum grundhaften Ausbau der Rosenstraße begonnen werden konnte, mussten zunächst rund 40 kleinere und mittlere Bäume – davon 14 genehmigungspflichtige –  im Bereich der späteren Entwässerungsmulden gefällt werden.  Dafür lag eine Sondergenehmigung vor.

Vor dem Fällen musste bei jedem Baum geschaut werden, ob sich dort möglicherweise Nist- und Brutstätten befinden. Reinhard Mendel, Unternehmer aus Klosterfelde, beseitigte am Donnerstag und Freitag die letzten Wurzeln der Bäume, die gefällt werden mussten. Mulde um Mulde belud der Mann, der in Klosterfelde vor allem mit dem Verkauf von Brennholz befasst ist.

Zwei Bauabschnitte

Um die baubedingten Behinderungen der Anwohner der Rosenstraße auf ein Mindestmaß zu reduzieren, teilt die Verwaltung die Maßnahme in zwei Bauabschnitte ein. Im ersten Abschnitt zwischen Waldheimstraße und Rosengarten werden über eine Länge von rund 220 Meter die Fahrbahn in einer Breite von 5,50 Meter in Asphaltbauweise ausgebaut sowie ein 1,50 Meter breiter straßenbegleitender Gehweg realisiert. Außerdem wird seit Montag im Straßennebenbereich eine Abwasserdruckleitung einge-baut.

Zeitgleich wird auch mit den Arbeiten im zweiten Bauabschnitt zwischen Fliederstraße und Waldkorso begonnen. Über eine Länge von rund eintausend Metern entsteht dort eine 4,80 Meter breite Fahrbahn in Asphaltbauweise mit seitlichen Entwässerungsmulden ohne Gehweg.

In beiden Bauabschnitten erhalten die Grundstückszufahrten eine Pflasterung mit Betonsteinen. Eine moderne Beleuchtung gibt es in der Rosenstraße bereits zum größten Teil. Nur im ersten Bauabschnitt von der Waldheimstraße bis zum Rosengarten werden die alten Bogenleuchten aus den 1970er-Jahren durch neue Lampen vom Typ "Toledo" mit sparsamer LED-Technik ersetzt.

Bis zum Jahresende gesperrt

Das Wandlitzer Bauamt geht davon aus, dass die Arbeiten an den beiden Bauabschnitten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Rosenstraße ist die gesamte Zeit für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Lediglich Anwohner, Entsorgungs- oder im Ernstfall auch Rettungsfahrzeuge können die Straße während der gesamten Bauphase passieren.

Mit diesen Einschränkungen, so eine Anwohnerin, lasse sich leben. Wichtig sei, dass endlich begonnen wurde.

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