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Tanzen
Ein 100-Meter-Lauf übers Parkett

Deutsche Meister: Susanne und Hans-Jürgen Klatt von "Grün-Gold" Motor Eberswalde
Deutsche Meister: Susanne und Hans-Jürgen Klatt von "Grün-Gold" Motor Eberswalde © Foto: Sven-Oliver Seifert
Dirk Schaal / 12.10.2018, 02:15 Uhr
Eberswalde (MOZ) 13 Einzelturniere, bei über 70 Starts – auf die Grün-Gold-Tänzer von Motor Eberswalde wartet am Sonnabend ab 11 Uhr beim mittlerweile 11. Tanzturnier  des Vereins für Senioren im Tanzsportzentrum Finowfurt ein wahres Mammutprogramm.

Ausgetragen werden sportliche Wettbewerbe in den Standard- und Lateintänzen. Ein buntes Starterfeld verschiedener Leistungs- und Altersklassen wird zeigen, welche Perfektion in der Sportart Tanzen im stundenlangen intensiven Training erarbeitet wurde. Dabei sollte der Tanz nicht nach Anstrengung aussehen, sondern dem Zuschauer Lebensfreude vermitteln, wie zum Beispiel beim Cha-Cha-Cha und Jive oder schwebend wirken wie beim Langsamen Walzer und Slowfox.

Mittendrin im Turniertreiben sind auch Susanne und Hans-Jürgen Klatt. Beide sind amtierende Deutsche Meister. „Trotzdem sehe ich uns nicht unbedingt als Favoriten. Beim Tanzen kommt es besonders auf die Tagesform an“, erklärte Hans-Jürgen Klatt, der gleichzeitig auch die Eberswalder Tanzsportabteilung leitet. „Dazu kommen natürlich auch emotionale Befindlichkeiten, ob die gespielte Musik dem eigenem Geschmack entspricht zum Beispiel, oder auch nach welchen Maßgaben die Wertungsrichter die Teilnehmer beurteilen“, fügte er hinzu.

Zwei- oder dreimal in der Woche trainieren die Klatts. Mittlerweile sind sie in der Sonderklasse, der höchsten Einstufung im Tanzen, angekommen. „Man glaubt gar nicht, wie viel Training dazugehört, um es so locker, leicht aufs Parkett bringen zu können. Wir tanzen beim Turnier pro Runde 1,5 Minuten. Wenn man das mit anderen Sportdisziplinen vergleicht, entspricht es etwa einem 100-Meter-Lauf im vollem Tempo. Davon muss man dann fünf überstehen, wenn man bis ins Finale kommen möchte“, erzählte Hans-Jürgen Klatt und fügte lachend hinzu: „Im Gegensatz zu den 100-Meter-Läufern dürfen wir uns aber danach nicht fallen lassen, sondern müssen so tun, als ob uns das alles nichts ausgemacht hat.“

Aus mehren Bundesländern kommen die Starter sowie die Wertungsrichter angereist. Senior beim Tanzen ist man bereits ab 35 Jahren. „Da ist der Unterschied zu den jüngeren Tänzern doch schon sehr deutlich sichtbar. Deshalb diese strikte Teilung“, erklärte Hans-Jürgen Klatt.

Ab 11 Uhr starten die Seniorenklassen der Kategorie D mit den Standardtänzen. Gegen 12 Uhr folgt das Turnier der Kategorie C.  Gegen 17.30 Uhr kommen dann die Tänzer der Sonderklasse auf das Parkett. (dl)

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