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Lunower schneiden verbuschten Wanderweg und Verbindung nach Stolzenhagen bei gemeinsamer Aktion frei

Arbeitseinsatz
Liebesgrund lädt wieder zum Küssen ein

Julia Lehmann / 02.11.2018, 07:45 Uhr
Lunow-Stolzenhagen (MOZ) Dem Liebesgrund in Lunow wird nachgesagt, dass Paare dort mit Vorliebe ihren ersten Kuss austauschen. In den vergangenen Jahren mussten Verliebte dies wohl an anderer Stelle tun. Denn der naturbelassene Weg ist zugewachsen und zu einem unpassierbaren Wirrwarr geworden. Das war mal. Denn der Pfad, der in Lunow quasi als verlängerter Stolzenhagener Weg beginnt und bis nach Stolzenhagen führt, hat einen Arbeitseinsatz mit gut 20 Helfern hinter sich.

Zusammengetrommelt hatte der Dörferstammtisch, bestehend aus den Orten Lunow, Stolzenhagen, Lüdersdorf und Parstein, auf Anregung von Theresa Jacobi. Vor allem Lunower beteiligten sich an der Aktion, wie Theresa Jacobi und Maren Buhmann vom Dörferstammtisch berichten. Nur so konnte in nur zwei Stunden Kahlschlag und der Weg wieder passierbar gemacht werden. Geht man ihn von Lunow aus kommend entlang, ahnt man zunächst nicht, was da kommt. Etwa auf der Hälfte des Weges hatte sich die Natur den Weg zurückgeholt.

Bäume und Sträucher wuchsen ungehindert in den Weg hinein. Brennessel waren zum Teil bis Brusthöhe herangewachsen. Den Akteuren war wichtig, dass all die unterschiedlichen Biotope erhalten bleiben. Sie sollten aber für Wanderer und Spaziergänger wieder nutzbar werden. Morsche Holzbänke zeugen davon, dass der Weg schon mal genutzt worden ist. Theresa Jacobi schätzt aber, dass das gut zehn Jahre her ist.

Was nun wieder sichtbar wird, ist ein verwunschener von Obstbäumen und Hagebuttensträuchern gesäumter Weg, der sich zum Teil durch eine Senke schlängelt, rechts und links von landwirtschaftlichen Flächen umrahmt, abgelegen von Hauptverkehrsstraßen und damit sehr idyllisch. Der Liebesgrund mündet in einen bereits bestehenden Feldweg und hügelige landwirtschaftlich genutzte Flächen, auf denen rechts und links je eine kleine Baumgruppe den Blick lenkt.

Bevor man dorthin kommt, muss man den durch eine Quelle aufgeweichten Boden trockenen Fußes überqueren. Die Helfer haben kurzerhand einen Naturpfad aus Ästen gebaut. Zudem versperrte ein umgekippter Baum den Weg. Neben Astscheren brachten die Engagierten auch Motorsägen mit und schnitten das Hindernis kurzerhand durch.

Auch wenn sich der Liebesgrund in Gemeindeeigentum befindet, will der Dörferstammtisch ihn weiterhin pflegen. Die Gemeinde habe kein Interesse gezeigt, so Theresa Jacobi und Maren Buhmann. Denn Wanderwege gebe es in der Gegend nicht gerade viele. Etliche fallen der landwirtschaftlichen Nutzung zum Opfer, haben die beiden Frauen beobachtet. Dabei seien sie für Touristen durchaus interessant. Und wenn man möchte, kann man den Weg auch als neue, alte Verbindung der beiden Ortsteile verstehen. Ein Symbol für die Zusammengehörigkeit. In erster Linie wird hier Natur erfahrbar gemacht, sagt Theresa Jacobi. Auch mit Blick auf ihre Dorfschul-Initiative in Lunow.

Dörferstammtisch: Sonnabend, 10 Uhr über Kindergarten Lunow

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