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Masha Potempa weckt Besucher bei Guten Morgen Eberswalde mit Geschichten von Fern- und Heimweh.

Konzert
Aufwärmen bei Masha Potempa

Liedgeschichten: Die von Masha Potempa haben Humor und Feingefühl. Am Sonnabend war sie Gast bei Guten Morgen Eberswalde.
Liedgeschichten: Die von Masha Potempa haben Humor und Feingefühl. Am Sonnabend war sie Gast bei Guten Morgen Eberswalde. © Foto: Andreas Gora
Julia Lehmann / 19.03.2018, 06:40 Uhr
Eberswalde (MOZ) Draußen frosten Minusgrade mal wieder die Innenstadt ein, drinnen wärmt Masha Potempa die Zuschauer von Guten Morgen Eberswalde mit ihrer lieblichen Art von innen wieder auf. Aus ihrer Wahlheimat Berlin hat sie am Sonnabendmorgen Stücke aus ihrem Album „Rauchschwalben am Horizont - Heimweh, Fernweh und all die schönen Zwischentöne“ mitgebracht.

Und weil das Thema Reisen bei Masha immer wieder eine Rolle spielt, hätte sich Veranstalter Udo Muszynski daran ein Beispiel genommen und sei in den Urlaub gefahren. So die Geschichte, mit der  Teamkollege Sascha Leeske eröffnet.

In Eberswalde ist sie zwar noch nie gewesen, aber beim vergangenen Altenhofer Liedersommer hat Masha Potempa den kleinen Werbellinseeort bereits kennengelernt. Ganz fremd ist der gebürtigen Niederrheinerin der Barnim also nicht. Aber die Auftrittszeit um 10.30 Uhr, daran müsse sie sich gewöhnen. „Ich bin keine Frühaufsteherin“, sagt die 29-Jährige. Auf der Bühne aber hat sie ihn trotzdem sofort, diesen natürlichen, ein bisschen schüchternen Groove, in den sie ihre klugen, reflektierten Texte gehüllt hat. Ihre selbst geschriebenen Lieder zeugen von einem genauen Hinschauen. Es sind Lieder, denen man in aller Ruhe zuhören will, um ihre kleinen Winke und Witze zu entdecken. Mit Masha Potempa und ihrer Gitarre gleiten die Zuschauer, die den Saal im Paul-Wunderlich-Haus bis auf den letzten Stuhl füllen und auch den Boden nicht scheuen in den Tag.

In „Stadt in der Ferne“ besingt sie die spanische Stadt Salamanca, in der Masha Potempa ein Jahr lang gelebt hat. Zwei Gedichte mischt sie in ihr Programm. Sie zeugen jedes Mal von ihrer feinen Art und Weise, Dinge zu beschreiben. Masha ist eine Geschichtenerzählerin, ob mit oder ohne ihre spanische Gitarre, deren Klang sie gern mal mit der Mundharmonika erweitert. Seit 2008 lebt die Sängerin in Berlin und hat auch der Hauptstadt ein Lied gewidmet. Und weil Berlin ja pleite ist, habe sie ein Viertel des Songs eingespart und nur einen Dreivierteltakt verwendet. „Ich wäre auch bereit, das letzte Viertel zu spenden“, scherzt sie.

Das Thema Reisen verarbeitet Potempa, indem sie sich fremdsprachigen Liedern widmet. Wie etwa „Tumbalalaika“ aus dem Jiddischen, in das etliche Zuschauer spontan einsteigen. „Es ist immer schön, etwas Bekanntes mit dabei zu haben“, sagt die Liedermacherin am Rande des Konzerts. Und wenn die Leute mitsingen, freue sie das umso mehr. Das rühre übrigens daher, dass Masha das Gitarrespielen bei „Segelfreizeiten“ als Kind gelernt habe. Und schon da wurde viel gemeinsam gesungen. Derzeit schreibe sie an neuen eigenen Liedern.

Die nächste Runde Guten Morgen Eberswalde am 24. März soll bereits ein Vorgeschmack auf Jazz in E im Mai sein. Die Gruppierung Triebwerk Hornung spielt „High Energy Jazz“.

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