Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Barmer kooperiert mit „Kinderheldin“, um Engpass zu begegnen / Im Kreis 41 Geburtshelfer zugelassen

Geburtshelfer
Hebammen beraten per Chat

Willkommen im Leben: 2018 erblickten am „Forßmann“ 660 Babys das Licht der Welt. Im Stillcafé an der Klinik, wo das Foto entstanden ist, werden die Mütter beraten. Die Einrichtung ist dienstags und donnerstags jeweils von 10 bis 14 Uhr geöffnet.
Willkommen im Leben: 2018 erblickten am „Forßmann“ 660 Babys das Licht der Welt. Im Stillcafé an der Klinik, wo das Foto entstanden ist, werden die Mütter beraten. Die Einrichtung ist dienstags und donnerstags jeweils von 10 bis 14 Uhr geöffnet. © Foto: Hans Wiedl
Viola Petersson / 15.01.2019, 18:40 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die 700er-Marke wurde zwar 2018 im „Forßmann“ verfehlt. Gleichwohl hält der Trend an: Es werden wieder mehr Kinder geboren. Eine erfreuliche Entwicklung, die sogleich auch ihre Kehrseite offenbart. Den mehr oder weniger starken Mangel an Hebammen im Land.

Auch im Barnim steigt der Bedarf an Hebammen-Leistungen „stetig an“, teilt Anja Jungnickel, Regionalgeschäftsführerin der Krankenkasse Barmer, mit. Derzeit gebe es im Landkreis 41 zugelassene Hebammen, die die Betreuung von Schwangeren und jungen Müttern übernehmen können. Die Kosten dafür werden von den gesetzlichen Kassen getragen. Trotzdem, so Jungnickel aus Erfahrung, komme es immer wieder auch zu Engpässen. Zu Situationen, da Hebammen aufgrund begrenzter Kapazitäten Interessenten ablehnen müssen.

In diesen Fällen biete die Barmer jetzt ein Alternative. „Um allen jungen Müttern eine qualitätsgerechte Beratung anbieten zu können, haben wir eine Kooperation mit ,Kinderheldin‘ geschlossen“, informiert Anja Jungnickel. Auf diese Weise soll eben auch und vor allem in unterversorgten Gebieten die Beratung – per Chat oder Telefon – sichergestellt werden. Der Service könne während der Schwangerschaft und in den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes in Anspruch genommen werden. Und zwar kostenlos täglich von 7 bis 22 Uhr. Das Unternehmen vernetze Schwangere und junge Eltern bei Unsicherheiten und medizinischen Pro-blemen „mit qualifiziertem Fachpersonal“. Dazu müssten sich die Versicherten zuvor nur über die Barmer-Internetseite anmelden, heißt es.

Für „Kinderheldin“ sei die Zusammenarbeit mit der Barmer die erste bundesweite Kooperation mit einer großen Kasse, so Nicole Höhmann, die das Hebammenteam bei „Kinderheldin“ leitet. Gerade abends oder etwa am Wochenende sei der Service, der kompetente Rat, eine gute Ergänzung zur bestehenden Versorgung, ist sie überzeugt. Um den Bedarf an Entbindungspflegern zu decken, hat das Land Brandenburg die Ausbildung verstärkt.

Im Herbst 2017 wurde in Eberswalde an der Akademie der Gesundheit eine Hebammenschule eröffnet. Fünf der 16 Schülerinnen in der Premierenklasse kommen aus dem Forßmann-Krankenhaus. „Sie haben das erste Jahr sehr erfolgreich abgeschlossen“, so Klinik-Sprecher An-dreas Gericke. Im Krankenhaus seien derzeit alle Hebammen-Stellen besetzt. Gleichwohl werden stets Geburtshelfer gesucht. Etwa auch aufgrund von Elternzeit. Für Verstärkung im Team haben u. a. vier Hebammen aus Polen und Italien gesorgt. Zudem habe man Beleghebammen gewinnen können.

Neu: Geburtsvorbereitungskurse für Paare (ab 30. Woche) im „Forßmann“, 26./27. Januar

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG