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Kurze Wege, Ruhe, den Wald vor der Haustür und Kulturelles wie Guten Morgen Eberswalde gibt es schon.

Kultur
Badestellen, Bike-Sharing, Bio-Essen

Wünsche am Murmeltisch: In der Stadtbibliothek ging es am Dienstag um Eberswaldes Familienfreundlichkeit. Merlin Alexander Klatt (19, r.) wollte die Perspektive Jugendlicher einbringen.
Wünsche am Murmeltisch: In der Stadtbibliothek ging es am Dienstag um Eberswaldes Familienfreundlichkeit. Merlin Alexander Klatt (19, r.) wollte die Perspektive Jugendlicher einbringen. © Foto: Ellen Werner
Ellen Werner / 17.05.2018, 06:30 Uhr
Eberswalde Kurze Wege, Ruhe, den Wald vor der Haustür und Kulturelles wie Guten Morgen Eberswalde gibt es schon. Doch Rufbusse und Wlan-Zonen für Jugendliche, günstige Familientickets für die Anbindung an Berlin, ein Freibad oder Badestellen in der Stadt, verkehrsberuhigte Zonen, Möglichkeiten zum Car- und Bike-Sharing und gesundes, bezahlbares Essen in Kitas und Schulen könnten Eberswalde für Familien noch attraktiver machen. Das glauben Besucher einer Veranstaltung in der Stadtbibliothek am Dienstag. Zum Auftakt der vierten Eberswalder Familienwoche trugen sie dort ihre Wünsche für eine familienfreundliche Stadt zusammen. Am Internationalen Tag der Familie hatten die Stadt und das Lokale Bündnis für Familie zu einem Bündnistreffen eingeladen.

Sie wolle, dass sich etwas bewegt in Eberswalde, deshalb sei sie da, sagt Manuela Stein. „Ich wünsche mir mehr Kita- und Hortplätze und günstigen Wohnraum für mehr Kinderfreundlichkeit“, erklärt die 38-jährige Mutter von zwei Kindern. Auf der anderen Seite weist sie als regelmäßige Besucherin eines Eltern-Kind-Zentrums darauf hin, dass es dort und anderswo zahlreiche gute Angebote gibt. „Aber es kommen zu wenige Leute dorthin. Es müsste viel mehr Werbung dafür gemacht werden.“

Die Eberswalderin war unter den rund 50 Teilnehmern des moderierten Treffens eine der wenigen, die aus privatem Interesse neu zu der Initiative stießen. Vor allem bisherige Bündnispartner, Mitarbeiter aus der Verwaltung, aus sozialen sowie Bildungseinrichtungen und Lokalpolitiker nahmen teil. Die Initiative der Lokalen Bündnisse hatte das Bundesfamilienministerium 2004 ins Leben gerufen. In Eberswalde kamen Partner aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen drei Jahre später zusammen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort mit konkreten Projekten zu verbessern.

An sogenannten Murmeltischen – die Geräuschkulisse der parallel laufenden Diskussionen in der Stadtbibliothek ergab ein Murmeln – ging es an dem Tag um drei Themen. An einem Tisch wurde über die Zukunft des Bündnisses debattiert. An einem anderen näherten sich die Teilnehmer über ein Quiz der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie. Das größte Interesse zog die Familienfreundlichkeit Eberswaldes auf sich.

„Ich bin sehr glücklich über den Zuspruch“, sagt Eberswaldes Familienbeauftragte Katrin Forster-König, die das Bündnis und die Familienwoche koordiniert, nach der Veranstaltung. Bei Familienfreundlichkeit denke man an erster Stelle üblicherweise an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Hier ist aber deutlich geworden, dass es da viel mehr Facetten gibt.“ (wer)

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