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Grünste Hochschule feiert 25 Jahre

Ellen Werner / 26.04.2017, 19:55 Uhr - Aktualisiert 27.04.2017, 10:16
Eberswalde (MOZ) Sie nennt sich "Deutschlands grünste Hochschule". Mit einem Festakt und einer Studentenparty hat die Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) am Dienstag ihr Jubiläum gefeiert. Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) gehörte zu den Gratulanten.

Mit einem zweistündigen Festakt im Pfeil-Auditorium feierte die Hochschule Eberswalde am Dienstag ihr 25-jähriges Bestehen. Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zählte zu den Gästen. Der Abend klang im Haus Schwärztal aus.
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Festakt 25 Jahre Hochschule

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Eine Frau, der keiner die Butter vom Brot nehmen kann - so kündigt der Hochschulpräsident die Bundesumweltministerin an. "Den Kalauer konnte ich nicht liegen lassen", erklärt Professor Wilhelm-Günther Vahrson dem Publikum im vollbesetzten Wilhelm-Pfeil-Auditorium auf dem Waldcampus. Wer sich mit Barbara Hendricks Vita befasse, stoße schnell auf das Thema, mit dem die SPD-Frau mal promovierte: Margarine.

Den unterhaltsamen Einstieg für den als "Sustainibility Lecture", Nachhaltigkeitsvorlesung, Festvortrag Hendricks kann die Ministerin toppen. An die Margarine-Geschichte werde sie häufig erinnert, sagt sie. So auf einer Veranstaltung, bei der sich der Redner nach ihr, Medizin-Nobelpreisträger, mit seinem Doktorthema outete: Bohnerwachs. Einer der größten Heiterkeits-Erfolge des Festaktes am frühen Dienstagabend.

Im Anschluss liefert Hendricks einen eher trockenen Abriss der Klimaschutzziele Deutschlands und beendet die "Lecture" deutlich früher als erwartet. Doch der HNE spricht sie große Anerkennung aus. "Es sind ja zentrale Menschheitsfragen im 21. Jahrhundert, die Sie hier erforschen und auf deren Lösung wir alle angewiesen sind", sagt sie. Sie wünsche sich, "dass die 25 Jahre nur der Anfang einer erfolgreichen Entwicklung sind".

Am 1. April 1992, hatte Vahrson zuvor berichtet, waren die ersten 45 Forst-Studenten immatrikuliert worden. Heute hat die grüne Hochschule 2200 Studierende in 17 Studiengängen. "Drei weitere Studiengänge sind in der Pipeline", so Vahrson. Schon 1830 war in Eberswalde die erste "Höhere Forstlehranstalt" eröffnet worden. Die Nachfolgeeinrichtung wurde 1963 geschlossen. So war es vor 25 Jahren eigentlich eine Wiedergründung - für die Professor Gunther Wolff, der 2013 verstorbene Gründungsrektor, am Dienstag posthum geehrt wird. Vahrson enthüllt mit der Wahl-Eberswalder Künstlerin Antoinette deren Porträt des Wissenschaftlers. Es soll künftig in der Aula hängen.

Dass Forschung und Lehre damals zurück nach Eberswalde kamen, "war eine der besten und nachhaltigsten Entscheidungen für unsere Stadt", bekräftigt Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) auf der Veranstaltung im Pfeil-Hörsaal. Bodo Ihrke, Barnims SPD-Landrat, erinnert an interessante Entwicklungen der Anfangsjahre. So habe Wolff nach vier Jahren einen internationalen Studiengang aufbauen wollen, für den das Land kein Geld hatte. "Da hat der Landkreis vier Jahre lang diesen Studiengang finanziert."

Inzwischen habe Brandenburg die HNE mit mehr als 70 Millionen Euro unterstützt. Das berichtet Landeswissenschaftsministerin Martina Münch, die ebenfalls in Eberswalde gratuliert. Auch weiterhin werde das Land die HNE gut unterstützen. Münch gehört wie Ökopapst Michael Succow und weitere prominente Mitglieder dem neuen Transferbeirat an, der dafür sorgen soll, dass Forschungsergebnisse der Hochschule in die Gesellschaft getragen werden. Auch darin zeige sich die HNE bundesweit ganz vorn. "Sie haben ein Gespür für Entwicklungen der Zukunft", bescheinigt Münch der Hochschule.

Mit einem großen Bio-Buffet gingen die Festlichkeiten später im Haus Schwärzetal weiter. Bis in den frühen Mittwoch hinein wurde dort gefeiert - die Studierendenparty begann erst eine halbe Stunde vor Mitternacht.

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