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Wandlitz und Landkreis befinden sich in Verhandlungen über einen Standort für die neue Sporthalle.

Schulpolitik
Fortschritte bei Gesprächen über neue Sporthalle

Hans Still / 14.06.2018, 06:00 Uhr
Wandlitz Die Gemeinde Wandlitz und der Landkreis befinden sich offenbar in hoffnungsvollen Verhandlungen über einen neuen Standort für die Sporthalle am Wandlitzer Gymnasium. Mittlerweile gibt es zwei Vorzugsvarianten mit Standorten, die nicht an der L 100 liegen würden.

Alles ist noch hoch geheim und eigentlich möchte niemand verfrüht darüber sprechen. „Wir wollen die aktuellen Grundstücksverhandlungen nicht stören“, raunt der Wandlitzer Kämmerer Christian Braungard geheimnisvoll. Und auch der Wandlitzer Ortsvorsteher Oliver Borchert deutet Fakten nur an. Da das Thema aber die Wandlitzer bewegt, kommt Borchert im Gespräch mit der MOZ zwangsläufig auf die Sporthalle zu sprechen. Diese sollte nach den ersten Vorstellungen des Landkreises eigentlich an der L 100 entstehen und beeindruckte im Vorentwurf mit einer 13 Meter hohen Fassade und einer bulligen Architektur, die nach dem Empfinden vieler Wandlitzer keineswegs der Lage im Sichtbereich an der L 100 gerecht werden würde. Folglich versagte die Gemeinde Wandlitz das gemeindliche Einvernehmen und lehnte diese Variante ab.

Seitdem gibt es Gespräche zwischen Wandlitz und dem Landkreis - Kämmerer Braungard und Bildungsdezernent Matthias Tacke hätten sich mehrfach getroffen und beachtliche Fortschritte erzielt.

Demnach rangiert ein Standort an der L 100 nur noch auf dritter Position aller Optionen. Vorzugsvariante eins und zwei seien Standorte auf neuen Grundstücken, von denen bislang keine Rede war. „Beide Grundstücke würden sicherstellen, dass die Schüler binnen weniger Minuten die Halle erreichen können“, deutet Borchert an.

Käme einer der beiden neuen Standorte zum Tragen, stünde sicher eine neue Ausschreibung des Vorhabens auf der Tagesordnung. Laut Borchert lassen beide Bauplätze eine Typenausschreibung nämlich nicht zu. „Dort müsste individuell geplant und dann in Losen ausgeschrieben werden“, heißt es. Eine zweite logische Folge wären zwangsläufig Zeitverzögerungen bis zur Fertigstellung der Sporthalle. „Das Gymnasium braucht diese Halle dringend, deshalb machen sich die Beteiligten auch über eine temporäre Hallenlösung Gedanken“, berichtet Borchert weiter.

Demnach erwäge die Gemeinde Wandlitz, kostenfrei ein Grundstück für eine Übergangslösung zur Verfügung zu stellen. Der Landkreis würde dieses Provisorium zu seinen Kosten errichten lassen. Zwei bis drei Jahre lang wäre die Halle ohne nennenswerte Einschränkungen nutzbar, selbst im Winter.  Ob es zu diesen Lösungen kommen wird, werde sich spätestens  bis zum Ende der Sommerpause klar abzeichnen. Der Fahrplan sähe dann zügig einen Antrag auf Baugenehmigung der temporären Halle vor, diese könnte noch im Winter entstehen.

Eine Sporthalle an der L 100 könnte sich mit den neuen Plänen endgültig erledigt haben. Nach dem Eindruck der Wandlitzer Beteiligten habe der Landkreis die Schwächen des vorgelegten Projektes eingesehen. „Dass diese Variante nicht sehr glücklich war, hätte auch schon 2017 auffallen können. Da wurde das Einvernehmen als Geschäft der laufenden Verwaltung erteilt. Besser wäre es gewesen, sich trotz des Drucks und aller Bedürftigkeit Rückendeckung von den Gemeindevertretern zu holen“, betont Borchert.

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