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Fördermittel ermöglichen Altlastenbeseitigung auf dem Areal der alten Dachpappenfabrik und Umzug eines Fitnessstudios

Stadtentwicklung
Bescheide bereiten zwei Großprojekten den Weg

Geld für zwei Projekte: Oliver Findeisen, Inhaber der Fitness Company, Elfi Heesch vom Ministerium und Heike Köhler, Tiefbauamtsleiterin im Rathaus (v. l), bei der Übergabe.
Geld für zwei Projekte: Oliver Findeisen, Inhaber der Fitness Company, Elfi Heesch vom Ministerium und Heike Köhler, Tiefbauamtsleiterin im Rathaus (v. l), bei der Übergabe. © Foto: MOZ/Sven Klamann
Sven Klamann / 11.01.2018, 21:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Das erste Projekt dient der Vergangenheitsbewältigung, das zweite der Zukunftsgestaltung. Beide werden mit alles in allem 1,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung ermöglicht. Die Fördermittelbescheide dazu hat Elfi Heesch, Abteilungsleiterin für Stadtentwicklung und Wohnungswesen im Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, am Donnerstag im Eberswalder Rathaus übergeben.

Allein 1,3 Millionen Euro bekommt die Barnimer Kreisstadt, um auf etwa 15 000 Quadratmeter großen Areal der ehemaligen Dachpappenfabrik Büsscher und Hoffmann in der Nähe des Bahnhofs die Altlastenbeseitigung voranzutreiben. Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner rechnet dabei mit Gesamtkosten in Höhe von 1,75 Millionen Euro. Der durch Produktionsreste verseuchte Boden gilt als tickende Zeitbombe. "Wir haben das erste Los bereits ausgeschrieben, um keine Zeit zu verlieren", sagte die Baudezernentin. Die Auftragsvergabe werde der Hauptausschuss am 18. Januar vornehmen. Für etwa 130 000 Euro soll das Baufeld vorbereitet werden - durch den Abriss von Gebäuden und Baumfällarbeiten. Letztere müssen bis Ende Februar erledigt sein, weil Anfang März die Vogelbrutsaison beginnt. Das zweite. größere Los, die eigentliche Sanierung, könne jetzt ausgeschrieben werden. Über die Auftragsvergabe entscheide das Stadtparlament am 22. März. "Wir wünschen uns, dass ab Ende des Jahres von der Fläche dauerhaft keine Gefahr für die Umwelt mehr ausgeht", gab Anne Fellner als Ziel an.

Die Fabrik hat bereits 1980 ihre Produktion eingestellt.

Immerhin 200 000 Euro hat Oliver Findeisen, Inhaber der Fitness Company Eberswalde, an Fördermitteln erhalten. Das Geld fließt in den Umbau der ehemaligen Fabrikantenvilla der Chemischen Fabrik, die zum neuen Standort des Fitnessstudios wird. "Wir stecken gut eine Million Euro in unser Vorhaben", hob Oliver Findeisen bei der Übergabe des Förderbescheids hervor. Der Umzug in das denkmalgeschützte, Ende des 19. Jahrhunderts errichtete und zuletzt als Sitz des Arbeitsgerichtes genutzte Gebäude gehe mit einer räumlichen und inhaltlichen Angebotserweiterung einher, teilte der Inhaber mit. Auf einen Eröffnungstermin für die "Villa Vital", so der neue Name des Fitnessstudios, wollte sich Oliver Findeisen nicht festlegen lassen. Es seien aber bereits die Maler dort tätig. Aus der bisherigen Örtlichkeit sei die Stätte in ihrem 26. Jahr längst herausgewachsen. "Anfangs waren wir auch nur eine bessere Kraftsport- und Mucki-Bude, inzwischen fußt unser Portfolio auf vier Säulen: Fitness, Ernährungscoaching, Rehasport und Physiotherapie", sagt der Inhaber.

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