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Finale um den Fußball-Kreispokal von Oberhavel-Barnim

Fußball
Grün-Weiss Ahrensfelde holt den Pott

Britta Gallrein / 22.05.2018, 05:15 Uhr
Bernau (MOZ) Grün-Weiss Ahrensfelde ist Pokalsieger im Fußballkreis Oberhavel-Barnim. Die Barnimer besiegten Liga-Konkurrent Fortuna Gliecke mit 5:1 nach Verlängerung und können bereits am Wochenende mit einem Sieg die Saison mit dem Aufstieg in die Landesliga perfekt machen.

„Heut’ war Grün-Weiss mit dem Hammer wieder da“, sangen die Spieler im Jubelkreis nach dem Match. Doch den Hammer, den holten die Ahrensfelder erst nach Ablauf der regulären 90 Minuten raus. Vorher war es ein nicht besonders schönes Endspiel um den Fußball-Kreispokal. Und es war ein Spiel, das knapper war, als es das Ergebnis vermuten lässt.

In der regulären Spielzeit standen sich zwei ebenbürtige Mannschaften gegenüber, von denen jede bemüht war, keinen Fehler zu machen. Ahrensfelde mühte sich, fand aber so richtig keinen Weg durch die gut stehende Fortunen-Abwehr. Torszenen: Mangelware.

In der 45. Minute war es dann ausgerechnet Ahrensfeldes lange verletzter Kapitän Stephan Baum, der seinen Bewachern im Strafraum entkommen war und unbedrängt zum 1:0 per Kopf traf. Riesen Jubel bei den Ahrensfeldern über dieses Tor zum taktisch guten Zeitpunkt.

Wie zu erwarten, erhöhten die Glienicker unter Zugzwang nach den Pause den Druck, taten jetzt mehr fürs Spiel und waren zeitweise das bessere Team. Ahrensfelde schien sich auf den knappen Vorsprung verlassen zu wollen. „Die betteln ja gerade um den Ausgleich“, brachte es ein ärgerlicher Fan auf den Punkt. Und er sollte recht behalten. Es lief die letzte Spielminute. Die Ahrensfelder Bank stand bereits jubelbereit an der Linie und die Elf auf dem Platz wartete gedanklich schon auf den Abpfiff, da schlug der Fußballgott in Form des Glienickers Steven Puhlmann zu. Er bekam eine Flanke von rechts, konnte in Ruhe stoppen und den Ball am Ahrensfelder Keeper Tim Wolf vorbei schieben. Jetzt war Stimmung auf den Rängen. Verlängerung war angesagt. Spannung? Bitte, geht doch.

Wie würden die Ahrensfelder nach diesem Genickschlag so kurz vor dem schon sicher geglaubten Sieg reagieren? Nicht wenige Zuschauer setzten jetzt eher auf Glienicke. Doch es kam wieder anders. Steven Knörnschild machte mit seinem Kopfball zum 2:1 nach nur drei Minuten die Tür zum Sieg wieder ganz weit auf. Dieser Treffer drehte die Partie erneut. Ahrensfelde war plötzlich wieder da und jetzt lief es einfach. Maximilian Hecker, den die Ahrensfelder Trainer kurz zuvor als Joker eingewechselt hatten, zog aus gut 20 Metern ab und traf zum 3:1.

Anschließend erhöhte Vladimir Pestov auf 4:1. Die Glienicker waren jetzt moralisch, aber auch konditionell deutlich am Ende und konnten nicht mehr dagegen halten. Den Schlusspunkt setzte Leon Sil. Nachdem Fotunas Keeper Nikola Siljanoski die Notbremse ziehen musste, zeigte Schiedsrichter Dirk Hannemann ohne zu zögern auf den Punkt. Sil verwandelte den Elfer zum 5:1-Endstand. Grenzenloser Jubel auf Ahrensfelder, Enttäuschung pur auf Glienicker Seite.

Enttäuschend war allerdings auch der Zuschauer-Andrang. Rund 400 waren nach Rehberge gekommen. Bei den letzten Finals in Oberhavel  waren zwischen 800 und 1000 Zuschauer dabei.

Ahrensfelde: Wolf, Kaatz, Baum (85. Hecker), Knörnschild, Gesierich, Bethge (79. Cocaj), Kühne, Pestov, Riegel, Pogosjan, Colaki (65. Grünwald)

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