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Wenn Kinder, Senioren und unterschiedliche Muttersprachen im Brandenburgischen Viertel zusammenkommen, ist ein wesentlicher Schritt geschafft.

Zusammenkunft
Frühlingsfest unter Nachbarn

Gefürchteter Pirat: Tabea Westphal vom Eltern-Kind-Zentrum verwandelt Abdul (6) in einen Räuber der Meere.
Gefürchteter Pirat: Tabea Westphal vom Eltern-Kind-Zentrum verwandelt Abdul (6) in einen Räuber der Meere. © Foto: MOZ/Julia Lehmann
Julia Lehmann / 17.05.2018, 06:15 Uhr
Eberswalde (MOZ) Wenn Kinder, Senioren und unterschiedliche Muttersprachen im Brandenburgischen Viertel zusammenkommen, ist ein wesentlicher Schritt geschafft. Zum Frühlingsfest des Familienzentrums der Bildungseinrichtung Buckow ist genau das gelungen, findet Patricia Berndt, zuständig fürs Quartiersmanagement in Eberswalde. „Ich bin total positiv überrascht“, sagt sie am Dienstag, während Kinder sich von Tabea Westphal, Koordinatorin im Eltern-Kind-Zentrum, Gesichter schminken lassen, Senioren beim Kaffee plaudern und Helfer Waffeln backen. Das Fest versteht sich als inoffizieller Teil der vierten Familienwoche.

Für Patricia Berndt und ihre Kollegin Ute Truttmann von der Firma Stern aus Berlin, die erst seit Mai zum Quatiersmanagement-Team gehören, ist dieses entspannte Zusammenkommen eine gute Gelegenheit Träger von Einrichtungen sowie Bewohner des Brandenburgischen Viertels an einem Ort anzutreffen. Die Koordination der verschiedenen Akteure ist Kernaufgabe des Teams. Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die die Wohnqualität im Viertel verbessern. Das Brandenburgische Viertel gilt als sozial schwaches Wohngebiet. Gerade hier haben viele Menschen einen höheren Unterstützungsbedarf als anderswo, sagt Patricia Berndt. Denn hier leben besonders viele Menschen mit einer Fluchtgeschichte, deren Teilhabe im Viertel eine Herausforderung darstellen kann. „Es ist wichtig, den Zuzug von Menschen aktiv zu gestalten und gleichzeitig Befremdlichkeiten in der Nachbarschaft abzubauen“, sagt Patricia Berndt. Wo Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammenleben, müssen nicht automatisch Schwierigkeiten entstehen, so der Ansatz.

Dorothea Malik, Leiterin des Familienzentrums in der Spreewaldstraße, das das Frühlingsfest organisiert hat, sieht diesen Tag als das Ergebnis erfolgreicher Vernetzung. Ein unkomplizierte Kommunikation zwischen allen Akteuren spiele eine große Rolle. Und auch sie ist froh über die Arbeit der Quartiermanager. „Sie sind unser Draht zur Stadt“, sagt die 28-Jährige. Man habe außerdem einen Versuch starten wollen und das Spreewald-Café, das vorzugsweise von Senioren genutzt werde, auf die Straße zu verlagern. Mal sehen, wer sonst noch kommt, lautete die Idee. Und Dorothea Malik kann behaupten, viele neue Gesichter zu entdecken. (jle)

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