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Erstmals werden polnische Medizin-Studenten gefördert / Konzern spricht von einer Erfolgsgeschichte

Unterstützung
GLG vergibt sechs weitere Stipendien

Stipendiaten: Über einen monatlichen Zuschuss freuen sich Nina Drämel, Filip Wozniak, Natalia Stütz, Maria Zierke, Lisa-Marie Haase und Theresa Eimert (v. l.). Es gratulierten von der GLG Katja Kahm, Liane Treudler und Dr. Steffi Miroslau.
Stipendiaten: Über einen monatlichen Zuschuss freuen sich Nina Drämel, Filip Wozniak, Natalia Stütz, Maria Zierke, Lisa-Marie Haase und Theresa Eimert (v. l.). Es gratulierten von der GLG Katja Kahm, Liane Treudler und Dr. Steffi Miroslau. © Foto: GLG
Viola Petersson / 10.01.2019, 18:58 Uhr - Aktualisiert 12.01.2019, 15:11
Eberswalde (MOZ) Sechse kommen durch die Welt. In dem Fall entspannter durchs Medizinstudium. Kurz vor dem Jahreswechsel hat der regionale Klinikkonzern GLG an sechs angehende Ärzte aus der Region ein Stipendium vergeben. Für die Dauer des Studiums erhält der Nachwuchs jeweils einen monatlichen Zuschuss zwischen 300 und 500 Euro. Erstmals kommen auch zwei polnische Bewerber in den Genuss der finanziellen Unterstützung.

„Die Idee des GLG-Stipendiums zur Ärztenachwuchsgewinnung aus der Region für die Region hat sich bewährt“, sagte GLG-Personalleiterin Liane Treudler. Mit den aktuellen Vereinbarungen seien seit der Einführung des Programms 2006 insgesamt 60 Stipendien vergeben worden. 24 ehemalige Stipendiaten arbeiten inzwischen an einem Haus der Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG). Und sie lösen damit ihren Teil des Vertrages ein. Mit der Unterschrift verpflichten sich die Stipendiaten nämlich, nach dem Studium mindestens drei Jahre in einer Einrichtung der Unternehmensgruppe Dienst zu tun.  „Nach unseren Erfahrungen werden die ehemaligen Stipendiaten in der Praxis als sehr gut ausgebildet wahrgenommen und hoch geschätzt. Sie kennen das Unternehmen länger als andere und haben hier meistens auch die praktischen Anteile ihres Studiums absolviert“, so Treudler weiter.

Fürs aktuelle Programmjahr habe es sechs Bewerbungen gegeben. „Und wir haben sie alle angenommen“, ergänzte Personalentwicklerin Katja Kahm. „Die Bewerbungen haben uns durchweg überzeugt.“  Eine Finanzspritze erhalten: Nina Drämel, Filip Wozniak, Natalia Stütz, Maria Zierke, Lisa-Marie Haase und Theresa Eimert.

Voraussetzung für das Stipendium ist, dass die Bewerber aus der Region kommen. In diesem Fall stammen sie aus Chorin, Eberswalde, Prenzlau, Schwedt und Stettin. Sie studieren in Berlin, Hamburg und Greifswald, sind laut GLG zwischen dem dritten und achten Semester. Mit dem GLG-Stipendium sichert der Klinikkonzern den eigenen Bedarf an Ärzten.

Und: „Wir denken bei der Förderung der Studenten perspektivisch auch an die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung, so GLG-Geschäftsführerin Dr. Steffi Miroslau. „Der Bedarf an ärztlichem Nachwuchs für die Praxen ist heute schon absehbar.“ Weshalb die Brandenburger Landesregierung an einem ähnlichen Fördermodell arbeitet und mit der GLG in Erfahrungsaustausch getreten ist.  Potsdam will noch in diesem Jahr mit einem „Brandenburg-Stipendium“ starten, womit gezielt vor allem Landärzte gewonnen werden sollen. Geplant sind jährlich 50 „Vollstipendien“ mit 1000 Euro pro Monat.

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