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Fußball
FC Eisenhüttenstadt mit Überraschungssieg

Ulrich Gelmroth und Dirk Schaal / 07.01.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 08.01.2019, 09:34
Eberswalde (MOZ) Der 8. arxes-tolina-Cup begeisterte mehr als 750 Fans auf den Rängen im Sportzentrum Westend. Spannung pur vom ersten Gruppenspiel bis zum hochdramatischen Finale prägte dieses Hallenfußball-Highlight. Am Ende holte überraschend der FC Eisenhüttenstadt den Pott, vor dem FC Strausberg und dem Angermünder FC.

Die Auslosung wollte es, dass es gleich im ersten Vorrundenspiel zum Duell zwischen Vorjahresfinalist Preussen Eberswalde und Oberligist FC Strausberg kam. Sicher für beide schon das richtungsweisende Spiel für den weiteren Turnierverlauf. Preussen ging durch einen herrlichen Kopfball-Treffer von Florian Groß in Führung (4.). Doch in der Endphase schlug der Oberligist zweimal eiskalt zu und drehte die Partie  (Pierre Vogt/Tino Istvanic).

Die achte Auflage des Hallenfußballturniers um den arxes-tolina-Cup lockte über 700 Zuschauer in das Eberswalder Sportzentrum Westend
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8. arxes-tolina-Hallenfußballcup

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Kein guter Start für Gastgeber Preussen Eberswalde. Zumal die nächsten Überraschungen in der Gruppe A sofort folgten. Landesligist Angermünder FC entzauberte erst Union Klosterfelde beim 3:0-Sieg und warf in seinem  zweiten Spiel die Preussen aus dem Rennen, gewann klar mit 4:1 Toren. Da Strausberg die Klosterfelder mit 5:2 schockierte, war vor der letzten Gruppenrunde klar, wer ins Halbfinale einzieht: Landesligist und Oberligateam. Nach einem 1:1 gegen Klosterfelde blieb für Preussen wenigstens noch das Neunmeterschießen um Platz fünf. Da Angermünde in einem packenden Spiel sich auch gegen die Strausberger mit 4:3 Toren behauptete, dabei jedoch einen 4:0-Vorsprung fast verspielte, war die Reihenfolge fürs Halbfinale klar.

Der FSV Bernau hatte mit dem Sieg beim Bürgermeisterturnier viel Selbstvertrauen gebunkert und bestimmte auch diesmal in Gruppe B das Geschehen. Gewann gegen Titelverteidiger Union Berlin U 19 durch einen Doppelpack von Justin Pehl (2:0) und ließ im Bernauer Stadtderby auch Einheit beim 4:1 keine Gewinnchance. Gegen Ligakonkurrenten Eisenhüttenstadt ging es dann um den Gruppensieg. Erst in der letzten Spielminute gelang Damir Coric der Siegtreffer. Einheit Bernau gewann dann 1:0 gegen die Youngster von Union Berlin, wurde Dritter. Dem Titelverteidiger blieb nur der letzte Gruppenplatz.

Nach der spannenden Vorrunde  deuteten sich schon enge K.-o.-Spiele an. So kam es auch. Den alle Spiele, die Halbfinals, des kleinen und großen Finale, mussten ins Neunmeterschießen, um einen Sieger zu ermitteln. Angermünde traf im ersten Halbfinale auf den achtmaligen Turnierteilnehmer Eisenhüttenstadt und schlug sich erneut achtbar. Nach 15 Minuten Spielzeit stand es noch torlos. Neumeterschießen. Da war der Brandenburgligist cleverer, gewann 5:4 vom Punkt.

Strausberg und der FSV Bernau belauerten sich im zweiten Halbfinale lange, bauten auf Sicherheit. So fielen die Treffer recht spät. Am Ende bedeutete ein 2:2 wiederum ein Neunmeterschießen, das der Oberligist mit 4:3 für sich entschied.

Im Spiel um Platz drei führte das Überraschungsteam aus Angermünde schnell mit zwei Treffern (Martin Rakoczy, Manuel Bormann). Dem FSV gelang jedoch kurz vor Ultimo noch der Ausgleich (Kim Schwager, Justin Pehl). Das Neunmeterschießen ließ den Landesligisten aber wieder jubeln.

Doch im Finale wurde noch eine Schippe draufgelegt. Oberligist FC Strausberg und Turnier-Spezialist Eisenhüttenstadt begeisterten zu später Stunde nochmals die vollen Zuschauer-Ränge. FCE-Stürmer George Florent Mooh Djike legte früh vor, Tony Wernicke erhöhte postwendend. FCS-Kapitän Martin Kemter gelang zwar der Anschluss, doch „Hütte“ konterte sofort doppelt (Hermann Wamba Tsafack, Mooh Djike). Die Oderstädter stürmten dem ersten Titelgewinn entgegen. Kemter mit seinem zweiten Treffer und Mooh Djike mit seinem dritten Treffer im Spiel änderten wenig an der Situation. Doch dann der rasante Schlussspurt des Oberligisten mit dem 5:5-Ausgleich kurz vorm Abpfiff. Acht Mal musste jedes Team vom Neunmeterpunkt ran, bevor der Sieger feststand. Der FC Eisenhüttenstadt reihte sich würdig in die Gruppe der bisherigen Turniersieger ein, freute sich über die 1000 Euro Siegprämie. Den FC Strausberg trösteten sicher die 600 Euro für Platz zwei etwas über die knappe Finalniederlage hinweg. Der Angermünder FC freute sich sehr über die 300 und der FSV Bernau über 100 Euro für ihre Teamkassen.

STIMMEN

Christian Städing (Trainer FSV Bernau): „Wir haben kein Spiel in der regulären Spielzeit verloren. Fast alle Partien waren sehr eng, da hat das Glück im Endeffekt entschieden. Und das war heute nicht auf unserer Seite.“

Matthias Kandula (Trainer Angermünder FC): „Natürlich liegt unser Augenmerk auf der Meisterschaft draußen. Aber wenn wir antreten, wollen wir auch gewinnen. Ich denke, wir haben hier eine sehr gute Vorstellung geboten und freuen uns über den dritten Platz.“

Andreas Schmidt (Trainer FC Eisenhüttenstadt): „In erster Linie sind wir hergekommen um Spaß zu haben. Und den hatten wir. Trotzdem denke ich, dass so ein Sieg auch Selbstvertrauen für die Rückrunde gibt, um so schnell wir möglich aus dem Tabellenkeller rauszukommen.“

Christof Reimann (Trainer FC Strausberg): „Wir kommen gern nach Eberswalde, weil die Turniere immer gut organisiert sind. Zum Sieg sollte es heute nicht reichen, trotzdem hat es allen wieder Spaß gemacht.“

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