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Europaminister Stefan Ludwig besucht Eberswalder Zoo als Beispiel für grenzübergreifende Arbeit

Ministerbesuch
Gelebte deutsch-polnische Kooperation

Besuch aus Potsdam: Zoodirektor Bernd Hensch (l.) zeigt Europaminister Stefan Ludwig (3. v. l.) den Nuckelbaum des Zoos. Der Minister weiß ebenso von einem zu berichten.
Besuch aus Potsdam: Zoodirektor Bernd Hensch (l.) zeigt Europaminister Stefan Ludwig (3. v. l.) den Nuckelbaum des Zoos. Der Minister weiß ebenso von einem zu berichten. © Foto: Thomas Burckhardt
Julia Lehmann / 28.11.2018, 06:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Drei Mal ist der Zoo Eberswalde durch das Programm Interreg mit Fördermitteln bedacht worden. Interreg konzentriert sich in der Region auf die europäische territoriale Zusammenarbeit zwischen Städten oder Regionen in den Bereichen Infrastruktur, Umweltschutz und Arbeitsmarkt, insbesondere zwischen deutschen und polnischen Partnern. Um sich selbst ein Bild davon zu machen, wo die Förderung aus EU-Mitteln hingeflossen sind, hat der brandenburgische Europaminister Stefan Ludwig (Linke) am Dienstag den Tierpark besucht. Er informierte sich über das in der aktuellen Förderperiode, die 2020 ausläuft, bewilligte Projekt „Pomerania-Natur und Kulturerlebnisse“. Im Rahmen dessen soll ein Eiszeit-Erlebnispfad über den Köpfen von Wölfen und Bären entlang führen. 739 000 Euro soll der Bau kosten. Der Zoo kann sich über eine Förderung von 85 Prozent freuen.

In einem ausführlichen Rundgang erläuterte Zoochef Bernd Hensch dem Minister, wie die Schwerpunkte des Tierparks gelagert sind. Stolz präsentierte Hensch den „Waldcharakter“ seiner Anlage. Mit dabei auch Barnims Vizelandrat Holger Lampe (Linke). Von besonderer Wichtigkeit ist im Zoo aber die Leitziele Bildung und Artenschutz, so der Direktor. Minister Ludwig und seine Begleiter zeigten sich angetan von der dreisprachigen Ausrichtung des Zoos. Schilder und Infotafeln, aber auch Werbematerial erstellt der Zoo auf deutsch, englisch und polnisch. Durch Paulina Ostrowska, Leiterin der Zoo-Schule und Polnisch-Muttersprachlerin, kann sich der Park auch im Rahmen der Bildung und Betreuung von Schulklassen noch besser auf seine polnischen Besucher einstellen, die inzwischen eine wichtige Einnahmequelle für den Zoo darstellen. Partner hat der Eberswalder Tierpark also auf deutscher wie auf polnischer Seite.

In einer früheren Interreg-Förderperiode wurde der Zoo deshalb mit Geldern für Marketingmaßnahmen, insbesondere für die Kooperation mit Polen aber auch insgesamt, unterstützt. Noch davor entstand so das Tigergehege mit dem Eiszeit-Gletscher-Spielplatz. Auch das besichtigte der Minister mit Interesse. Aber auch Mitarbeiterzahlen fragte Ludwig beim Zoo-Chef ab.

Für die neue Förderperiode, die 2021 beginnt, suche man bereits neue Projekte, sagte Stefan Ludwig. Bernd Hensch hatte da auch sogleich eine Idee: Er möchte sich der Aufklärung zu invasiven Arten widmen, indem er einen sprechenden Baum installiert. Etwa 50 000 Euro werde dieser kosten, sagte Hensch. Ludwig stellte dem Direktor gar keine schlechten Chancen in Aussicht. Der Fokus des Förderprogramms liege darauf, das „Trennende zu überwinden“, so Ludwig.

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