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Runde zwei bei Tarifgesprächen am "Forßmann"

Verdi erwartet von Klinikleitung Angebot

Viola Petersson / 13.02.2018, 06:40 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Tarifverhandlungen am Werner-Forßmann-Krankenhaus für den sogenannten nichtärztlichen Dienst gehen in die zweite Runde. Am Mittwoch treffen sich die Parteien - Gewerkschaft Verdi und Geschäftsführung - erneut in der Konzernzentrale in Eberswalde zu Gesprächen. Ursula Kregel, Betriebsrätin und Mitglied der Verhandlungskommission für die etwa 720 Beschäftigten, erwartet dabei vom Arbeitgeber ein Angebot.

Beim ersten Termin vor knapp zwei Wochen habe Verdi seine Forderungen, vorher schon schriftlich formuliert und eingereicht, noch einmal erläutert. Jetzt sei die Gegenseite am Zug. "Und da Valentinstag ist, bin ich sehr zuversichtlich", meint Kregel mit einem Augenzwinkern. Verdi verlangt für die Pflegekräfte, die Therapeuten, die Assistenten mehr Geld: acht Prozent sofort, bis 2021 eine Angleichung an den Tarif des öffentliches Dienstes (TVöD-K) sowie eine jährliche Einmalzahlung von 400 Euro für Gewerkschaftsmitglieder.

Ob die Klinik-Geschäftsführung darauf einsteigt, bleibt abzuwarten. Mit Liebesgeschenken ist sicher nicht zu rechnen. Aber die Pflegekräfte dürften zwei Momente auf ihrer Seite haben: die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und den Zeitfaktor. Am 19. Februar lädt der Klinikkonzern GLG, zu dem das "Forßmann" gehört, zum Neujahrsempfang ein. Nach dem medienwirksamen Mitarbeiter-Protest auf eben dieser Veranstaltung in der Uckermark 2017 wird die Konzernspitze mit Sicherheit alles unternehmen, um eine Wiederholung mit Eklat-Charakter zu verhindern. Zudem spricht die Geschäftsführung in der jüngsten Ausgabe von "GLG-Intern" selbst von einem "erfolgreichen Jahr" 2017. Zahlen zum vorläufigen Betriebsergebnis werden zwar nicht genannt. Lediglich von gut 115 000 Behandlungsfällen sowie Investitionen von knapp sieben Millionen Euro fürs vorige Jahr ist die Rede. Für die kommenden Jahre plant die GLG sogar Projekte mit einem Volumen von 48 Millionen Euro am "Forßmann".

Den Auftakt der Tarifgespräche beschrieb Konzernchef Jörg Mocek mit einer "guten Verhandlungsatmosphäre".

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