Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Schwere Zeiten für den Trödelhandel

Tristes Bild: Schon seit einigen Monaten ist die Trödelhalle in der Eisenbahnstraße geschlossen.
Tristes Bild: Schon seit einigen Monaten ist die Trödelhalle in der Eisenbahnstraße geschlossen. © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Franziska Wegner / 26.11.2010, 08:37 Uhr
Eisenhüttenstadt (In House) Die Vorhänge sind zugezogen, die Türen vergittert. Die weiße Trödelhalle im VII. Wohnkomplex ist verlassen. In Fenster hängt eine Deutschlandfahne und eine Telefonnummer des Besitzers. Dieser hat die Halle in der Eisenbahnstraße schon vor einigen Monaten geschlossen. Zu wenig Kundschaft sei in der Vergangenheit gekommen, klagt Trödelhändler Abdullah El Saaid. „Früher hatte ich viele Kunden. Jetzt aber wurden die Häuser abgerissen. Da wohnt doch keiner mehr“, begründet er die Entscheidung. Noch nutzt er die Halle als Lager. Doch gern würde er eine Hälfte vermieten. Große Schilder preisen seit Kurzem fast 1200 Quadratmeter Gewerbefläche in der ehemaligen Kaufhalle an.

Dabei ist die Umgebung eher karg. Schon vor einigen Jahren schloss die Pizza-Filiale in der Eisenbahnstraße. „Keine Kundschaft mehr“, sagt David Albrecht von Pizza Paradiso als Begründung. Auch die Halle dahinter steht seit Jahren leer. Lediglich das Ärztehaus und die Apotheke existieren noch.

Trödelhändler Abdullah El Saaid bot seine Waren in den letzten Monaten verstärkt auf Flohmärkten an. Nach Eisenhüttenstadt kam er mehrmals im Monat, um Sachen zu holen. „Ich bin viel unterwegs, oft auch in Burg und Cottbus“, sagt der Händler. Weil auch dieses Geschäft nicht mehr so lukrativ wie früher ist, will er im kommenden Jahr wieder in Eisenhüttenstadt die Türen öffnen. „Im Januar mache ich wieder auf“, sagt Abdullah El Saaid. Allerdings sei er auch jetzt unter der ausgehängten Telefonnummer erreichbar. „Wenn man etwas sucht, kann man bei mir nachfragen. Ich würde dann auch nach Eisenhüttenstadt kommen und zum Verkaufen aufschließen“, bietet der Händler an.

Vor vier Jahren war die Trödelhalle in der Eisenbahnstraße eröffnet worden. „Die meisten Sachen kommen aus dem Aktionshaus“, sagt Abdullah El Saaid. Drei Mal in der Woche sowie jeden zweiten Sonntag war in der Vergangenheit geöffnet. Kunden konnten in diversen Kisten wühlen und manchmal auch kleine Schätze finden. Gläser, Geschirr und Besteck gab es zu günstigen Preisen so wie auch zahlreiche Bücher und anderes.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG