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Arbeiten zur Neugestaltung des Torplatzes in der Eberswalder Altstadt haben begonnen

Neue Baustelle
Flussgöttin Finow kommt an Land

Baustelle Friedensbrücke in Eberswalde
Baustelle Friedensbrücke in Eberswalde © Foto: Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 14.06.2018, 06:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Es ist ein fließender Übergang. Der Landesbetrieb Straßenwesen liegt mit dem Ausbau des Verkehrsknotens Friedensbrücke in den letzten Zügen, da hat die Stadt bereits ihrerseits Absperrbänder gezogen. Für die Gestaltung des Torplatzes, jenes Bereichs der Goethestraße, der direkt an die Breite Straße/Eisenbahnstraße und damit die große Baustelle angrenzt. In den nächsten gut vier Monaten wird die Firma Aschoff aus Templin dem Areal des früheren Bauernmarkts ein neues Gesicht geben, es architektonisch aufwerten.

Der Platz soll künftig (wieder)  das Entree, den nördlichen Eingang in die Altstadt bilden. Gleichzeitig spricht das Tiefbauamt in einer Information an die Anlieger von einem „attraktiven Verbindungsglied mit Aufenthaltsqualität“ zwischen den benachbarten Verkehrs-, Stadt- und Freiräumen.

Wie sieht dieses Verbindungsglied aus? Amtsleiterin Heike Köhler erklärt: Wesentliche bauliche Elemente sind eine Rampe sowie eine „großzügige Freitreppenanlage mit langen Schleppstufen“. In die Treppenstufen sollen punktuell Sitzmöglichkeiten integriert werden, die zum Verweilen einladen. Die Rampe wiederum wird mit zwei Zwischenpodesten ausgebildet. Graniteinfassungen mit LED-Orientierungsleuchten sowie drei Lichtstelen längs der Treppe komplettieren die Arbeit. Gleichzeitig wird die bauliche Anlage durch eine Grünfläche eingerahmt. Sträucher und Frühblüher sollen dort für einen „weichen Übergang“ zwischen Verkehrs- und Stadtraum sorgen.

Die Sichtachse zur Maria-Magdalenen-Kirche bleibt erhalten. Zudem will die Stadt stärker die Verbindung zum Finowkanal vis-a-vis betonen. Deshalb wird am Fuß der Rampe die „Flussgöttin Finow“ Platz nehmen. Eine Plastik, die die Eberswalder Keramikerin Gudrun Sailer gerade fertigt. Ursprünglich hatte sich die Künstlerin mit diesem Entwurf für die Adler-Apotheke beworben. Nun also wird er nur wenige Meter entfernt, aber im gleichen Quartier, umgesetzt.

Bis Ende Oktober sollen die Bauarbeiten, für die rund 340 000 Euro veranschlagt sind, bereits abgeschlossen sein. Während der Bauphase komme es voraussichtlich zu einer Vollsperrung von zirka einer Woche, kündigt Köhler gegenüber den Geschäftsleuten an der Goethestraße an. Während der Bauphase sind die Parkmöglichkeiten eingeschränkt. Die Zufahrt zum Parkhaus ist hingegen gewährleistet.

Mit der Neugestaltung stellt Eberswalde zugleich einen Bezug zur Historie und zur einstigen städtebaulichen Situation her. Im Bereich der heutigen Friedensbrücke stand einst das Mühlentor, es bildete die Pforte zur nördlichen Altstadt. Wobei der Straßenverlauf damals ein völlig anderer war. Mit der Stadtmauer, die 1821 bis 1823 abgetragen wurde, verschwand im Zuge der Stadterweiterung auch das Mühlentor. (vp)

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