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Große Resonanz beim ersten Machbarschaftstag / Teilnehmer erarbeiten in Gruppen Ideen für Eberswalde

Marbarschaftstag
Regionales Kita-Essen und Garten für alle

Marco Marschall / 15.01.2018, 06:50 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Initiativen Hebewerk und wandelBar hatten mit breiter Unterstützung eingeladen und die Menschen kamen zum ersten Machbarschaftstag ins Bürgerbildungszentrum. Neben der Vernetzung der Teilnehmer gab es sehr konkrete Ideen.

Machbarschaftstag - eine Mischung aus Machbarkeit und Nachbarschaft - unter diesem Motto hatten sich am Sonnabend etwa 70 Menschen im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio zusammengefunden. "Nicht nur Studenten", wie Anja Neumann vom Organisationsteam betont. Alle Bürger waren gefragt, sich an sieben Tischen zu den Themen Arbeit finden in und um Eberswalde, Sozialer Wohnraum und gemeinnützige Gebäude-nutzung, Regionale Lebensmittel, Stadtgärtnern, Kommunikation und Mitbestimmung, Natur in und um Eberswalde und Klimafreundliche Mobilität zu unterhalten.

Ein Ergebnis: es bildete sich eine weitere Gruppe, die sich auch in Zukunft treffen möchte. "Sie will sich dafür einsetzen, dass an öffentlichen Institutionen wie Kindergärten und Schulen regionale Lebensmittel ausgegeben werden", berichtet Anja Neumann. Dafür wollen die Mitglieder zum Beispiel Parteien gewinnen und Anbieter wie Einrichtungen überzeugen.

In der Gruppe Stadtgärtnern kam heraus, dass der Gemeinschaftsgarten im Brandenburgischen Viertel wiederbelebt werden soll. Den gebe es dort zwar schon eine Weile, doch seien die Aktivitäten etwas eingeschlafen.

Die Gruppe zur Gebäudenutzung wurde von Hochschulprofessor Jürgen Peters zum nächsten Sanierungsbeirat eingeladen. Auch um diesen künftigen Austausch und die Vernetzung der städtischen Akteure sei es beim Machbarschaftstag schließlich gegangen.

Hinter dem Engagement für die Waldstadt steht bei fast allen Themen ein globales Ziel: der Klimaschutz. Anja Neumann selbst arbeitet im Projekt "Transition Thrive - Wachstumsschub für Klimaschutz von unten". Es wurde von Alnus und wandelBar ins Leben gerufen und wird vom Brandenburger Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz unterstützt.

Im Projekt wird permanent an Ideen gearbeitet. Eine davon ist das Lastenrad. Drei der speziellen Drahtesel für den klimaneutralen Wochenendeinkauf oder Ausflug mit Kindern sind in Eberswalde bereits ausleihbar. Die Krumme Gurke bietet ein Lastenrad an, Globus Naturkost soll zum Start der Radsaison im Frühjahr nachziehen. Transition Thrive will die Anzahl der Räder in der Stadt in den nächsten zwei Jahren weiter erhöhen.

Wichtig bei allem, was angeschoben wird: der Wandel soll aus der Gemeinschaft heraus kommen, nicht von oben diktiert werden. Deshalb sei auch der Ausgang des Machbarschaftstages, unterstützt von Stadt und Hochschule, völlig offen gewesen. "Es war insgesamt eine absolut gelungene Veranstaltung", sagt Anja Neumann. Die Ergebnisse wurden am Nachmittag im Bürgerbildungszentrum und spät am Abend bei einer Tagesschau im Studentenclub präsentiert.

Ein weiterer Aktionstag in der Größenordnung ist zunächst nicht geplant. Möglichkeit zum Austausch aller Akteure bietet aber spätestens das von den Initiativen organisierte Straßenfest im September.

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