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Der Bernauer Nikolaus half im Auftrag der Stadtmarketinggesellschaft Kindern bei der Suche nach Süßigkeiten

Traditionsfest
Stiefelrallye durch die Innenstadt

Kerstin Ewald / 06.12.2018, 20:30 Uhr
Bernau (MOZ) Das Nikolaus-Shopping in der Bernauer Innenstadt zog vor allem die Omas mit ihren Enkeln an. Kinder, die pünktlich ihre geputzten Stiefel im „Nikolausbüro“ abgegeben hatten, konnten sich freuen. Irgendwo in der Stadt stand er prall gefüllt in einem Schaufenster.

In der Bürgermeisterstraße herrscht am Dienstagnachmittag Weihnachtsstimmung: Der Nikolaus kommt diesmal an einem Markttag. Erstmals beteiligen sich auch die mobilen Händler am großen Nikolaus-Shopping.  Bereits zum zehnten Mal veranstaltet die BeSt – Bernauer Stadtmarketinggesellschaft die Stiefelrallye durch die Innenstadt, an der sich die meisten  dort ansässigen Einzelhändler beteiligen. 500 Kinder im Alter bis zu  zehn Jahren aus Bernau und Umgebung hatten Ende der vergangenen Woche ihre Stiefel im Nikolausbüro abgegeben.

Laura und ihr Cousin Lennert sind heute extra früh von ihrer Oma Karin Klatt aus der Schule abgeholt worden. Sie sind beinahe die ersten, die auf den Nikolaus treffen. Dessen widerspenstige graue Locken kringeln sich lustig ums Gesicht. Trotz imposanter Statur haben die Kinder vor ihm keine Angst. Es ist ein freundlich verschmitzter Nikolaus, der Laura und Lennert hilft, ihre Schuhe wieder zu finden. Bei der Abgabe hatten sie einen Stiefelpass mit Nummer erhalten, anhand dessen ihnen der gute Mann mit der Zipfelmütze den entscheidenden Hinweis geben kann.

„Ihr müsst in die Breitscheidstraße 11“, erklärt der bebrillte Nikolaus. Ein Blick in den Veranstaltungsflyer zeigt: Dort befindet sich die Eismanufaktur  „Alte Post“. „Prima“, sagt Oma Karin Klatt, „wir wollten sowieso noch Kuchen essen gehen.“ Die drei laufen los. Vorher verrät Lennert noch, dass er auch schon Geschenke gebastelt hat.

Und gebastelt werden kann viel an diesem Dienstag beim Nikolaus-Shopping. Viele Ladenbesitzer haben sich mit ihren Mitarbeitern hübsche Kleinigkeiten einfallen lassen. So können die Kinder mit Katrin Maaß vom Immobilienmakler-Büro Schwedler in der Bürgermeisterstraße Pailletten an Styroporkugeln pinnen oder Perlen auf Pfeiffenputzer fädeln. Die Abiturientin Nora Burlon, die im Rahmen eines freiwilligen kulturellen Jahres die Galerie  Bernau unterstützt, macht Kartoffeldruck mit der vierjährigen Melissa und der fünfjährigen Adina-Lara. Die beiden sind ebenfalls mit ihrer Oma Birka Nowacek-Damerow in die Innenstadt gekommen: „Schöne Aktion“, freut sich sie sich.

Der zweijährige Niko – wahrscheinlich ist es nicht allzu lange her, dass er anfing, in ganzen Sätzen zu sprechen – murmelt dem Nikolaus ein Evergreen-Gedicht ins Ohr: „Lieber guter Weihnachtsmann, schau mich nicht so böse an, stecke Deine Rute ein, ich will immer artig sein...“ Der Nikolaus freut sich und sagt ihm, wo er seinen Stiefel finden kann.

Während dessen näht Mary-Ann unter Anleitung von Diana Ritschel bei „Dein Stoffladen“ in der Berliner Straße ein Kirschkernkissen in Herzform. „Nein, die Kirschen haben wir nicht alle selbst essen müssen, die gibt es im Großmarkt“, lacht die Geschäftsführerin und erzählt von den Nähkursen, die sie regelmäßig durchführt – nicht nur für Mädchen übrigens.

Wie Diana Ritschel dürfen auch die anderen Einzelhändler, die als emsige Weihnachtswichtel die Stiefel mit Teddys, Schokolade, Spielfiguren und Mini-Gesellschaftsspielen befüllt haben, wieder mehr als zufrieden sein mit der werbewirksamen Advent-Aktion, die von City-Managerin Ines Rehaag und ihren „Engelhelferinnen“ bestens organisiert worden ist. Das Team der BeSt  denkt sich regelmäßig öffentlichkeitswirksame Aktionen aus, um die Händler der Innenstadt zu unterstützen – die Bernauer Lokaltour beispielsweise, bei der die Stadt zweimal im Jahr zu einer großen Open-Air-Bühne wird.

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