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Absackung führt zu Straßensperrung

Fortschritt
Volle Energie für Energiewende

Viola Petersson / 22.11.2018, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Was haben die Mitfahr-App Pampa, das kleine Unternehmen AkoTec, die Eberswalder Bürgerenergiegenossenschaft und BARshare gemeinsam? Genau: Sie alle wollen die Welt retten, im Kleinen. Vorgestellt wurden die Klimaschutz-Projekte auf dem 6. Regionalen Energieforum.

Das Angermünder Unternehmen AkoTec ist schon seit zehn Jahren am Markt, die Genossenschaft „Barnimer Energiewende“ noch in Gründung. Die App Pampa steht, könnte sofort angemeldet werden, für BARshare warten die Akteure indes noch auf den Fördermittelbescheid. In puncto Umsetzung gibt es also schon Unterschiede. Gleichwohl wurden alle vier Beispiele als „Best Practice Uckermark-Barnim“ vorgestellt, also als herausragende Projekte, als Erfolgsmodelle.

Die Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft, eine Tochter der Kreiswerke Barnim, geht dabei durchaus mit gutem Beispiel voran, bringt mit BARshare und dem Ladesäulenkonzept zwei Projekte an den Start. Ziel des Ladesäulenkonzeptes sei, so informierte Frank Haney, eine flächendeckende Infrastruktur im Landkreis zu schaffen. Soll heißen: Alle zehn Kilometer soll es künftig eine „Normalladestation“ (60 bis 120 Minuten für drei bis 22 kW) geben. Dieser Tage beginne mit Zuschüssen vom Bundesministerium für Verkehr der Aufbau, etwa in Eberswalde, Britz, Oderberg, Niederfinow und Chorin. Bis April, so Haney, soll diese erste Phase abgeschlossen sein. Ab Sommer könnten weitere Zapfsäulen installiert werden, vorausgesetzt, es fließen erneut Fördermittel. Dann könnte auch Lunow-Stolzenhagen versorgt werden. Für die dritte Phase schließlich seien Kooperationen mit Unternehmen geplant. So sei man u. a. mit dem Klinikkonzern GLG derzeit im Gespräch. Wohingegen auf der ersten und zweiten Etappe jeweils die Kommunen Standortpartner seien, was eine Beteiligung an der Kreiswerke-Tochter voraussetzt, so Haney.

Aktuell gebe es an 18 Standorten im Landkreis 41 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Bis April kommen 19 weitere hinzu, u. a. am Parkhaus der Kreisverwaltung in Eberswalde. Insgesamt investieren die Kreiswerke mehr als 100 000 Euro in die elektromobile Infrastruktur. Dieses Projekt korrespondiert zum zweiten: mit BARshare. Die Kreiswerke wollen ein stationsbasiertes Car-Sharing-Angebot aufbauen – in Kooperation mit Verwaltungen und Unternehmen.

Im Mai 2019, so das ambitionierte Ziel, soll es öffentlich ans Netz gehen. Vorausgesetzt, in den kommenden Tagen geht der Zuwendungsbescheid ein, werden Beschaffung der Fahrzeugflotte (17 neue E-Autos sollen gekauft werden) und der Software über den Jahreswechsel ausgeschrieben. Im Januar soll bereits eine interne Testphase mit der Kreisverwaltung starten. Als Stationen sind u. a. für Eberswalde, Britz, Melchow und Bernau vorgesehen. BARshare geht von der Idee aus, den Fuhrpark, über den Verwaltungen und Unternehmen verfügen, in „Nebenzeiten“ (abends und an den Wochenenden) zu öffnen, das vorhandene Dienstwagen-Potenzial also zu nutzen.

In die Realisierungsphase will auch die Genossenschaft „Barnimer Energiewende“ eintreten. Wie Vorstandsvorsitzende Madlen Haney erklärte, wurden die Unterlagen beim Prüfverband im Oktober eingereicht. „Wir hoffen auf das Gründungsgutachten im Dezember, so dass im Januar die Eintragung ins Genossenschaftsregister erfolgen könnte.“ Und erste Projekte 2019 umgesetzt werden können. Zunächst wolle sich die Genossenschaft auf Vorhaben im Bereich Photovoltaik konzentrieren. Die Angebote richten sich sowohl an Unternehmen und Kommunen (etwa in Form einer Anlagenpacht) als auch an Mieter (Mieterstrom oder Balkonmodulmiete). Weitere Infos gibt es in der „Thinkfarm“, Puschkinstraße, wo die Genossenschaft ihren Sitz hat.

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