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Fast 300 000 Euro für neues Wegeleitsystem

Tourismus
Wegweiser zu Hits der Eberswalder Historie

Entwurf zum Vorzeigen: Simone Schulz und André Kazenwadel mit einem der 21 geplanten Schilderbäume
Entwurf zum Vorzeigen: Simone Schulz und André Kazenwadel mit einem der 21 geplanten Schilderbäume © Foto: Sven Klamann
Sven Klamann / 09.11.2018, 08:15 Uhr
Eberswalde (MOZ) Im Frühjahr des kommenden Jahres werden in der Barnimer Kreisstadt 21 Schilderbäume und fünf Wegweiser aufgestellt, die markante Punkte der Eberswalder Geschichte für Einheimische und Besucher erlebbarer machen sollen. Im Haushalt sind für dieses Vorhaben knapp 300 000 Euro berücksichtigt, die aus Mitteln der Städtebauförderung stammen. Im Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt haben Silke Leuschner, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, sowie Simone Schulz und André Kazenwadel von der mit der Konzeption für das Wegeleit- und Informationssystem beauftragten Berliner DrNice GbR zum Planungsstand informiert und einen ersten Entwurf präsentiert.

Die Standorte stehen nach Auskunft von Silke Leuschner weitestgehend fest. Die Schilderbäume und Wegweiser sollen zum Beispiel auf dem Weg zwischen Bahnhof und Zentrum zu finden sein und dort für Kurzweil und Informationen sorgen. Auch die Stadtpromenade am Finowkanal und die Erlebnisachse Schwärzetal, die unter anderem den Forstbotanischen Garten, die Zainhammermühler und den Zoo verknüpft, gelten als gesetzt. „Wir haben bei der Auswahl der Ziele, die wir vorstellen, darauf geachtet, dass wir auch den Eberswaldern Neues mitteilen“, sagte die Amtsleiterin. Die Texte werden von der Kulturwissenschaftlerin Claudia Rücker aus Berlin verfasst, die dafür unter anderem im Museum und im Kreisarchiv recherchiert.

Die Schilderbäume bestehen aus dem eigentlichen Wegweiser, einem Nebenschild, einem niedriger angebrachten Kinderschild und einem Hauptschild, das bei dem im Ausschuss gezeigten Entwurf noch fehlte. Vorgesehen ist, auf Deutsch und auf Englisch zu informieren.

Im Ausschuss regte Roy Pringal (CDU) an, auch die polnische Sprache auszuwählen. „Wir wissen vom Zoo, dass die Besucherzahl aus dem Nachbarland stetig wächst“, sagte er. Dies sei wirklich überlegenswert, urteilte Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner, die vorschlug, sich bei den fremdsprachigen Auskünften auf Kernsätze zu konzentrieren, um Platz zu sparen.

Auf Schilderbäume und Wegweiser zu setzen, sei nicht mehr zeitgemäß, kritisierte Jens-Olaf Melzow (Linke). Sein Rat lautete, stattdessen auf Audioguides zurückzugreifen.

Wer die Schilderbäume und Wegweiser anfertigt, wird im Dezember entschieden.

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