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Einige altgediente Mandatsträger ziehen sich zur Kommunalwahl in den Ortsteilen zurück

Vorausschau
Gemeinde im Zeichen des Wandels

Vor dem Abschied: Bürgermeister Uwe Schoknecht hört 2020  auf.
Vor dem Abschied: Bürgermeister Uwe Schoknecht hört 2020 auf. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Susan Hasse / 10.01.2019, 06:45 Uhr
Schorfheide (MOZ) Die Gemeinde Schorfheide steht im Superwahljahr 2019 vor einem Generationswechsel. Nicht nur, dass der hauptamtliche Bürgermeister Uwe Schoknecht nicht mehr antritt, auch in einigen Ortsteile ziehen sich Ortsvorsteher und ehrenamtliche Ortsbeiräte zurück.

In der Gemeinde Schorfheide stehen in diesem Jahr mit der Wahl der Gemeindevertretung und der Ortsbeiräte im Mai sowie der Wahl des neuen Bürgermeisters im September  gleich drei wichtige Richtungsentscheidungen an. Schon jetzt ist absehbar, dass es zu mehreren personellen Veränderungen kommen wird.

Zweifelsohne ist der gravierendste Wechsel in Finowfurt zu erwarten. Uwe Schoknecht, der seit den 90er- Jahren die Geschicke der Gemarkung, die zwischenzeitlich als Amt Barnim-Nord, als Großgemeinde Finowfurt und seit 2003 als Gemeinde Schorfheide organisiert war, geleitet hat, zieht sich Anfang des Jahres 2020 in den Ruhestand zurück. Wer für den Posten des Bürgermeisters kandidieren wird, ist derzeit noch nicht offiziell bekannt. Die Direktwahl des Bürgermeisterpostens ist für den 1. September, parallel zur Landtagswahl in Brandenburg, anberaumt.

Bereits am 26. Mai werden die Gemeindevertretung und die Ortsbeiräte der neun Schorfheide-Dörfer gewählt. Derzeit läuft die Kandidatensuche und Aufstellung der Listen auf Hochtouren. dabei ist es nicht einfach, neue Köpfe für die einzelnen Parteien zu gewinnen, bestätigen gleich mehrere Vertreter.

Die Groß Schönebecker Liste „Wir für B/GS/K/Sch“ hat bereits die Kandidaten benannt. Demnach werden sich unter anderem Klaus Diezel, Andreas Zeidler, Guido Schubert und Jürgen Bohm zur Wahl stellen. In Groß Schönebeck wird sich der langjährige Ortsvorsteher Hans-Joachim Buhrs aus dem politischen Geschäft zurückziehen. Hier muss der neu gewählte Ortsbeirat im Frühjahr einen neuen Ortsvorsteher aus seinen Reihen wählen. Bekannt ist bereits, dass sich der Groß Schönebecker Andreas Zeidler für das Bündnis „Wir für B/GS/K/Sch“ seinen Hut für diesen ehrenamtlichen Posten in den Ring werfen wird, sofern er als Ortsbeirat gewählt wird. Zeidler ist derzeit Gemeindevertreter und gehört zur jüngeren Generation der Kommunalpolitiker.Auch der Ortsvorsteher im kleinsten Dorf der Gemeinde Schluft Peter Fiebig will nicht mehr antreten. Hier ist bislang noch unklar, wer sich zur Wahl der Ortsteilvertretung aufstellen wird.

In Klandorf kann auch künftig auf Olaf Pieper setzen, der sich ebenfalls wieder aufstellen lassen will. Wie zu hören ist, werden in dem kleinen Ort, der seit Jahren um die Sanierung der Dorfstraße streitet, auch Kandidaten der Bürgerinitiative ihren Hut in den Ring werfen.

In Altenhof und Lichterfelde könnten die Zeichen dagegen auf Kontinuität stehen. Beide derzeitigen Ortsvorsteher Wolfram Malkus (Altenhof)  und Matthias Gabriel (Lichterfelde) treten wieder an.

Wie zu hören ist, werden auch die meisten der derzeitigen Ortsbeiräte sich wieder zur Wahl stellen.  So etwa die Lichterfelderin Nicole Sellke, die als einige der wenigen Frauen in der Gemeinde Schorfheide auf Kommunalebene aktiv ist. Frauen sind derzeit in Schorfheide massiv unterrepräsentiert, in der Gemeindevertretung ist keine einzige vertreten, unter den Ortsvorstehern ist Cindy Panzer aus Werbellin allein unter acht Männern.In Böhmerheide wird dem Vernehmen nach der langjährige Ortsbeirat Hans-Joachim Lunow nicht wieder antreten. Ortsvorsteher Gerhard Schmidt will dagegen erneut kandidieren. Wie es in Werbellin weitergeht, ist derzeit noch offen. Keiner der drei Ortsbeiräte hat sich bislang offiziell positioniert.

In Eichhorst werden sowohl Hann-Dieter Hartwig als auch Wulf Gärtner, beide seit Jahrzehnten politisch und gesellschaftlich stark engagierte Bürger ihres Dorfes, nicht mehr auf den Wahlzetteln stehen. Ob sich Stephan Reimann wieder zur Wahl stellt, ist noch nicht definitiv entschieden.

In Finowfurt wird sich zur Kommunalwahl im Mai Wilhelm Westerkamp wieder zur Wahl stellen. Laut Westerkamp hätten sich auch mit Ralf Hoffmann, Lothar Kirchhoff und Christian Wolf bereits einige Interessenten für den Ortsbeiratswahl gefunden.

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