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Tanzen
„Wer tanzen kann, hat Schlag bei den Frauen“

Dirk Schaal / 18.10.2018, 02:30 Uhr - Aktualisiert 18.10.2018, 09:11
Eberswalde (MOZ) Mehr als 70 Paare aus mehreren Bundesländern nahmen am 11. Tanzturnier der Abteilung „Grün-Gold“ von Motor Eberswalde teil. In 13 Einzelturnieren wurden die Gewinner in den verschiedenen Senioren- und Leistungsklassen im Standard und Latein gekürt.

„Wer tanzen kann hat Schlag bei den Frauen, das kann ich nur bestätigen“, sagte lachend der Bernauer Eberhard Deutschmann vom TTK Barnim. Gerade erst hatte der 76-Jährige zusammen mit seiner sechs Jahre jüngeren Frau Andrea Deutschmann sein Turnier bei den Senioren III  Klasse D beendet. Neunmal 1,5 Minuten waren dabei in den drei Tänzen Langsamer Walzer, Quickstep und Tango zu absolvieren. „Das schlaucht ganz schon und man darf es sich nicht anmerken lassen“, erklärte Andrea Deutschmann. Beim Latein findet sie die Garderobe flotter, aber beide haben sich den Standardtänzen verschrieben.

Erst seit 15 Jahren tanzt das Paar ernsthaft und beide können sich das Leben gar nicht mehr ohne vorstellen. Sollte es zuerst nur ein netter Zeitvertreib sein, war es nach einem Turniersieg in einem Breitensportwettbewerb anders. „Das hat uns dazu bewogen, dann auch leistungsorientiert zu tanzen“, berichtete Andrea Deutschmann. Herausgekommen sind seitdem etliche Turnierteilnahmen, schöne Erlebnisse und viele Freunde.

Mehr gemeinsam was erleben wollten auch die Britzer Dirk und Susanne Steinmann. So sind beide acht Jahren zum tanzen gekommen und es bis heute nicht bereut. In Eberswalde war es ihr erstes Turnier nach dem Aufstieg in die Klasse C. Zweimal in der Woche trainieren beide, vor Turnieren kann es auch einmal mehr werden. „Neu in der Klasse ist der Tanz Slowfox. Obwohl wir da ordentlich geübt haben, hat es heute nicht ganz so geklappt, wie erhofft“, erzählte Dirk Steinmann. Doch ein dritter Platz bei den Senioren III lässt sich sehen, wie auch die Leistung des Britzer Pärchens bei den Senioren II.

Am Rand der Tanzfläche tänzelte Jörg Weindl bei jeder Runde mit. „So bin ich im Takt und kann auch besser bewerten, was auf dem Parkett geschieht“, begründete Wertungsrichter Jörg Weindl sein Mitgehen. Die weiteste Anreise hatte der Ludwigsburger, doch ohne seinen Sport kann er nicht sein. „Es muss ein gutes Gesamtbild sein. Wer den Takt nicht halten kann, der wird nicht den Rhythmus der Musik aufnehmen können. So müssen viele Dinge zusammenspielen, damit es eine runde Sache wird. So einzeln etwas herausgreifen ist schwierig“, erklärte er seine Wertungskriterien.

Viel hängt auch von der Musikauswahl ab. „Bei einem Lieblingslied tanzt es sich eben auch besser“, erklärte Turnier-DJ Marcel Reimke. jedem Recht machen kann er es nicht, aber er versucht immer eine gute Mischung zu finden. Dass sich Paare extra Musik bestellen, das schlägt er bei jedem Versuch aus. „Es wird nach meiner Pfeife getanzt“, sagte er lachend.

Aus Berlin waren Thomas Eilenberg und Caroline Morgenroth. „Die letzten Turniere konnten wir allesamt gewinnen, ich hoffe, die Serie reißt hier nicht“, sagte der Berliner. Und an Ende sollten beide auch die Sieges-Glückwünsche bei den Senioren II der Klasse C in Empfang nehmen. „In Berlin ist gleichzeitig auch ein Turnier, aber ich finde es hier viel schöner und die Atmosphäre besser“, erklärte Thomas Eilenberg.

Das freute Hans-Jürgen Klatt, Abteilungsleiter der Eberswalder: „Es steckt schon viel Aufwand hinter so einem Turnier, da ist so ein Lob Lohn für die Arbeit des ganzen Teams.“ Zusammen mit seiner Frau Susanne belegte er Platz zwei bei den Senioren III der Sonderklasse.

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