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Genossenschaft ändert zum Jahreswechsel Namen / Leerstandsquote sinkt

Namensänderung
Aus der WBG wird die 1893

Kürzel im Scheinwerferlicht: Bei der Genossenschaft in der Ringstraße wird noch die alte Bezeichnung angestrahlt.
Kürzel im Scheinwerferlicht: Bei der Genossenschaft in der Ringstraße wird noch die alte Bezeichnung angestrahlt. © Foto: Sven Klamann
Sven Klamann / 02.01.2019, 06:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Zum Jahreswechsel ist aus der Wohnungsbaugenossenschaft Eberswalde-Finow, bekannt als WBG, die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 geworden. Nach den Vorstellungen von Volker Klich und Guido Niehaus, die seit 2016 den Vorstand bilden, soll das Gründungsjahr an die Stelle des bisherigen Buchstaben-Kürzel treten. Die  Mitglieder und Mieter, die in den 3649 Genossenschaftswohnungen leben, sollen sich demnach nicht mehr in der WBG, sondern in der 1893 heimisch fühlen. Dies sei das wohl auffälligste Ergebnis eines fast zweijährigen Umbruchprozesses, bei dem nicht nur nach einem neuen Namen gesucht worden war, heißt es in einer Pressemitteilung des Vorstandes. Selbstverständnis, Image und Produkt seien ebenfalls auf den Prüfstand gekommen.

Als das Führungsduo bei der Genossenschaft Verantwortung übernahm, hatte deren Leerstand noch 20,5 Prozent betragen. Anfang 2019 liegt der Leerstand bei 14,5 Prozent. In so kurzer Zeit fast sechs Prozent Leerstand abzubauen, sei fast schon radikal – vor allem, weil es um dieselben Wohnungen gehe, die von denselben Mitarbeitern betreut würden. „Wir haben das gesamte Unternehmen mit Herzlichkeit auf den Vertrieb ausgerichtet“, betont Guido Niehaus, Jeder Mitarbeiter helfe mit. Das fange bei den geschulten Vermietern an, die die Wohnungen zeigen würden. Aber auch der hilfsbereite Hausmeister, die freundliche Ansprache am Telefon oder eine nette Dankesformel auf dem Abbuchungsbeleg gehörten dazu. Zudem habe die Genossenschaft marode Wohnungen saniert, diese mutig vermarktet und damit viele junge  Neumitglieder gewonnen, ergänzt Volker Klich, der überdies auf das millionenschwere Bauprojekt Brand.Vier verweist, bei dem ab 2020 jährlich nach Möglichkeit drei Wohnblöcke im Brandenburgischen Viertel umfassend saniert werden sollen. „Wir müssen alles vermieten, was wir haben. Und weil vieles davon marode ist, haben wir jetzt die einmalige Chance, alles neu und vor allem richtig zu machen“, kündigt  Volker Klich an. Das Ziel der 1893 sei es, aus dem Quartier, in dem sich 1600 ihrer Wohnungen befinden, wieder einen gleichwertigen Teil der Stadt zu machen.

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