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Heimniederlage trotz starker Vorstellung

Fußball
Mit dem Meister auf Augenhöhe

Dreikampf: Paul van Humbeeck (Mitte) versucht den Preussen Marcin Dymek und Tobias Koepnick zu entwischen.
Dreikampf: Paul van Humbeeck (Mitte) versucht den Preussen Marcin Dymek und Tobias Koepnick zu entwischen. © Foto: Ulrich Gelmroth
Ulrich Gelmroth / 04.06.2018, 06:45 Uhr
Eberswalde Es ist eigentlich keine Überraschung: Preussen Eberswalde unterlag dem frisch gebackenen Meister der Fußball-Brandenburgliga Ludwigsfelder FC mit 0:2 Toren im  Westendstadion. Das Preussen-Team von Trainer Obrad Marjanovic ist weiterhin Achter.

Trotz der Souveränität des Gegners wollte Preussen den neuen Titelträger richtig fordern. Doch in der Woche wuchsen die Sorgenfalten bei Trainer Marjanovic. Während der LFC mit voller Kapelle in die Partie ging, musste bei den Preussen Stammkeeper Lennard Peter, Abwehrspezialist Adam Wiejkuc und Stürmer Soheil Gouhari ersetzt werden.

Daher brauchte die umgestellte Startelf einige Zeit, um sich zu formieren und auf den Gegner einzustellen. Doch diese Zeit gab es nicht. Denn bei einem der ersten Gästeangriffe spielte Verteidiger Brian Blisse den Ball scharf in den Strafraum und hatte das Glück auf seiner Seite. Von Hakan Demirel wurde das Leder unglücklich in Richtung Tor abgelenkt, wo sich kein Preusse mehr befand. Trotz blitzschnellem Rettungsversuch des Unglücksraben rollte der Ball über die Linie – Tor für die Meister-Elf (6./0:1). Die Gäste wurden nun offensiver. In dieser Phase erfolgte der erste gefährliche Konterzug der Eberswalder. Über Nick Lange gelangte der Ball zu Chinonso Solomon Okoro. Preussens neuer Stürmer bediente von der Grundlinie aus seinen Sturmpartner Arafa El-Moghrabi am Elfmeterpunkt. Doch Dennis Nüsse, eigentlich vor der Gästeabwehr spielend, klärte für seinen Keeper zur Ecke (17.). Diese brachte aber nichts ein. Der darauf folgende Gästeangriff landete bei Stürmer Paul van Humbeeck, der nur halbherzig bedrängt wird und flach an Torwart Malanowski vorbei einschiebt. Bitter für Preussen - 0:2 (18.). „Bei beiden Treffern haben wir nicht gut agiert. Danach spielten wir aber wesentlich besser, ließen nur noch wenig zu“, das Fazit von Trainer Marjanovic. Zwar waren die Gäste kombinations- und ballsicherer als die mit viel Kampfgeist in die Zweikämpfe gehenden Preussen, aber so zwingend torgefährlich wirkten sie in der Folge nicht mehr. Die wenigen brenzligen Situationen vorm Eberswalder Tor bereinigten jetzt Kapitän und Abwehrchef Marcin Dymek mit seinen Verteidigern mit Bravour. So beim Kopfball von van Humbeeck aus Nahdistanz (30.). Zudem reagierte Torwart Malanowski bestens, lenkte einen Distanzschuss an die Querlatte (38.). Auf der Gegenseite stand Torwart Marvin Parchmann ebenso im Mittelpunkt beim El-Moghrabi-Freistoß (24.), einem Wegner-Schuss nach Lange-Zuspiel (37.) und hatte Glück, dass Stürmer El-Moghrabi freistehend aus Nahdistanz am Pfosten (45.) vorbeischoss.

Nach dem Seitenwechsel drehte Eberswalde sichtbar auf, übernahm immer mehr die Initiative. Jedoch blieb der Gästekeeper erneut für El-Moghrabi (50.) und Marvin Wegner (62.) unüberwindbar. Zudem jagte Okoro einen Ball aussichtsreich übers Gebälk (58.). Die letzte halbe Stunde sah die Eberswalde fast nur im Vorwärtsgang. Einzig ein Treffer gelang nicht. Die den Vorsprung clever verwaltenden Ludwigsfelder kamen auch nur selten in wirkliche Bedrängnis. Okoro (83.) und Demirel (87.) scheiterten erneut am Gästekeeper, der ein Garant für den Meister-Sieg war. Die letzte Torchance zum Ehrentreffer verpasste Stürmer El-Moghrabi, als er bei einer Aydogdu-Ecke auf den langen Pfosten nur Zentimeter am Ball vorbei trat.

Gästetrainer Volker Löbenberg brachte das Spiel so auf dem Punkt: „Eine souveräne erste Halbzeit. Danach war Eberswalde stärker, wir aber erfahren genug, das Ergebnis abzusichern“. Für Preussen steht bereits das letzte Auswärtsspiel beim schon feststehenden Absteiger und Tabellenletzten Eintracht Miersdorf/Zeuthen im Fokus. Dort soll der achte Tabellenplatz möglichst mit einem vollen Erfolg gefestigt werden, so Trainer Marjanovic.

Eberswalde: Malanowski – Krause, Dymek, Pawlowski, Koepnick – Demirel, Aydogdu – Lange, Wegner – Okoro, El-Moghrabi

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