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Bernauer Stadtentwicklungsausschuss lehnt Wiedereinrichtung von Stellflächen in der Hussitenstraße ab

Stadtentwicklung
Für Parkplätze am Steintor fehlt es an Platz

Trotz Verbots: Die einstigen Stellplätze gegenüber der Stadthalle sind nach wie vor begehrt.
Trotz Verbots: Die einstigen Stellplätze gegenüber der Stadthalle sind nach wie vor begehrt. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Sabine Rakitin / 12.01.2018, 20:30 Uhr
Bernau (MOZ) Der Stadtentwicklungsausschuss hat am Donnerstag die Wiedereinrichtung von Parkplätzen vor dem Steintor in der Hussitenstraße mehrheitlich abgelehnt und für die Aufhebung eines entsprechenden Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung votiert. Er folgte damit einer Empfehlung der Stadtverwaltung.

Diese war zuvor mit einem Antrag zur Errichtung von zeitlich begrenzten Parkplätzen gegenüber der Stadthalle bei der Unteren Straßenverkehrsbehörde auf gehörige Skepsis gestoßen. Die Eberswalder Behörde verwies unter anderem auf die Fahrbahnbreite von 7,50 Meter und den schmalen, niveaugleichen Gehweg. Bei der geringen Fahrbahnbreite sei beim Rückwärtsausparken ein Überfahren des Gehweges notwendig. Dies stelle eine erhebliche Gefahr für Fußgänger dar, argumentierten die Experten und verlangten von der Stadt ein Verkehrskonzept. Ein Ingenieurbüro legte daraufhin zwei Varianten vor. Möglichkeit Nummer eins: Sieben Stellplätze werden in Schrägstellung angeordnet und ein Wendehammer wird gebaut. Beim Wenden überfahren die Autofahrer allerdings trotzdem den Gehweg. Variante zwei sieht die Einrichtung von acht Parkplätzen in Schrägstellung und quer zum Steintor vor, ebenfalls den Bau eines Wendehammers und zusätzlich eine Verlegung des Gehweges.

Beide Varianten seien kostenintensiv und nicht empfehlenswert, da in jedem Fall Fußgänger und Radfahrer gefährdet würden, stellte die Stadtverwaltung klar. Sebastian Bruch, sachkundiger Einwohner für die CDU, war höchst unzufrieden. "Zurzeit ist das Be- und Entladen dort möglich. Da müssen die Fahrzeuge genauso wenden und den Fußweg überfahren", führte er an. Auch CDU-Stadtverordneter Ulf Blättermann wandte ein: "Jahrzehntelang wurde in der Hussitenstraße geparkt und nie ist etwas passiert." Doch die meisten Ausschussmitglieder überzeugten diese Argumente nicht. Mit diesen sieben oder acht Stellflächen würden die Parkprobleme in der Innenstadt nicht gelöst, argumentierten Linke wie Norbert Hollmann. Zudem würde die Sichtachse zum Steintor verstellt.

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