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Servale, Pinguine und Co. haben Nachwuchs / Seit vier Jahren wieder Zuchterfolg bei Sibirischen Tigern

Nachwuchs
Kinderstube des Eberswalder Zoos

Julia Lehmann / 04.05.2018, 22:33 Uhr - Aktualisiert 05.05.2018, 09:51
Eberswalde (MOZ) „Ich warte immer ab, bis die Tiere stabil sind, alles in Ordnung ist“, sagt Bernd Hensch. „Wir wollen keinen zweiten Dragan.“ Tiger Dragan war 2014 im Zoo geboren worden, musste aber mit der Hand aufgezogen, weil Mutter Eva ihn nicht angenommen hatte. Das wolle man unbedingt vermeiden und das Sibirische Tigerweibchen und ihren Nachwuchs nicht stören. Ein kurzer Blick für die Medienvertreter in das Lager muss genügen. Das noch namenlose Männchen hat sich in die hinterste Ecke verzogen und faucht kaum hörbar. Nebenan macht Vater Pan, 2017 aus England nach Eberswalde gekommen, dagegen lautstark deutlich, was er von dem Besuch hält.

„Für mich ist der Tiger das Symboltier für den Artenschutz“, sagt Hensch. 97 Prozent der weltweit lebenden Sibirischen Tiger habe der Mensch ausgerottet, so der Zoodirektor. Zeit, Mutter und Kind wieder zusammenzuführen. Für den Nachwuchs sucht der Zoo wieder einen Namen.

Das Sorgenkind der Zoos ist ein vor nicht einmal zwei Wochen geschlüpfter Humboldtpinguin. Das Jungtier musste im Inkubator ausgebrütet werden. Ersatzmutter ist Silke Lemm, die nun alle drei Stunden einen extra zubereiteten Fischbrei füttern muss. „Die kritische Phase endet etwa nach vier Wochen“, so die Pflegerin. Auch bei den Servalen hat es Nachwuchs gegeben. Drei kleine Fellknäuele sind am 29. März geboren. Hinzu kommen insgesamt 19 Frischlinge von drei Bachen. Seither herrscht auf der Anlage jede Menge Gewusel. Besonders niedlich ist wohl der Katta-Nachwuchs, der sich beim Muttertier auf dem Rücken festhält. Die Lemurenart ist eigentlich in Madagaskar zu Hause. Die Gruppe fühlt sich aber auch bei Pflegerin Monique Bartsch ganz wohl. Die hat nämlich Weintrauben dabei.

Eine besondere Brutpflege ist bei den Emus zu beobachten. Hier hat das Männchen knapp zwei Monate fast ununterbrochen auf den sechs Eiern gesessen. Nur eins wurde ausgebrütet, berichtet Pfleger Bodo Haase. „In dieser Zeit frisst das Männchen so gut wie gar nicht“, sagt er. Bei den Sitatunga-Antilopen hat sich ein kleiner Junge zur Gruppe gesellt. Bald wird er so beeindruckende Hörner tragen wie alle Männchen dieser in Afrika beheimateten Wasserkudus.

Namensvorschläge für Tiger-Nachwuchs bitte an Tel. 03334 22809 oder zooschule@eberswalde.de

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