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Schutzgemeinschaft Deutscher Wald eröffnet im Scheer-Energiezentrum seine neue Landesgeschäftsstelle

Fünf Jahre nach der Eröffnung
Endlich eine runde Sache

Viola Petersson / 28.11.2018, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) 2013 mit großen Plänen eingeweiht, erfuhr es seither nur eine temporäre Nutzung. Das ändert sich jetzt. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist in das Zentrum für Erneuerbare Energien Herrmann Scheer eingezogen. Am Montagabend wurde dort offiziell die Geschäftsstelle eröffnet.

Aline Wenning und ihr kleines Team haben sich längst eingerichtet in dem gläsernen, runden Büro. „Wir sind angekommen und arbeitsfähig“, versichert die Geschäftsführerin des Brandenburger Landesverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Der neue Standort sei „einfach ideal“. Zentraler und größer als das bisherige Domizil am Schwappachweg 13 und perfekt für die Pläne des Verbandes. Der will nämlich im kommenden Jahr eine große Exposition aufbauen. „Weshalb wir etwas mit Ausstellungsfläche gesucht hatten“, so Wenning.

Genauso glücklich wie der neue Mieter zeigt sich der Hausherr, der Verein E.I.C.H.E. Vorsitzender Lothar Krüger spricht sogar von einem „Wendepunkt in der Nutzung“ des Energiezentrums. Er erinnert an die ursprüngliche Intention, mit dem Neubau, einem Nullemissionshaus, einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten. Kurzfristig hätten sich Wirtschaft und Politik damals jedoch zurückgezogen. Und aktuell? „Berlin hält am Diesel fest, Potsdam an der Braunkohle“, hält Krüger mit seiner Meinung nicht hinterm Berg. Der Eberswalder Verein indes verabschiede sich nicht von den Zielen in Sachen Klimaschutz. Deshalb sei er froh, mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald einen Partner gefunden zu haben, so Krüger. Einen Partner, mit dem E.I.C.H.E. inhaltlich kooperiert und der zugleich das Haus mit Leben füllt.

Gemeinsam werde man sich (zunächst) auf den Aspekt Holz konzentrieren. Am 29. Januar, so kündigt Krüger schon mal an, wird im Energiezentrum – auch in Zusammenarbeit mit der schwedischen Botschaft – eine Exposition zu „Bauen mit Holz“ eröffnet. Später, voraussichtlich im Juni, folge die Ausstellung der Schutzgemeinschaft, in deren Fokus die Birke stehen wird.

Die Schau ist Teil des Projektes „Plan Birke forsch voran“, ein Projekt, das neben wissenschaftlichen Untersuchungen Bildungsmodule beinhaltet, also Waldpädagogik. Überhaupt will die Schutzgemeinschaft die Zusammenarbeit mit der Stadt Eberswalde intensivieren. Im Rahmen der Geschäftsstelleneröffnung unterzeichnen Aline Wenning und Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski eine Vereinbarung für das neue Kooperationsprojekt „Schulwald“. Auf der etwa 11,5 Hektar großen Fläche in Nordend (zwischen Oder-Havel-Kanal und L 23 Richtung Britz) soll Schülern das „Ökosystem Wald“ ganz praktisch nahegebracht werden, inclusive Forstwirtschaft. Kinder an die Natur heranzuführen, sei wichtig, um Klimawandel zu verstehen, ist Boginski überzeugt. Mancher Schüler kenne fünf Automarken, aber gerade mal zwei Baumarten. Dies allein mache die Notwendigkeit waldpädagogischer Angebote deutlich. Ein erstes Projekt, die Waldstadt AG, erfolgreich im Herbst gestartet, wird 2019 fortgesetzt.

Im Übrigen, so findet das Stadtoberhaupt, sei der Energiecampus mit Waldsolarheim und Scheer-Zentrum das „schönste Eingangstor von Eberswalde“. Weshalb er sich über die Belebung freue. Gleichzeitig versichert er Gregor Beyer, dem Vorsitzenden des SDW-Landesverbandes, dass es in Eberswalde – im Gegensatz etwa zu Treuenbrietzen – keine Bestrebungen zum Verkauf des Stadtwaldes gebe. „Wir stehen zu unserem Stadtwald.“ Der keine Gewinne abwerfen müsse. Die schwarze Null und der immaterielle Gewinn reichen.

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