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Fußball
Preussen-Oldies holen den Pott

Stefan Zwahr / 13.06.2018, 12:44 Uhr
Zühlsdorf Die Ü-45-Fußballer des FV Preussen Eberswalde haben ihre tolle Saison gekrönt und sicherten sich nach dem Gewinn der Meisterschaft in ihrer Staffel nun auch den Sieg im  Turnier der Kreisliga-Staffelsieger in Zühlsdorf vor dem Favoriten Blau-Weiß Hohen Neuendorf.

„Wir sind eigentlich nach Zühlsdorf gefahren, um einfach nur Spaß zu haben. Wir hatten nicht unsere stärkste Mannschaft dabei und waren daher sehr überrascht, dass es so toll geklappt hat“, freut sich Trainer Manfred Sasse. Denn die jüngeren Jahrgänge seien nicht mehr dabei, die meisten Eberswalder Spieler eher Mitte 50. „Aber wir haben einige dabei, die früher Oberliga gespielt haben. Das ist bei denen natürlich auch schon ein paar Jahre her, aber von denen zehren wir“, erklärt der Trainer, der sich besonders über das erste Spiel freute. „Da haben wir gegen den Favoriten Hohen Neuendorf schon 0:2 hinten gelegen, sind dann aber dank des Kampfgeistes wieder zurück gekommen und haben das Spiel auf 2:2 gedreht.“

Durch die Siege gegen Einheit Zepernick und die SG Zühlsdorf sicherten sich die Mannschaft mit Rolf Baatzsch, Frank Wiedemann, André Lehmann, Andreas Kries, Heiko Kern, Olaf Banaskiewicz, Marko Reinhardt, René Kasch, Olaf Sperfeldt, Frank Zosel und Jörg Finger am Ende den Pokal. „Ich bin wahnsinnig stolz auf mein Team. Alle, die dabei waren, haben alles gegeben“, so Manfred Sasse. Gefeiert wurde später noch gemeinsam am Werbellinsee.

Enttäuscht waren dagegen die Hohen Neuendorfer. „Wir haben den Titel verschenkt“, sagte Trainer Andre Schuldt. Ihn ärgerte vor allem das 2:2 gegen Preussen Eberswalde.  „Das darf nicht passieren. Wir haben falsch gewechselt. Dadurch haben wir den Titel verloren“, ärgerte sich Kapitän Oliver Hackl. „Daher ist schon ein wenig Frust da. Wir waren heiß und wollten Erster werden, zumal wir gut aufgestellt waren.“ Der Triumph über die anderen Staffelsieger wäre aus Sicht des Spielführers das i-Tüpfelchen auf eine starke Saison gewesen, in der Blau-Weiß auch in der Halle bei den Meisterschaften der Ü 45 und Ü 50 gewann. „Nun ungeschlagen nicht Meister zu werden, ist bitter“, so Schuldt.

„Eberswalde hat verdient gewonnen“, betonte Hackl. Das sah auch der Cheforganisator so. „Hohen Neuendorf ist selber dran schuld“, so Mario Böhme. Für die Veranstalter gab es viel Lob von allen Seiten. „Das höre ich gern. Ich mache es gern. Die Anerkennung geht runter wie Öl.“ Auch auf dem Feld präsentierten sich die Zühlsdorfer als guter Gastgeber, wurden mit drei Niederlagen Letzter. „Die Mannschaft war zu überaltert. Da von den Jüngeren einige fehlten, war es klar, dass wir es schwer haben“, so Böhme. Allein durch den Staffelsieg sei das Saisonziel bereits erreicht worden.

Ähnliches war aus den Reihen von Preussen Eberswalde zu hören. „Die Veranstaltung in Zühlsdorf war für uns ein Bonbon“, berichtete Trainer Manfred Sasse. „Die ,alten Säcke’ aller Mannschaften wollten zeigen, wie man Fußball spielt. Das haben sie gemacht. Ich freue mich, dass es so fair ablief. Es gab kaum einen Zweikampf zu sehen.“

Zufrieden war am Ende auch der Zepernicker Trainer Olaf Przygodda. „Wir haben uns schon sehr gefreut, dass wir uns überhaupt qualifiziert hatten.“ Viele habe man sich mit der Mannschaft, in der auch Spieler über 60 Jahre dabei sind, nicht ausgerechnet. Der dritte Platz gehe daher völlig in Ordnung. „Wir haben uns teuer verkauft.“ Leider habe man gegen Hohen Neuendorf in den letzten Minuten eine 100prozentige Chance vergeben. „Hätten wir die gemacht, hätten wir 2:1 gewonnen und wären sogar Zweiter geworden“, ärgert er sich ein bisschen. „Aber egal, der Pott ist im Barnim geblieben, das ist die Hauptsache!“

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