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Guten Morgen
Vom Fahrradklimatest bis zum Teebeutel

Der eine, Dirk Lausch (r.) liest, der andere, Thomas Jäkel (l.) spinnt. Hier Jäkel beim Improvisieren. Das Duo vom Theater ohne Probe ist seit 2011 mit dem Format unterwegs.
Der eine, Dirk Lausch (r.) liest, der andere, Thomas Jäkel (l.) spinnt. Hier Jäkel beim Improvisieren. Das Duo vom Theater ohne Probe ist seit 2011 mit dem Format unterwegs. © Foto: Andreas Gora
Viola Petersson / 28.10.2018, 17:57 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Eberswalder waren gut vorbereitet, hatten – wie erbeten – Texte dabei. Denn: Bei der 590. Ausgabe von „Guten Morgen, Eberswalde“ kam es auch auf sie, die Gäste, an. „Ich weiß, dass es was wird“, hatte Guten-Morgen-Macher Udo Muszynski die Protagonisten begrüßt. „Ich weiß nur nicht, was es wird.“ Ähnlich ging es Dirk Lausch und Thomas Jäkel. Das Duo war mit „Lesung trifft Impro“ in der Barnimer Kreisstadt zu Gast. Und gespannt auf die Morgenfrische der Eberswalder.

Wobei sich Jäkel und Lausch zuversichtlich zeigten. Im vorigen Jahr waren sie mit dem Format im Festivalbegleitprogramm der „Provinziale“ vertreten. Und das sei ein Erfolg gewesen. „Sonst wären wir nicht wieder hier“, so Jäkel, der Eberswalde zudem als Leiter der Freien Studentenbühne an der Hochschule (2002-2017) kennt. Die Idee des festen, freien Formats ist schnell erklärt: „Der eine liest, der andere spinnt“, erläuterte Lausch, der für Ersteres zuständig ist. Doch was gelesen wird, das entscheiden die Zuschauer, Zuhörer. Einkaufslisten, Telefonbücher, Gebrauchsanweisungen, natürlich auch echte Literatur – alles sei möglich, hieß es vorab.

Und so ging es denn los, mit einem hochaktuellen, brisanten Text. Der Umfrage „Fahrradklima-Test“. Christian Wappler, Sprecher der hiesigen ADFC-Ortsgruppe, hatte die Umfrage mitgebracht, die Lausch sodann zum Besten gab. In leicht gekürzter Form. Und die Jäkel im Anschluss als Steilvorlage diente, um über die Fahrradinfrastruktur im Allgemeinen und im Besonderen zu philosophieren. Zur Erheiterung der Besucher.

Ob Bibeltext „Alles hat seine Zeit“, ein vielsagender Schülerbrief aus der Klasse 8a oder freie Lyrik, Lausch las, was die Eberswalder ihm boten, und Jäkel spann. Selbst der nüchterne Aufdruck auf einem Teebeutel der Marke Earl Grey machte das Duo nicht sprachlos, sondern forderte es zu wortgewandten Höchstleistungen heraus. Den Schlusspunkt setzten die Zwei jedoch mit Hochkultur. Mit Shakespeares „Hamlet“ und Adaptionen à la Lausch & Jäkel, die offensichtlich genauso viel Spaß an der vormittäglichen Runde hatten wie die Zuschauer.

„Einfach genial dieser Einfallsreichtum“, zeigte sich nicht nur Wappler begeistert. Auch am 10. November hängt der Erfolg der Veranstaltung vom Publikum ab, stimmte Muszynski das Publikum schon mal auf „Schalala – das Mitsingding“ ein.

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