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Brandstiftung
Flammenmeer im Wald bei Schönwalde

Sabine Rakitin / 05.04.2020, 18:00 Uhr - Aktualisiert 06.04.2020, 11:58
Schönwalde/Basdorf (MOZ) Sonnabend um 23.09 Uhr meldete ein Anrufer bei der Integrierten Leitstelle NordOst in Eberswalde ein Feuer im Wald zwischen Schönwalde und Basdorf. Sechs Minuten später ertönten die Sirenen in Schönwalde.

Um 23.22 Uhr war die freiwillige Wehr vor Ort – zunächst mit 13 Einsatzkräften. Da brannten die Holzpolter bereits lichterloh, sagt Einsatzleiter Rico Böttcher. Zwei  befanden sich direkt an der Waldgrenze. "Einige Kiefern hatten bereits bis in die Baumspitzen Feuer gefangen", erzählt der Ortswehrführer von Schönwalde. Vorrangiges Ziel sei es deshalb gewesen, das Übergreifen der Flammen auf den Wald zu verhindern.

In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag wurden die FFW im Bereich Wandlitz gegen 1:20 Uhr alarmiert und rückten ins Waldgebiet zwischen Basdorf und Schönwalde aus. Dort brannten   Holzstapel, die Löscharbeiten endeten in den Morgenstunden. Man geht von einer Brandstiftung aus, was noch nicht bewiesen ist.
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Waldbrand zwischen Basdorf und Schönwalde

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Schnell rückten zur Verstärkung die Ortswehren aus Schönerlinde, Basdorf, Klosterfelde, Wandlitz und Zerpenschleuse an. Nachalarmiert wurden später noch die Wehren von Ahrensfelde und Bernau-Birkholz sowie aus Mühlenbeck und Schildow (beide Oberhavel). Insgesamt waren an die 80 Frauen und Männer und 15 Tanklöschfahrzeuge im Einsatz gegen die Flammen. "Im Wald gibt es ja keine Hydranten. Deshalb brauchten wir die Unterstützung der anderen Wehren mit ihren Fahrzeugen", erzählt Einsatzleiter Böttcher. So kam die Zerpenschleuser Wehr mit ihrem großen TLF 1646 und die Schildower Feuerwehr, die einen Tatra mit einem 9000-Liter-Wassertank besitzt. "Die haben uns sehr geholfen", sagt Schönwaldes Ortswehrführer.

Brandherde an mehreren Stellen

Etwa ab 1.30 Uhr habe man das Feuer langsam unter Kontrolle bekommen, gegen 3 Uhr "gut" kontrolliert. Die Restlöscharbeiten dauerten bis zum Morgen. An den Eigentümer Brandenburger Landesforst übergeben werden konnte die Brandstelle erst im Laufe des Vormittags.

Nach Angaben der Polizei  standen in der Nacht zwei Holzpolter von jeweils etwa 100 Meter Länge, drei Meter Höhe und drei Meter Tiefe in Flammen. Hauptbrandmeister Marco Böttcher spricht von vier Holzpoltern. Einer sei etwa 500 Meter lang gewesen und habe an zwei Stellen gebrannt. An drei weiteren Poltern sei ebenfalls gezündelt worden, schildert er seine Beobachtungen. Sowohl die Barnimer Polizei als auch der Feuerwehr-Einsatzleiter sind überzeugt, dass es sich um Brandstiftung handelt.

Wer Hinweise zu dem Brand geben kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 03338 3610 direkt an die Polizeiinspektion Barnim zu wenden.

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