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Hochschule und Stadt heißen neue Studienanfänger willkommen / 1900 Bewerbungen auf die Studiengänge

Studienbeginn
Begrüßung mit Bier und Balafon

Hammerfrauen: Leonie Acquaviva (links) und Alina Grabley probieren sich bei der Begrüßung der Erstsemestler auf dem Mark darin, möglichst schnell Nägel in einen Balken zu hauen. Mirko Wolter von der Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks passt auf. Das THW nutzte die Willkommensparty zur Mitgliederwerbung.
Hammerfrauen: Leonie Acquaviva (links) und Alina Grabley probieren sich bei der Begrüßung der Erstsemestler auf dem Mark darin, möglichst schnell Nägel in einen Balken zu hauen. Mirko Wolter von der Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks passt auf. Das THW nutzte die Willkommensparty zur Mitgliederwerbung. © Foto: Thomas Burckhardt
Marco Marschall / 27.09.2018, 20:03 Uhr - Aktualisiert 28.09.2018, 09:49
Eberswalde (MOZ) Sie sind da: 1900 Interessenten hatten sich zum Wintersemester an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung beworben. 580 wurden bereits immatrikuliert. Zum Start wurden sie auf dem Markt verköstigt. Für alle, die nach Eberswalde ziehen, gibt es außerdem Begrüßungsgeld.

„Geschmückt wie beim Erntedankfest“, sagte Tilmann Santarius über die Bühne des Haus Schwärzetal am Donnerstagvormittag. Der Gastvortrag  des Professors der Technischen Universität Berlin zum Thema Digitalisierung war nur einer der Programmpunkte beim Begrüßungsakt der neuen Studenten an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung.

580 Erstsemestler wurden am Donnerstag an der Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung feierlich immatrikuliert. 674 sollen es insgesamt noch werden. Nach dem feierlichen Akt im Haus Schwärzetal ging es zum Feiern auf den Marktplatz, wo auch die höheren Studiengänge willkommen waren. Die Stadt spendierte Freibier, Wildschweinbraten und Spritzkuchen.
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Begrüßung der neuen HNE-Studierenden

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580 kann die HNE zum Wintersemester willkommen heißen. Platz sei für 674, wie Hochschulpräsident Wilhelm-Günther Vahrson in seiner Ansprache sagte. In den nächsten Wochen könnten noch Immatrikulationen folgen. Damit werde die HNE insgesamt wieder bei 2100 bis 2200 Studierenden landen. Doch sei Qualität der Lehre wichtiger als Quantität.

Fast so viele, wie jetzt schon da sind, hatten sich beworben: 1900 Interessenten. Allein auf 411 Bewerbungen habe es der Spitzenreiter Forstwirtschaft gebracht, berichtete Vahrson in seiner Rede.

Damit die neuen Studenten nicht nur in der Waldstadt lernen, sondern auch das Meldeamt aufsuchen, rührte Bürgermeister Friedhelm Boginski in seiner Ansprache noch einmal die Werbetrommel. „Wenn andere von ihrem Studium in London oder Madrid sprechen, können Sie sagen, Sie haben in Eberswalde studiert“, richtete er sich an die Neuen im Saal. Wer sich für Eberswalde als Wohnsitz entscheidet, könne darüber hinaus Begrüßungsgeld abgreifen. Noch sind das 80 Euro fürs erste und 50 Euro für die folgenden Semester. Über eine Erhöhung auf zuerst 100 Euro, dann 70 Euro sollten die Stadtverordneten am Donnerstagabend entscheiden. 2017 habe es, Sommer- und Wintersemester zusammen, 1186 Bewilligungen fürs Begrüßungsgeld geben, teilt die Pressestelle des Rathauses mit. Wer schon Eberswalder ist, hat keinen Anspruch darauf.

Spendabel zeigte sich die Stadt auch bei der Willkommensparty auf dem Eberswalder Marktplatz. Dort waren Studenten nach dem Akt im Haus Schwärzetal auch in diesem Jahr wieder eingeladen, kostenlos zu schlemmen und ihren Durst zu stillen. Sieben 50-Liter-Bierfässer wurden zu diesem Zweck  angerollt. Das Gebräu floss sowohl aus dem Maul des Löwenbrunnen als auch aus dem Zapfhahn am Getränkewagen. Vier Wildschweine wurden für die hungrigen Studenten zerlegt, für Veganer gab es Kürbissuppe. Darüber hinaus wurden Brote mit Aufstrich gereicht. 850 Spritzkuchen sollten den Tag zusätzlich versüßen.

Für die musikalische Untermalung auf dem Markt sorgte die Hochschulband „The Planning & Farming Blues Company“. Ungewöhnliche Klänge hatte es für die Erstsemestler zuvor im Haus Schwärzetal gegeben. Aly Keïta von der Elfenbeinküste weihte sie in die Klänge des Balafons ein – eine Art Xylophon, bei dem Kalebassen (ausgehöhlte und getrocknete Flaschenkürbisse) als Resonanzkörper dienen. Mit seinen Stücken sorgte der Ivorer für echte Begeisterung.

Dass den Studenten in der Waldstadt auch sonst einiges geboten wird, versprach ihnen die studentische Vizepräsidentin der HNE, Ulrike Reum. Am Wochenende lohne sich ein Ausflug an den Schwärzesee oder ein Spaziergang durch den Forstbotanischen Garten. Partys würden auch warten: zum Beispiel im Studentenclub, auf Hinterhöfen, in Spechthausen oder am Kanal.

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