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Polizei zieht positive Bilanz für das Jahr 2017 / Aufklärungsquote lag bei 57,4 Prozent

Kriminalität
Straftaten in Werneuchen rückläufig

Leichte Sache: Ein Kriminalbeamter demonstriert in einer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, wie ein ungesichertes Fenster mit einem Schraubenzieher aufgebrochen werden kann.
Leichte Sache: Ein Kriminalbeamter demonstriert in einer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, wie ein ungesichertes Fenster mit einem Schraubenzieher aufgebrochen werden kann. © Foto: Bodo Marks
Kai-Uwe Krakau / 12.07.2018, 11:00 Uhr
Werneuchen Die Einwohner der Stadt können sich weitgehend sicher fühlen. Das geht aus der kriminalpolizeilichen Statistik für das Jahr 2017 hervor. Der Trend sei positiv, heißt es.

„Die Zahl der Straftaten ist von 2016 auf 2017 um 15 Prozent gesunken“, konnte Sachgebietsleiter Uwe Faupel in der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung und Ordnung berichten. Der Rückgang fiel in Werneuchen damit deutlicher aus als im Landkreis Barnim insgesamt. Dort waren es lediglich acht Prozent. Auch ein Blick auf den Fünf-Jahres-Trend hebt hoffentlich das subjektive Sicherheitsgefühl der Werneuchener. Hier ist bei den Straftaten ein Minus von 27 Prozent zu verzeichnen (Barnim: Minus 17 Prozent).

Insgesamt wurden 2017 in der Kommune 326 Straftaten (ohne Verkehrs- und Staatsschutzdelikte) erfasst. Im Vorjahr waren es noch 383. Weniger Fälle gab es nur im Amt Joachimsthal (228), Spitzenreiter ist die Barnimer Kreisstadt Eberswalde mit 3957 Straftaten. Die sogenannte Häufigkeitszahl – sie gibt die Anzahl der Straftaten pro 100 000 Einwohner an – lag in Werneuchen bei 3798. Deutschlandweit beträgt sie 6982. „Es gibt also in Werneuchen ein wesentlich geringeres Risiko, Opfer einer Straftat zu werden“, interpretierte Faupel die Zahlen.

Von den 326 erfassten Fällen konnten im vergangenen Jahr 187 aufgeklärt werden. Das entsprach einer Quote von 57,4 Prozent. Ein Jahr zuvor lag sie noch bei 50,7 Prozent. Die Aufklärungsquote im Landkreis Barnim betrug 54,3 Prozent  (2016: 53,2 Prozent).

Bei den einzelnen Delikten sah es so aus: Spitzenreiter sind Sachbeschädigungen mit 46 erfassten Fällen, gefolgt von Delikten rund um das Kraftfahrzeug (33) und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (12). Darüber hinaus gab es noch acht Wohnungseinbrüche und die gleiche Anzahl von Fahrraddiebstählen. Alle zwölf Delikte im Zusammenhang mit Betäubungsmittel konnten von der Polizei aufgeklärt werden. Bei den Wohnungseinbrüchen und Fahrraddiebstählen lag die Quote dagegen bei Null.

Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 163 Tatverdächtige ermittelt werden. Davon waren 134 männlich (82,2 Prozent) und 29 weiblich (17,8 Prozent). Ferner gab es sechs tatverdächtige Kinder, 15 Jugendliche und vier Heranwachsende. Während die Jugendkriminalität zwischen Friedrichswalde, Lunow und Ahrensfelde ansteigt, ist in Werneuchen ein Rückgang (von 19 auf 15 Fälle) zu verzeichnen

Ein Blick bezüglich der Straftaten in die Ortsteile: Spitzenreiter ist mit 188 erfassten Fälle, wie nicht anders zu erwarten, die „alte“ Stadt Werneuchen. Es folgen Seefeld (31), Hirschfelde (18), Weesow (15), Krummensee (14), Tiefensee (13), Schönfeld (11), Löhme (10), Werftpfuhl (8) und Willmersdorf (5). Bei der Aufklärungsquote führt Werft-pfuhl mit 75,0 Prozent vor Löhme (70,0 Prozent) und Hirschfelde (66,7 Prozent).

Sachgebietsleiter Faupel hob in der Sitzung des Ausschusses vor allem den starken Rückgang bei Tageseinbrüchen hervor. Hier zahle es sich aus, dass die Werneuchener ihre Häuser und Wohnungen in den vergangenen Jahren zusätzlich gesichert hätten.

Der leitende Rathausmitarbeiter beklagte jedoch gleichzeitig eine Zunahme von Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte. „Die Akzeptanz für Maßnahmen des Staates sinkt deutlich“, so Faupel. Im Bereich der Umweltkriminalität sei es zudem äußerst schwierig, potenzielle Täter gerichtsfest zu überführen.

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