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Wippen mit Segen des Kulturattachés

Es ist eröffnet: Friedhelm Boginski und Abdulrahman AlShamsi (r.) spielen mit den Kindern einer Berliner Kita.
Es ist eröffnet: Friedhelm Boginski und Abdulrahman AlShamsi (r.) spielen mit den Kindern einer Berliner Kita. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Simon Rayß / 10.05.2017, 06:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate sponsert einen Spielplatz für den Eberswalder Zoo - manch ein Leser mag angesichts dieser Meldung das Datum der Ausgabe überprüfen. Aber nein: Heute ist nicht der 1. April und die Nachricht auch kein April-Scherz.

Am Dienstagvormittag ist tatsächlich der Kulturattaché Abdulrahman AlShamsi im Zoo zu Gast gewesen, um den Spielplatz zwischen den Anlagen der Zebras, der Lamas und der Nasenbären einzuweihen. "Wir wollen kulturelle Verbindungen aufbauen, auch außerhalb Berlins", sagt er. "Wir freuen uns sehr, dass wir etwas beitragen können." Besonders, da die Spende Kindern zugutekomme.

Passenderweise nimmt kurz nach der Eröffnung des nunmehr achten Zoo-Spielplatzes eine Gruppe von Berliner Kita-Kindern die Attraktionen in Beschlag. 10 000 Euro hat die Botschaft über eine Stiftung dem Förderverein des Zoos zur Verfügung gestellt. Die Eberswalder Einrichtung konnte sich dann aussuchen, was auf dem Spielplatz entstehen sollte. Die restliche Organisation hat die Botschaft übernommen. "Die Spielgeräte kamen an und wir haben die Anlage noch ein bisschen verschönert mit Holz und Naturstein", erklärt Zoo-Leiter Bernd Hensch. Dass über die Botschaft eines fremden Landes eine derartige Förderung eingeht, ist auch für ihn ungewohnt.

Der Kontakt zur Vertretung der Vereinigten Arabischen Emirate in Berlin ist über den Stadtverordneten Martin Hoeck (FDP) zustande gekommen. Der arbeitet gleichzeitig auch als Vorstandsassistent beim Berliner Verein Ambassadors Club, der Botschaftern aus aller Welt eine Plattform zum Austausch bietet.

In einem nächsten Schritt wurde Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) in die Botschaft eingeladen. Rund ein Jahr ist das her. "Dort bin ich auf ganz offene Ohren gestoßen", sagt er am Rande der Eröffnung. "Die Chemie hat sofort gestimmt."

Botschaftsmitarbeiterin Rakia Bettal, die ebenfalls in Eberswalde zu Gast ist, erinnert sich: "Wir haben überlegt: "Was machen wir für die Stadt?'" "Da ist mir dann unser Zoo eingefallen", ergänzt Boginski. Tatsächlich ist Rakia Bettel bereits im vergangenen Sommer nach Eberswalde gekommen, auch um den Zoo zu besichtigen. "Ich bin verliebt in diese Stadt", sagt sie.

Als Zeichen der Verbundenheit zu den Vereinigten Arabischen Emirate können junge Zoo-Besucher von nun an wippen, balancieren, buddeln und auf einem im Boden eingelassenen Trampolin springen. Einen arabischen Einschlag haben die Spielgeräte jedoch nicht.

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