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Franziska Ehrich in der Dressur und Kimberley Gibson im Springen dominieren die schwersten Prüfungen beim Turnier in Ladeburg

Pferdesport
Barnimerinnen reiten auf Platz eins

Britta Gallrein / 10.07.2018, 06:45 Uhr
Ladeburg (MOZ) In zwei der größten Prüfungen kamen Barnimer Reiter beim Reit- und Springturnier des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Ladeburg ganz oben aufs Podest. Und eine feierte mit ihrem neuen Pferd einen tollen Einstand.

Mehr als 700 Nennungen waren zum Reit- und Springturnier des Ländliche Reit- und Fahrverein Ladeburg gemeldet – so viele Teilnehmer wie nie zuvor.„Es hat sich herumgesprochen, dass die Organisatoren hier jedes Jahr ein tolles Turnier auf die Beine stellen. Auch in diesem Jahr hat sich hier auf der Anlage viel getan, damit die Teilnehmer immer bessere Bedingungen vorfinden. Mittlerweile gehört es hier zu den wichtigsten Turnieren des Landesverbandes“, sagte Gerhard Mielenz, Vizepräsident des Landesverbandes Pferdesport. Nur etwa 50 Prozent der angemeldeten Reiter nutzten dann letztendlich auch ihren Startplatz, was vor allem in den Dressuren zu übersichtlichen Starterfeldern führte.

Als Lokalmatadorin Franziska Ehrich ihren ersten Turnierauftritt bei der Dressur der Klasse L hatte, stand auch ihre Mutter Kathrin Ehrich am Dressurviereck. Neben ihrem medizinischen Auftrag, der Überwachung der Wettkämpfe, hatte sie natürlich auch ein besonderes Auge auf die Ladeburger Starter. „Die Arbeit hat sich doch gelohnt“, sagte sie und meinte nicht nur den sportlichen Auftritt ihrer Tochter. In diesem Jahr wurde das Dressurviereck aufwendig ausgebaut mit eigener Drainage, wie auch Spring- und Abreiteplatz. „Das ist uns wichtiger als Anmeldezahlen, dass wir die Anlage immer weiter qualitativ verbessern können. Und da haben wir noch einiges vor“, sagte Kathrin Ehrich.

Viel vor hatte auch ihre Tochter Franziska und sie strahlte bereits nach dem ersten Dressurritt auf Rhianon. „Es lief richtig, richtig gut“, sagte sie wenig später auf dem Weg in den Stall. Ihre Wertnote von 7,5 war dann auch das Maß der Ding in diesem Wettbewerb. Hinter ihr platzierten sich die beiden Lübarserinnen Jeannine Ulbich und Andrea Freye. Mit ihrem zweiten Pferd Samuel konnte sich Franziska Ehrich noch auf Platz vier platzieren. Vereinskollegin Antje Herfurth wurde auf dem 21-jährigen Brandenburger Düval Fünfte.

„Es war das erste Turnier mit Rhianon. Ich habe ihn erst vor vier Wochen bekommen“, berichtete Franziska Ehrich. Aber wenn er schon beim Einstieg so einen guten Wettkampf zeigt, dann wird spätestens im nächsten Jahr der Start bei einer S-Dressur fällig sein, der für das nächste Turnier in Ladeburg wieder geplant ist. „Bis dahin ist die Dressuranlage fix und fertig ausgebaut, dann bieten wir auch wieder diese Klasse an“, erzählte Kathrin Ehrich, die sich auch über den Sieg ihrer Tochter in der Dressurprüfung Klasse M** auf dem 13-jährigen Hannoveraner Desafio freuen konnte. In der Dressurprüfung Klasse M* wurde das Paar Zweiter.

Auf dem großen Springplatz konnte Kimberley Alexandra Gibson vom Reitverein Elisenau wieder einmal ihren Ruf als eine der besten Barnimer Amazonen unter Beweis stellen. Mit ihrer neunjährigen, spritzigen Stute Dree Boeken’s Diarados Röschen war sie im Zeitspringen der schweren Klasse die Schnellste und verwies Frank Krückel und Synke Lahr auf die Plätze. Im bei den Zuschauern besonders beliebten S*-Springen mit Siegerrunde war Frank Krückel vom Springclub Neuhäsen auf seinem Candarel der Sieg nicht zu nehmen. Zweiter wurde Martin Schutza vom gastgebenden LRFV Ladeburg auf Estrell. Mit ihrem Röschen ritt Kimberley Gibson hier noch auf den vierten Platz.

Grund zur Freude hatte noch eine Elisenauerin. Isabell Krug hatte ihr neues Pferd Laverik gesattelt. Den neunjährigen braunen Wallach hat sie erst seit anderthalb Monaten unter dem Sattel. Lange hatte die Gymnasiastin gemeinsam mit ihrem Vater nach einem Zweitpferd gesucht. Etwa acht Pferde hatte man ausprobiert. Doch keines kam am Ende in Frage. Springreiter Erik Schubert habe schließlich den entscheidenden Tipp gegeben und vermittelt. Der Wallach stand in Sachsen-Anhalt und war bereits S-platziert. „Wir sind da hin gefahren, haben ihn probiert und es passte gleich“, freut sich Isabell über den Neuzugang, der nun Erfolgspferd „Get up and fly“, genannt Günni, entlasten soll, mit dem die 15-jährige Schülerin innerhalb von nur zwei Jahren den Sprung von E bis zum M-Springen schaffte. Bereits beim ersten Turnier in Schwanebeck konnten die beiden ein L-Springen gewinnen und auch in Bonhomme schafften sie den Sprung ganz oben auf das Podest. Die tolle Serie riss auch in Ladeburg nicht. In der Springprüfung der Klasse L sicherten sich die beiden den Sieg vor dem Neuhäsener Frank Krückel. Platz vier ging an Ines Ullrich vom RFV Zur schwarzen Perle Ladeburg. Im Punktespringen der Klasse L wurde das Paar Isabell Krug/Laverik Dritter.

Mit dem neuen Pferd wird es Isabell Krug langsam angehen. Die Landesmeisterschaften, bei denen sie im vergangenen Jahr mit ihrem Günni bei den Children überraschend gewinnen konnte, wird sie in diesem Jahr auslassen. Statt dessen will sie weiter lernen, mit ihrem Pferd zusammen wachsen und ihm für die neuen Aufgaben noch etwas Zeit geben.

Die Barnimer Reiter konnten noch weitere goldene Schleifen einheimsen. Martin Schutza siegte auf Estrell im Zwei-Phasen-Springen Klasse M**. Antje Deter vom RFV Schorfheide konnte auf Timberland das Punktespringen der Klasse L für sich entscheiden. Ebenfalls auf Platz eins ritt Annika Selke vom RFV Zur schwarzen Perle Ladeburg auf Glenny for fight im Zwei-Phasen-Springen der Klasse A. Julia Kiese vom RFV Schorfheide sicherte sich im Sattel von Kreation den Sieg in der Springprüfung Klasse A** vor Vereinskollegin Antje Deter auf Timberland.

Auch in den Prüfungen für Turnier-Einsteiger gab es gute Platzierungen für die Barnimer. In der E-Dressur siegte Lucie Muntendorf (RV Integration) auf Flandernhof’s Santana vor Susann Ratsch (Ländlicher RFV Ladeburg) auf L‘Eowyn und Cornelia Behnfeldt auf Rexona (RV Elisenau).

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