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242-jähriges Jubiläumsfest in der kleinen Eichhorster Siedlung war gut besucht / Bühne für regionale Tanz- und Theatergruppen

Jubiläum
Rosenbeck kann feiern

rosenbeck fest 9. juni
rosenbeck fest 9. juni © Foto: Susan Hasse
Susan Hasse / 11.06.2018, 06:45 Uhr
Rosenbeck (MOZ) Das etwas versteckt gelegene Dorf Rosenbeck feierte am Sonnabend mit hunderten Gästen sein 242-jähriges Jubiläum. Die knapp 100 Rosenbecker hatten einiges auf die Beine gestellt, um den Gästen Unterhaltsames, Kulinarisches und Außergewöhnliches zu bieten.

Bürgermeister Uwe Schoknecht ließ es sich nicht nehmen, das Fest zu eröffnen. Bereits vor 22 Jahren stand er hier in Rosenbeck als frisch-gewählter Bürgermeister und eröffnete die 220-Jahr-Feier, erinnerte er sich.

Schoknecht warf zusammen mit Eichhorsts Ortsbeirat Wulf Gärtner einen Blick zurück in die Geschichte der kleinen Siedlung. Als erste schriftliche Erwähnung gilt nach neusten Erkenntnissen das Jahr 1595, die ersten festen Siedlungen sind für Rosenbeck ab dem Jahre 1766 verbrieft. Damals wie heute, ging es in diesem Landstrich um die Themen Schwarzbauten, Erbstreitigkeiten und marode Schleusen. Die Themen bleiben wohl immer die gleichen, so das scherzhafte Fazit. Der Bürgermeister schenkte dem schönen Ort am Werbellinkanal namensgerecht ein blühendes Rosenstämmchen, das er zusammen mit den ältesten Bürgern der Siedlung direkt an der Schleuse pflanzte.

Zahlreiche Stände waren rund um den Rosenbecker See aufgebaut. Es wurde von Filztaschen, über gedrechselte Holzschalen bis hin zu  Schorfheider Keramik regionale Handwerkskunst gezeigt. Zudem konnte bei der Feuerwehr Eichhorst das Löschen geübt und beim Finowfurter Flößerverein ein eigenes Floß gebaut werden. Eine Hüpfburg und der Bogenschieß-Stand begeisterten die Jüngsten.

Auch kulinarisch sind die zahlreichen Gäste auf ihre Kosten gekommen: Neben Burgern, der obligatorischen Bratwurst und selbst gebackenen Kuchen gab es auch genügend kühle Getränke gegen die Hitze des Tages. Die Caterer zeigten sich am Ende des Tages jedenfalls zufrieden, alle durstigen Kehlen gelöscht zu haben. Auch das Fazit von Kathrin Suter, die die Organisation des Festes geleitet hat,  ist positiv: „Unser Fest war eine Bereicherung für uns alle“.

Das Orga-Team rund um Suter hatte schließlich für den großen Festtag monatelang geplant und ein buntes Programm auf die Beine gestellt: Vor allem für Familien wurde einiges geboten. So begeisterte die Kindertanzgruppe aus Eichhorst mit flottem Rock´n`Roll und die Streicher der Kreismusikschule zeigten  musisches Können.

Auch zahlreiche Akteure aus den benachbarten Schulen und Sportvereinen bekamen in Rosenbeck eine Bühne. Die Kindertanzgruppe des FC Althüttendorf führte ihre neusten Choreografien auf und die Theatergruppe der Grundschule Joachimsthal zeigte das altbekannte Märchen Dornröschen  mal anders. Die Tanzsportgarde des SV Motor Eberswalde stattete dem kleinen Ort einen Besuch ab und begeisterte mit ihrer Professionalität. Die Schülerband „CoverArt“ der Freien Oberschule Finow bereiteten mit ihren rockigen Tönen schon mal das Feld für das musikalische Highlight des Tages. Dass die Eichhorster und Rosenbecker feiern können, bewiesen sie nämlich ab 19 Uhr. Die Live-Musik der Band „Die Zunft“ begeisterte das Publikum. Nach Aussagen der Veranstalter kamen knapp 350 Besucher, um alte Pop-Klassiker von Silly, Karat, Puhdys und Gundermann zu hören. Dem Vernehmen nach wurde vereinzelt so lange gefeiert bis die ersten Singvögel den nahenden Sonnenaufgang ankündigten und ihr Lied trällerten. Wer weiß, wann sich die nächste Gelegenheit in Rosenbeck bietet. Gefeiert wird schließlich, wenn die Feste fallen. Erneut 22 Jahre will hier niemand warten.

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